Archiv Presseaussendungen 2013

Alle gesammelten Presseaussendungen des Jahres 2013

 

 

 

 

 

Salzburg, 19. Dezember 2013

Angstfreie Silvesternacht für unsere Haustiere
Tipps des Österreichischen Tierschutzvereins:

Viele Haustiere empfinden die ungewohnten lauten Knaller und „eigenartigen“ Lichter am Nachthimmel als sehr Furcht einflößend. Um Ihrem Haustier die Schreckensnacht möglichst leicht zu machen, empfiehlt der Österreichische Tierschutzverein:

  • Alle „Geschäfte“ möglichst früh vor Mitternacht zu erledigen
  • Einige Tage vor und nach Silvester den Hund unbedingt an die Leine zu nehmen. Durch panische Flucht, könnte Ihr Hund verloren gehen oder verletzt werden
  • Lassen Sie Ihr Tier in dieser Nacht nicht allein!
  • Kraulen Sie ausgiebig, wenn Ihr Liebling Ihre Nähe sucht ABER
  • Verhalten Sie sich ganz normal, da sich der Hund sonst in seiner Angst bestätigt fühlt
  • Geben Sie Ihrem Tier die Möglichkeit, sich in einen Raum zurück zu ziehen, in dem es sich sicher fühlt (z.B. Badezimmer)
  • Schließen Sie die Fensterläden, um das Licht ab zu schirmen und schalten Sie Fernseher oder Radio ein, um Knaller zu dämpfen
  • Auch bei Tieren wirken homöopathische Präparate wie z.B. Bachblüten oder Notfalltropfen meist gut. Informieren Sie sich rechtzeitig bei Ihrem Tierarzt!

Rückfragehinweis:

Österreichischer Tierschutzverein
Janina Koster, Bakk.phil.
0662/84 32 55 20
koster@tierschutzverein.at


18.12.2013

Betrügerische Hundevermehrer auch in Österreich
Polizei und Österr. Tierschutzverein decken Missstände auf

Vergangenes Wochenende musste die „Assisi-Hof“ Tierrettung zu einem besonders erschütternden Einsatz ausrücken. Gemeinsam mit der Polizei wurde in Oberösterreich eine Hundezucht unter die Lupe genommen.

Bereits mehrfach hatten gutgläubige Käufer der Hunde nach wenigen Wochen festgestellt, dass die Tiere krank waren, manche sogar starben. Die Polizei ermittelt daher wegen gewerbsmäßigen Betrugs.

Das Paar hielt 62 Hunde verschiedener Rassen. Die Hälfte der Tiere war nicht behördlich gemeldet und auf dem Gelände herrschten katastrophale Bedingungen. Zum Beispiel mussten sich 20 ausgewachsene Tiere ein kleines Freigehege teilen, in dem zwei Hütten mit je ca. 1m² Fläche standen. Wie darin 20 Hunde einen geschützten Schlafplatz finden sollten, war den „Züchtern“ offenbar egal.

Die meisten Welpen waren zwar im Gebäude einquartiert, mussten jedoch in ihren eigenen Fäkalien dahinvegetieren. Es liegt auch der Verdacht nahe, dass die Hunde vor Ort von den Leuten selbst gechippt wurden. Eine Gerät zur Injektion , sowie eine Schachtel mit Mikrochips für diese Verwendung wurden aufgefunden. Diese Kennzeichnung darf von Gesetzes wegen jedoch nur von medizinisch ausgebildeten Personen vorgenommen werden.

Der Mann, beruflich LKW-Fahrer, verkaufte die Hunde nach ganz Europa. Seine Frau versorgte Zuhause die 62 Hunde und weitere Tiere, darunter Schildkröten, Ziegen und Pferde versorgen. Die artgerechte Pflege so vieler Tiere kann durch eine Einzelperson allerdings keinesfalls gewährleistet werden. Der Österreichische Tierschutzverein wird gegen das Paar wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz Anzeige erstatten.

Den Tieren und auch sich selbst zuliebe sollten Interessenten die Lebensumstände der Tiere vor Ort mehrfach besichtigten. Ein seriöser Züchter wird dies nicht nur gestatten, sondern auch befürworten.


Salzburg, 05. Dezember 2013

Silvester Horror für Haustiere muss nicht sein
Wie man Hunde und Katzen optimal vorbereitet

Der Jahreswechsel ist für viele Haustiere eine Krisenzeit. Übermäßiger Lärm und ungewohnte Lichteffekte verschrecken sie. Der Österreichische Tierschutzverein gibt Tipps.

Schon jetzt können Sie Ihrem Tier helfen, indem Sie es an die Geräusche von Feuerwerkskörpern und Silvesterknallerei gewöhnen. Kaufen Sie eine speziell für Hunde aufgenommene CD (z.B.: „Don´t be afraid“ bei Amazon um 10€), die Sie regelmäßig und in der Lautstärke langsam steigend, abspielen. Währenddessen verhalten Sie sich ganz normal. Mit der Zeit wird der Hund die Geräusche als Normalität akzeptieren.

Bei besonders ängstlichen Tieren sollte rechtzeitig der Tierarzt konsultiert werden. Die Verabreichung von homöopathischen Tropfen oder speziellem Futter zur Beruhigung sollte schon einige Wochen zuvor beginnen.

Lassen Sie weder Hunde noch Katzen am Silvestertag unbeaufsichtigt. Bereits im Laufe des Altjahrestages kommt es immer wieder zu Böllerschüssen und Krachern. Gerade beim Gassi-gehen ist es daher wichtig, den Hund auf keinen Fall von der Leine zu lassen. Wenn Tiere sich erschrecken und davon laufen, finden sie vielleicht nicht mehr nach Hause zurück. Hunde und Katzen fühlen sich in der Nähe des ihnen vertrauten Menschen am sichersten. Widmen sie ihrem Haustier daher besonders an diesem Tag Aufmerksamkeit und Zuneigung. Aber Achtung: Trösten und beruhigendes Einreden hilft kleinen Kinder, Hunde bestätigt es jedoch in ihrer Angst!

Rückfragen an:

Österreichischer Tierschutzverein
Janina Koster, Bakk. phil.
0664/84 68 247
koster@tierschutzverein.at


02.12.2013

Tiertragödie im Attergau: Tiere in Lebensgefahr zurückgelassen
„Assisi-Hof“ Tierrettung und Exekutive befreiten Tiere aus Elend

Gegen Ende der vergangenen Woche wurde die „Assisi-Hof“ Tierrettung des Österreichischen Tierschutzvereins von der Polizei zu einem Einsatz in St. Georgen im Attergau gerufen. Eine Frau soll ihre beiden Hunde schwer vernachlässigt haben. Da es sich dabei um American Stoffordshire-Terrier handelte, wollte die Exekutive sichergehen, dass Hunde-Profis sich des Falles annehmen.

Das weibliche Tier war stark abgemagert und beide Vierbeiner stürzten sich auf das gleich bereitgestellte Futter. Die Besitzerin war zum Zeitpunkt des Einsatzes von Tierrettung und Polizei nicht anzutreffen. Für die Hunde, die sich nun vorerst in der Obhut des Österreichischen Tierschutzvereins befinden, erfolgte die Rettung noch rechtzeitig. Nicht so jedoch für zwei australische Echsen, die ebenfalls in der Wohnung aufgefunden wurden.

Es handelt sich um Bartagamen, deren Zustand so schlecht war, dass Sie unverzüglich in die Obhut einer auf Exoten spezialisierten Tierärztin übergeben werden mussten. Der Befund bestätigte: „Die Haut ist sehr stark verändert im Sinne von mehreren nicht stattgefundenen Häutungen und Infektionen durch Bakterien und Pilze. Das klinische Bild weist auf eine schon länger andauernde nicht artgerechte Pflege der Tiere hin.“

Die Tiere wurden eingeschläfert, um ihnen weitere Qualen und Leiden zu ersparen. Gegen die Halterin wird vom Österreichischen Tierschutzverein und von Amts wegen Anzeige wegen vorsätzlicher Tierquälerei erstattet.

„Dies ist die unbeachtete Schattenseite der Exotenhaltung. Die Tiere sind billig zu haben, doch über das nötige Fachwissen verfügen die wenigsten Halter. Da Schlange, Echse und Co. jedoch keinerlei Schmerzenslaute von sich geben, bleibt ihr Leiden oft über Monate hinweg unentdeckt. Exoten sterben einen lautlosen Tod“, beklagt Hemetsberger. Angesichts des näher rückenden Weihnachtsfests appelliert sie abschließend: „Tiere sind fühlende Lebewesen. Ihre Haltung erfordert Zeit, Geld und Fachkenntnisse. Bitte kaufen und schenken Sie Tiere niemals spontan!“

Rückfragehinweis:

Österreichischer Tierschutzverein
Janina Koster – Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
koster@tierschutzverein.at
0664/84 68 247


27.11.2013

Hoher Jagddruck: Keine Rechtfertigung für Jagdunfälle
Starke Bejagung verantwortlich für die Vermehrung von Wildtieren

Wien, 27.11. 2013  Die Ursachen für Jagdunfälle können vielfältig sein: Jagdhitze, Unachtsamkeit, fehlende psychologische Eignung, mangelnde Verlässlichkeit, Sehschwäche oder auch Alkoholeinfluss. Der Druck auf Jäger – wie behauptet - war sicherlich nicht die Ursache für den aktuellen Jagdunfall, der die Öffentlichkeit nun beschäftigt. Drei Milchkühe des Bürgermeisters der Gemeinde Prigglitz, Bezirk Neunkirchen, wurden von einem Jäger angeschossen; eine Kuh starb an Ort und Stelle, die anderen beiden Tiere mussten eingeschläfert werden. Die Rechtfertigung seitens des Nö. Landesjagdverbandes kam prompt: der enorme Druck auf Jäger, Wildbestände massiv dezimieren zu müssen, sei schuld an diesem Jagdunfall.

Mag. Christian Hölzl, Sprecher des Österreichischen Tierschutzvereins, kommentiert den Unfall und die Reaktion des Landesjagdverbandes mit Kopfschütteln: „Die Jägerschaft will es einfach nicht wahrhaben, dass es heute gerade wegen der Jagd mehr Wild als je zuvor gibt. So stieg etwa die Anzahl der geschossenen Wildschweine in der Jagdsaison 2012/13 um 88,5% im Vergleich zum Vorjahr auf fast 50.000 an – trotzdem gibt es eine Wildschweinplage. Man muss erkennen, dass die Populationsdichte jagdtechnisch nicht in den Griff zu bekommen ist. Ich denke, den Jägern sind die wahren Ursachen der Überpopulation durchaus bekannt – nur fehlt der Wille zur Ursachenbekämpfung. Immerhin sichert erst ein hoher Wildbestand die hohen Abschusszahlen.“

Erhöhte Wildbestände sind hausgemacht und von der (auch bäuerlichen) Waidmannschaft mitverursacht. Tatsächlich belegen Studien, dass sich Wildtiere durch die Jagd stärker als unter natürlichen Umständen vermehren. Eine französische Langzeitstudie - veröffentlicht im renommierten „Journal of Animal Ecology“ - kam zum Ergebnis, dass eine starke Bejagung zu einer deutlich höheren Fortpflanzung führt und außerdem die Fruchtbarkeit bei Wildschweinen stimuliert. Anders formuliert: In Gebieten mit weniger Jagddruck ist die Vermehrung der Tiere hingegen deutlich geringer.

Hölzl weiter: „Wildschweine haben außerdem eine sehr empfindliche Sozialstruktur. Wird die „Rotte“ durch Abschuss der „Leitbache“ zersprengt, brechen die führungslosen Tiere in die Felder ein, alle Bachen werden mehrmals im Jahr fruchtbar und vermehren sich völlig unkontrolliert.
Insofern löst die Jagd keine ökologischen Probleme, sondern schafft sie erst.“

Ein weiteres, auch hausgemachtes Problem: die legale oder illegale, ganzjährige massive Zufütterung sorgt für ein unnatürlich hohes Nahrungsanbot, das wiederum zur Vermehrung der Tiere beiträgt. Und Mais verstärkt nachweislich die Fruchtbarkeit von Schwarzwild. „Es gibt insofern nicht nur eine Massentierhaltung für Nutztiere, sondern regelrecht auch eine für Wildtiere im Wald. Die Jägerschaft muss endlich Verantwortung für die hohen Populationsdichten übernehmen und das Problem an der Wurzel anpacken“, fordert Hölzl. „Die Abschüsse etwa bei Wildschweinen noch weiter zu erhöhen ist der falsche Ansatz. Der sogenannte Jagddruck taugt auch nicht dafür, um Jagdunfälle rechtzufertigen. Die Jägerschaft kann doch schon seit Jahren beobachten, dass nicht alles, was man abschießt, weniger wird.“

Rückfragehinweis:

Mag. Christian Hölzl, Sprecher                                                           
Österreichischer Tierschutzverein


26.11.2013

Golfer im Kreuzfeuer von Jägern

Kaum zu glauben: Mehrere Jäger schossen trotz laufenden Spielbetriebs am Golfplatz des GC Am Mondsee wild um sich. Der Österreichische Tierschutzverein wird Anzeige bei der zuständigen Behörde erstatten. Jägern, die offensichtlich die öffentliche Sicherheit gefährden, droht nach dem OÖ. Jagdgesetz der Entzug der Jagdkarte.

Wien, 26.11. 2013 Nach einer Serie von Jagdunfällen mit schweren oder gar tödlichen Schussverletzungen sowie angeschossenen Haustieren ist die Bevölkerung mittlerweile sensibilisiert. Nach wie vor gibt es in den Reihen der Waidmänner offenbar genug schwarze Schafe, die mit aller Gewalt versuchen, das ramponierte Image der Jägerschaft noch weiter zu beschädigen. So kam es vor wenigen Tagen im GC Am Mondsee - im Golfclub war der Spielbetrieb vor der Winterpause noch nicht eingestellt -  zu einem gefährlichen Aufeinandertreffen zwischen Jägern und Golfspielern. Dieser Vorfall wurde dem Österreichischen Tierschutzverein prompt gemeldet.

Mag. Christian Hölzl, Sprecher des Vereins: „An und für sich sind wir ja vor allem für den Tierschutz zuständig. Aufgrund der beinahe täglichen Vorfälle mit Jägern, bei denen nicht nur Haustiere, sondern auch Personen zu Schaden kamen oder sogar getötet wurden, sind wir aber mittlerweile zu einer österreichweiten Anlaufstelle für Menschen geworden, die sich in ihrer Sicherheit bedroht fühlen.“

Trotz des Umstandes, dass auf dem Golfplatz nach wie vor Spielbetrieb herrschte und einige Golfer auf dem Platz unterwegs waren, begannen die Jäger am Gelände des Golfplatzes zu schießen. Hölzl weiter: „Augenzeugen berichteten, dass mehrere Dutzend Schüsse fielen, obwohl sich Golfspieler in unmittelbarer Nähe aufhielten. Das ging sogar soweit, dass derjenige, der uns den Vorfall anzeigte, die Driving Range verließ, weil er Angst hatte, getroffen zu werden.“

Hölzl macht in diesem Zusammenhang auch auf einen bemerkenswerten Umstand aufmerksam: „ Ausgerechnet die 125.000 Jagdkartenbesitzer - in Österreich immerhin die größte Gruppe unter den Waffenbesitzern, die auch eine Waffe mit sich führen dürfen –müssen sich keiner psychologischen Verlässlichkeitsuntersuchung unterziehen, da das Waffengesetz die Jäger hievon ausnimmt. Und das, obwohl Jäger für die meisten Unfälle im Zusammenhang mit Waffen verantwortlich sind.“

Die Jägerschaft überlegt, Jagdunfälle durch Übungsschießen in den Griff zu bekommen. Für Hölzl der falsche Ansatz. „Das ist so, als würde man einem Führerscheinbesitzer ein Fahrsicherheitstraining anbieten, im Wissen, dass er in der Vergangenheit regelmäßig alkoholisiert am Steuer saß oder –noch schlimmer –nicht die psychologische Eignung besitzt, ein Auto zu lenken. “

Der Österreichische Tierschutzverein nimmt diesen aktuellen Vorfall zum Anlass, seine Forderungen zu wiederholen, um dem Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung Rechnung zu tragen:

>> gesetzliche Festlegung einer Null-Promille-Grenze bei der Jagd in den einzelnen Jagdlandesgesetzen; ein Zuwiderhandeln muss den sofortigen Entzug der Jagdkarte zur Folge haben;

>> die Gleichstellung von Jägern mit anderen Waffenbesitzern im WaffG. Somit die Einführung einer verpflichtenden psychologischen Verlässlichkeitsprüfung für Jagdanwärter und Jäger, die die psychologische Eignung offensichtlich nicht mehr besitzen. Psychologische Wackelkandidaten, die ihren Finger zu schnell am Abzug haben, können so leichter ausgesiebt werden.

>> Regelmäßige Augenkontrolle bei Jägern ab einem Alter von 50 Jahren

Rückfragehinweis:

Mag. Christian Hölzl, Sprecher
Österreichischer Tierschutzverein


15.11.2013

Haustierabschüsse: Skandalöse Gesetzgebung spielt schussgeilen Jägern in die Karten

Jedes Jahr werden in Österreich mindestens 30.000 Haustiere von Jägern abgeschossen. Für den Österreichischen Tierschutzverein ist ein gesetzliches Abschussverbot von (vermeintlich) wildernden Haustieren überfällig.

Wien, 15.11.2013 Aktuell sorgen Katzen, die von einem Unbekannten im Bezirk Hollabrunn (Niederösterreich) erschossen wurden, für Aufregung. Zu allem Überfluss setzt sich dabei ein Jagdleiter medial in Szene und brüstet sich, in seiner Jagdkarriere bereits viele Katzen erschossen zu haben. Fast zeitgleich schießt ein Jäger in Traun (Oberösterreich) einen Hund auf einem Spazier- und Radfahrweg nieder.

Die Vorfälle sind genauso alarmierend wie die Zahlen: Laut Statistik Austria stieg die Gesamtzahl der Abschüsse von Wildtieren im Jagdjahr 2012/13 im Vergleich zum Wert der vorangegangenen Saison um 8% auf knapp 890.000. Die Anzahl der von Jägern erschossenen Haustiere findet sich in dieser Statistik nicht wieder: Die Jägerschaft ist nicht verpflichtet, den Abschuss von Hunden oder Katzen zu melden. „Aus gutem Grund“, weiß Mag. Christian Hölzl, Sprecher des Österreichischen Tierschutzvereins. „Haustierabschüsse sind in der Öffentlichkeit ein hochsensibles Thema. Erschossene Haustiere werden in der Regel verheimlicht. Schießen, Schaufeln, Schweigen ist die Devise. Negative Publicity schadet dem Bild des Jägers.“

Die Anzahl der hierzulande abgeschossenen Haustiere lässt sich trotz Fehlens einer Meldepflicht in Österreich mit einem Blick über die Grenze nach Deutschland dennoch leicht abschätzen. In einigen deutschen Bundesländern wurde in der Vergangenheit eine Streckenstatistik über erschossene Hunde und Katzen geführt. So kamen etwa in Nordrheinwestfalen (NRW) im Jagdjahr 2008/09 laut Streckenliste über 17.000 Katzen und 176 Hunde durch Jägerhand zu Tode. Rechnet man diese (offiziellen) Zahlen auf Österreich um (die Alpenrepublik ist 2,5 mal größer und hat um 60% mehr Jagdkartenbesitzer im Vergleich zu NRW), dann kann man davon ausgehen, dass heimische Jäger jedes Jahr mindestens 30.000 (!) Haustiere töten. Die Dunkelziffer ist mit Sicherheit weitaus höher.

Der eigentliche Skandal: Die Jäger bekommen Rückendeckung von den Gesetzgebern. Im niederösterreichischen Jagdgesetz etwa sind Jagdschutzorgane berechtigt und verpflichtet (!), „wildernde Hunde sowie Hunde, die sich erkennbar der Einwirkung ihres Halters entzogen haben und außerhalb ihrer Rufweite im Jagdgebiet umherstreunen, ... zu töten“. Das gleiche gilt für Katzen, die in einer Entfernung von mehr als 300 m von Wohngebäuden umherstreifen.

Paradox: Die Tötung von Haustieren ist im Jagdgesetz unter dem Begriff „Jagdschutz“ aufgeführt. Hier zeigt sich einmal mehr in plakativer Weise, dass es der Jägerschaft und dem Gesetzgeber nicht um Wild- oder Tierschutz, sondern ausschließlich um den Schutz der Jagd(beute) geht. Hölzl bringt es auf den Punkt: „Der legalisierte Haustier-Abschuss wurzelt in der übertriebenen Angst der Jäger, „streunende“ Haustiere könnten die Strecke, also die Anzahl der erlegten Wildtiere, schmälern. Man schützt also etwas, nur um es im Anschluss erlegen zu können. Der Schutz der Jagd(beute) reicht soweit, dass sogar der Tod von Haustieren in Kauf genommen wird. Das ist so nicht hinzunehmen.“

Der Abschuss von Haustieren greift in das Eigentumsrecht von Haustierbesitzern und auch massiv in die emotionale Beziehung von Familien zu ihren Tieren ein. Die Jagdgesetze sind längst nicht mehr zeitgemäß. Der Haustierabschuss wird auch von der Bevölkerung strikt abgelehnt: laut einer Umfrage aus dem Jahr 2008 sprachen sich 86% der ÖsterreicherInnen unter 30 Jahren für ein Haustier-Abschussverbot aus.

Aus all den genannten Gründen fordert der Österreichische Tierschutzverein die Landesgesetzgeber auf, die Jagdgesetze dringend zu reparieren und ein generelles Abschussverbot von (vermeintlich) wildernden Haustieren festzuschreiben.

Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, startete der Österreichische Tierschutzverein vor kurzem mit der Plattform "Initiative zur Abschaffung der Jagd"  eine intensive Zusammenarbeit. Beide Organisationen beraten geschädigte Haustierbesitzer und erstatten Strafanzeige. Weitere Informationen und Abgabe von Unterstützungserklärungen unter www.tierschutzverein.at sowie www.abschaffung-der-jagd.at.

Rückfragehinweis:

Mag. Christian Hölzl, Sprecher                                                                         
Österreichischer Tierschutzverein                                                                                    
Tel.: +43-664-5200344                                                                                                  
Email: office@tierschutzverein.at


12.11.2013

Züchter vor dem Aus: 4 Hunde suchen neues Zuhause

Österreichischer Tierschutzverein übernimmt chinesische Schopfhunde

Nach privater Katastrophe stand Hundezüchter vor dem Aus. Um seine chinesischen Schopfhunde kann er sich nicht mehr kümmern. Sie werden vom Österreichischen Tierschutzverein nun an gute Plätze vermittelt.

Kürzlich erreichte den Österreichischen Tierschutzverein ein verzweifelter Hilferuf. Ein Züchter von Chinese Crested (chinesischen Schopfhunden) stand plötzlich vor dem Aus und wusste nicht mehr weiter. Obwohl auf den „Assisi-Höfen“ des Österreichischen Tierschutzvereins bereits viele Hunde auf neue Plätze warten, wurden 4 der in Österreich noch eher selten anzutreffenden Rassehunde aufgenommen. Jetzt wird für die liebenswerten Racker ein neues Zuhause gesucht. Der Verein rechnet damit, dass es viele Interessenten für die eher kleinen Rassehunde gibt, die als verspielt und klug gelten. Da es jedoch ohnehin viel zu viele herrenlose Hunde gibt, werden die Vierbeiner nur kastriert an zukünftige Besitzer vermittelt. Das schließt eine weitere Zucht aus. Die Hunde sind zwischen 6 und 24 Monaten alt. Es handelt sich dabei um zwei Rüden und zwei Hündinnen. Sie werden gegen die Erstattung von Impf- , Kastrations- und Pflegekosten an liebevolle Tierfreunde abgegeben (Rüden um € 350,00, Hündinnen um € 400,00). Bei Interesse melden Sie sich bitte unter 0664/ 22 10 717 (Hr. Gottschalk).

Rückfragehinweis:

Österreichischer Tierschutzverein
Janina Koster – Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mobil: 0664/ 84 68 247
E-Mail: koster@tierschutzverein.at
www.tierschutzverein.at



31.10.2013

6 Katzen drohte Tod durch Erschießen

Österreichischer Tierschutzverein nahm Samtpfoten auf

Auf einem „Assisi-Hof“ wurden kürzlich 6 Katzen abgegeben. Eine Tierfreundin hatte die Streuner in der Umgebung eingesammelt und so vor dem Tod gerettet.

Langsam werden die Nächte kälter und Streunerkatzen suchen nach warmen Schlafplätzen. Sie finden sie auch, in verschiedenen Heuschobern. Doch einigen Landwirten passte das nicht. Sie befürchteten eine Verschmutzung des Heus und drohten mit dem Erschießen der Samtpfoten. Eine Tierfreundin hatte soviele Tiere wie möglich eingesammelt und bettelte um deren Aufnahme auf dem „Franz von Assisi-Hof VII“ im Bezirk Vöcklabruck. Der Verein nahm die Tiere auf, obwohl das Katzenhaus aus allen Nähten platzt.

„Die Kastrationspflicht für Freigänger-Katzen gilt auch für Landwirte. Leider wird sie meist nicht eingehalten und es kommt zu unerwünschtem Nachwuchs. Natürlich suchen sich die Tiere dann den Heuschober als Schlafplatz. Sie deshalb zu erschießen ist grausam“, ist Geschäftsführerin Susanne Hemetsberger verärgert.

Viele Katzen verschiedenen Alters und aller Farben warten jetzt auf ein neues Zuhause bei liebevollen Tierfreunden. Informationen unter 0664/88 43 40 20

Rückfragehinweis:

Österreichischer Tierschutzverein
Janina Koster – Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mobil: 0664/84 68 247
E-Mail: koster@tierschutzverein.at
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30.10.2013

Geschenkte Minischweine sofort wieder abgeschoben

Österreichischer Tierschutzverein: Tiere sind keine Geschenke!

Immer wieder werden Tiere zu feierlichen Anlässen verschenkt. Oft sogar ohne einen konkreten Wunsch der Beschenkten. Die meisten Tiere werden schnell wieder abgegeben.

George Clooney hatte eines, aber auch Claudia Schiffer, die Beckhams oder Paris Hilton. Die Rede ist von Schweinen als Haustier. Ein Schwein zu halten, ist salonfähig geworden, durchaus zu Recht. Sie sind sehr lernwillig, sauber und anhänglich. Ob das der Grund war, warum ein niederösterreichischer Landwirt kürzlich zwei Minischweine geschenkt bekam, ist unklar.

Die beiden süßen Minischweine Flora und Nora wurden vergangenen Freitag als Geschenk überreicht. Obwohl die Möglichkeit zu einer artgerechten Unterbringung auf dem Hof bestand, wollte der Landwirt die „unnützen Fresser“ partout nicht behalten. Schon am Tag darauf begab er sich auf die Suche nach einem Abnehmer der Tiere. Glücklicherweise sprang der Österreichische Tierschutzverein sofort ein und übernahm heute die beiden Minischweine. Sie leben nun mit anderen Schweinen auf dem „Franz von Assisi-Hof II“ bei Wieselburg.

Rückfragehinweis:

Österreichischer Tierschutzverein
Janina Koster – Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mobil: 0664/84 68 247
E-Mail: koster@tierschutzvereina.at
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29.10.2013

Martinigansl: 90% aus äusländischer Stopfmast

Lebensmittelsicherheit nicht gewährleistet

Um den Martinstag am 11. November ist es wieder so weit. Auf den heimischen Tellern wird Gans präsentiert. Der Österreichische Tierschutzverein warnt vor Stopfgänsen.

Für diesen Brauch landen jährlich 250.000 extra gezüchtete Gänse im Backofen. Mehr als 90 % der Festtagsvögel stammen aus dem Ausland, insbesondere aus Ungarn, wo für die tierquälerische „Spezialität“ Stopfleber gezüchtet wird. Das Fleisch dieser krank gemachten Tiere landet inzwischen fast ausschließlich in der Gastronomie, die strengen heimischen Gesetze werden durch die Fleischbeschaffung aus den ungarischen Stopfmastfarmen umgangen.

Das österreichische Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz sieht zwingend die Beschau von für den Verzehr bestimmtem Fleisch durch amtliche Veterinäre vor. Sollten „phatophysiologische Veränderungen“ oder „Konsistenzänderung“ festgestellt werden, unterliegt das Fleisch der Entsorgungspflicht, ist also „genussuntauglich“. Die Stopfleber erfüllt beide dieser Kriterien und sollte daher genauso wie die damit zusammenhängenden Produkte, nicht auf den Tisch kommen.

Mastgänse werden in körperenge Käfige gesperrt (Bewegung bremst das Leberwachstum). Zwei bis dreimal am Tag wird den Gänsen und Enten mit einer Maschine Maisbrei (ca. 850 g) in den Magen gepumpt. Die Menge ist für den Menschen vergleichbar mit 13 Kilogramm Nudeln, dreimal täglich! Nach 14 Tagen können die Tiere kaum noch atmen, schnattern oder aufstehen. Die fette, kranke Leber zerdrückt die Organe. Jedes vierte Tier stirbt an den Qualen.

„Schwer vorstellbar, dass jemand so etwas gerne essen möchte“, kommentiert Susanne Hemetsberger, Geschäftsführerin des Österreichischen Tierschutzvereins die Situation. Sie empfiehlt Konsumenten, auf die fette Spezialität zu verzichten. „Das ist gut für die Gesundheit, die Tiere und das Klima“. Wer jedoch keinesfalls auf Gänsebraten verzichten will, greift am Besten zu heimischen Weidegänsen aus Biohaltung. Die sind zwar teurer, aber durch den geringeren Fettgehalt bleibt nach dem Bratvorgang auch mehr Fleisch übrig.


29.10.2013

Schwan landete auf Autobahn
Polizei und Österreichischer Tierschutzverein konnten Schlimmes verhindern

Beinahe zu einem Verkehrsunfall kam es am Vormittag am Dienstag, 29.10.2013. Ein Schwan landete auf der Autobahn Höhe Seewalchen und wurde von einem Fahrzeug gestreift.

Kurz darauf trafen Beamte von der Autobahnpolizei ein. Sie schirmten mit ihrem Diensfahrzeug das Tier so ab, dass es nicht mehr in den Verkehr gelangen konnte und warteten ihrerseits auf die verständigte „Assisi-Hof“ Tierrettung des Österreichischen Tierschutzvereins.

10 Minuten später bargen die engagierten Mitarbeiter des Vereins das verletzte Jungtier gekonnt und brachten es zur tierärztlichen Untersuchung. „Glücklicherweise erlitt der Schwan keine Knochenbrüche, nur Prellungen“, ist Uwe Gottschalk von der „Assisi-Hof“ Tierrettung erleichtert. Der Schwan wird nun zur Erholung einige Tage auf dem „Assisi-Hof“ in Oberwang bleiben und danach auf dem Attersee wieder ausgewildert.

Dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit den Einsatzkräften kam es zu keinen weiteren Unfällen und nur kurzfristig zu Verkehrsbehinderungen.

Rückfragehinweis:

Österreichischer Tierschutzverein
Janina Koster – Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
0664/84 68 247
koster@gmx.at

 


10.10.2013

Des Menschen bester Freund: Welthundetag am 10.Oktober

Am Donnerstag ist Internationaler Hundetag. Auch wenn viele Menschen sich über Hundekot ärgern und den Vierbeinern nichts abgewinnen können, an diesem Tag soll der vielfältige Einsatz der Hunde für Menschen gewürdigt werden.

Hunde retten nicht nur als Lawinensuchhunde Menschenleben, oder sind als Spür- und Polizeihunde unermüdlich für unsere Sicherheit im Einsatz, auch Assistenzhunde leisten z.B. Sehbehinderten und Diabetikern unbezahlbare Dienste.

Die vom Österreichischen Tierschutzverein ausgebildeten Therapiehunde besuchen Kindergärten und Seniorenheime, Schulen und Krankenstationen. Dort bringen die freundlichen und geduldigen Tiere nicht nur Abwechslung und Freude. Kinder lernen mittels eines Therapiehundes auch den richtigen Umgang mit Hunden: „Man muss sich nicht fürchten, aber soll einen dösenden Hund in Frieden lassen, ihn nicht an Ohren oder Rute ziehen oder ihm sein Spielzeug weg nehmen. Das ist gefährlich, weil der Hund zuschnappen könnte, “ erklärt Sonja Trailovic, die leitende Hundetrainerin des Österreichischen Tierschutzvereins.

Weil dem Österreichischen Tierschutzverein Hunde und Kinder gleichermaßen am Herzen liegen, hat er das Buch „Hundesignale – Lernen Sie die Sprache Ihres Hundes“ herausgebracht. In farbenfrohen Illustrationen wird die Körpersprache des Hundes für Kinder und Erwachsene leicht verständlich erklärt. So steht einer lebenslangen Freundschaft nichts im Weg. Das Buch ist beim Österreichischen Tierschutzverein erhältlich.

Zum Welthundetag hat der Österreichische Tierschutzverein einige Tipps für Hundefreunde:

Drehen Sie demnächst eine extralange Spazierrunde mit Ihrem vierbeinigen Freund, das freut ihn mehr, als ein neues Spielzeug.

Nehmen Sie sich für Spielen und Schmusen ausreichend Zeit und planen Sie Ihre Aktivitäten so, dass der Hund mitkommen kann. Bei Ihnen sein zu dürfen, ist das Wichtigste für Ihren Hund.

Ein höfliches Miteinander von Hundehaltern und Nicht-Hundehaltern ist in unser aller Interesse, bitte entsorgen Sie also die Hinterlassenschaften ihres Hundes!


02.10.2013

Animal Hoarding: 15 Katzen in kleiner Wohnung
Österreichischer Tierschutzverein hilft und erläutert Phänomen

Auch in Österreich kommt es immer öfter vor, dass Menschen zu viele Tiere halten und mit deren Pflege überfordert sind. Doch wie kommt es eigentlich dazu?

Es sind in erster Linie ältere, nicht berufstätige Frauen, die von dem Phänomen „Animal Hoarding“ betroffen sind. Noch ist nicht geklärt, welche Faktoren dazu führen, dass eine Person zur Tierhorterin wird. Susanne Hemetsberger, Geschäftsführerin des Österreichischen Tierschutzvereins, kennt viele solche Fälle. „Einsamkeit und eine Wohnsituation in abgeschiedener Lage  sind bei den meisten Betroffenen der Ausgangspunkt. Es beginnt mit großer Tierliebe und der Rettung von notleidenden Tieren. Schnell jedoch wachsen die Bedürfnisse der Tiere den Betroffenen über die Ohren, die Tiere vermehren sich mangels Kastration ungewollt und so setzt sich ein Teufelskreis in Bewegung.“

Erst im April dieses Jahres hatte der Österreichische Tierschutzverein 11 Hunde aufgenommen, die vom Amtstierarzt beschlagnahmt worden waren. Die Halterin und ihre Hunde hatten knöcheltief im eigenen Kot gelebt, der Ammoniakgestank hatte den Helfern die Tränen in die Augen getrieben. Solche Zustände können auch für Menschen gesundheitsgefährdend sein, doch die Betroffenen nehmen das nicht war, verdrängen das Offensichtliche. „Die psychisch und physisch kranke Halterin drohte daraufhin mit Suizid und wurde vom Amtsarzt in die Nervenheilanstalt eingewiesen“, schildert Hemetsberger den Ernst der Lage.

Nun ist der Verein erneut mit den Auswirkungen einer problematischen Tierhaltung konfrontiert. „Eine Dame hatte 15 unkastrierte Katzen in ihrer Wohnung gehalten und war mit deren Pflege völlig überfordert. Glücklicherweise griff ein beherzter Tierarzt ein, kastrierte die Katzen und bemühte sich um deren Unterbringung. Der Österreichische Tierschutzverein erklärte sich bereit, elf Katzen auf seinen Assisi-Höfen aufzunehmen.“

Wie auch beim verwandten „Messie-Symdrom“, verweigern die Betroffenen meist jede Hilfe. „Animal Hoarder haben wenige Bezugspersonen und diese werden meist vergrault, sobald sie Kritik an den Zuständen äußern“, weiß Hemetsberger. „Oft werden Behörden auf die Tiersammler erst aufmerksam, wenn die Lage schon extrem kritisch ist. Dabei wäre ein früher Eingriff sowohl für die Tiere als auch deren Halter besser.“

Sobald jemand eine große Anzahl an Tieren hält, aber offensichtlich nicht in der Lage ist, für deren Wohlbefinden und Gesundheit zu sorgen, kann man von Animal Hoarding sprechen. Wenn die Haltung negative Auswirkungen auf die Lebensumstände des Halters hat, dieser das jedoch ignoriert, ist die Lage bereits kritisch. Was können Freunde, Nachbarn und Familienangehörige bei einem Verdacht tun? „Es ist wichtig, dem Tiersammler mit Verständnis, Geduld und Respekt zu begegnen. Eine tiefe Vertrauensbasis ist nötig, um die Probleme anzugehen. Am Besten sucht man sich Beistand bei Profis“, rät Hemetsberger abschließend.


Welttierschutztag am 4. Oktober – Was wünschen sich Österreichs Tiere?

Am Freitag ist zum 82. Mal Welttierschutztag. Seine Einführung wurde 1929 auf dem dritten Internationalen Tierschutzkongress in Wien beschlossen und 1931 wurde er erstmals begangen. Der Österreichische Tierschutzverein sieht viele Tierschutzziele noch unverwirklicht.

Das Datum ist auch der Namenstag des Heiligen Franz von Assisi, der unter anderem auch für seine Tierliebe berühmt war. Nach ihm benannte sich nicht nur der aktuelle Papst, auch die „Franz von Assisi-Höfe“ des Österreichischen Tierschutzvereins ehren den Schutzpatron der Tiere. Die umstrukturierten Bauernhöfe sind als Tierschutzkompetenzzentren im gesamten Bundesgebiet sehr geschätzt und bieten Hunderten geretteten und notleidenden Tieren ein liebevolles Zuhause. Unzählige Hunde  und Katzen konnten zudem wieder an neue, liebevolle Plätze vergeben werden. Auch eine 24h Stunden einsatzbereite Tierrettung und eine Wildtierpflegestation betreibt der Österreichische Tierschutzverein.

Doch ist der Welttierschutztag ein Anlass zum Feiern? Susanne Hemetsberger, Geschäftsführerin des Österreichischen Tierschutzvereins sieht noch viel Raum für Verbesserungen: „Wir konnten in den letzten Jahren vielen Tieren konkret helfen und durch Meinungsbildung und politischen Druck Vieles für Tiere erreichen. Z.B. 2005 das Wildtierverbot in Zirkussen. Leider ist unsere Arbeit aber noch längst nicht getan.“

Wo sieht Hemetsberger besonderen Nachholbedarf? „Im Haustierbereich werden viele Tiere unüberlegt oder aus dubiosen Quellen angeschafft und leiden dann. Oft ist zukünftigen Tierhalten ihre Verantwortung nicht bewusst, denn Tiere sind keine schicken Accessoires, sondern Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen. In Zoos werden Wildtiere in Gefangenschaft gehalten und teilweise mit Gewalt vermehrt, damit süße Tierbabys Besucher anlocken.“ Hemetsbergers Vision ist der Zuchtstopp in Zoos und deren Nutzung als Auffangstationen für illegal gehaltene und gehandelte Wildtiere, ehemalige Versuchstiere, nicht mehr gewollte Haus- und Nutztiere. Artenschutz heute bedeutet für Hemetsberger Schutz der Lebensräume, denn Nachzuchten ohne Lebensraum bleiben ewig gefangen – in ihren Augen ein unwürdiges Schicksal.

Aber auch in der Massentierhaltung müssten dringend Verbesserungen realisiert werden und für die Erforschung von Alternativen zu Tierversuchen brauche es wesentlich mehr Fördergelder. „Diese werden aber größtenteils in tierquälerische und häufig  ineffiziente, weil nicht auf den Menschen übertragbare Tierversuche investiert, damit Pharmariesen sich absichern können“, ärgert sich Hemetsberger. Und zuletzt ist natürlich auch die Jagd ein Thema: „Wer dem Töten von Tieren als Hobby nachgehen möchte, der sollte verpflichtend psychologisch untersucht werden, so wie die Sportschützen auch. Die Ablehnung dagegen lässt nur einen Schluss zu: nämlich dass die Jägerschaft selbst um ihre Verlässlichkeit fürchtet“, so Hemetsberger abschließend.


25.09.2013

Psycho-Test für Jäger jetzt!

Österreichischer Tierschutzverein wiederholt Forderung nach verpflichtender psychologischer Verlässlichkeitsprüfung für Jagdanwärter und Jäger, die diese psychologische Eignung offensichtlich nicht mehr besitzen.

Die Serie dramatischer Unfälle im Zusammenhang mit Jägern reißt nicht ab. Trauriger Höhepunkt ist nun der Tod von vier Menschen – erschossen von einem Jäger, der offenbar an massiven psychischen Problemen litt.
Aufgrund des Ausmaßes der Tragödie und aus Rücksicht auf die Familien der Ermordeten hat sich der Österreichische Tierschutzverein bisher noch nicht an der nun in der Öffentlichkeit entbrannten Diskussion zum Thema "Jäger und Gefährdungspotential" beteiligt. Mag. Christian Hölzl, Sprecher des Vereins: "Wir sind in großer Trauer und mit unseren Gedanken bei den Hinterbliebenen. Nachdem wir aber nach dem aktuellen Vorfall erneut als Anlaufstelle für verängstigte Menschen agieren, wollen wir nun unsere langjährige Forderung wiederholen, dass das Waffengesetz, das die Jäger aus nicht nachvollziehbaren Gründen privilegiert, dringend repariert gehört."
 
Psychisch kranke Jäger dürfen weiterhin auf die Pirsch – und das legal
 
Die Fakten sind alarmierend: Obwohl die mehr als 120.000 Jagdkartenbesitzer in Österreich für die meisten Unfälle im Zusammenhang mit Waffen verantwortlich sind, genießen Jäger ein sehr fragwürdiges Privileg. Grundsätzlich benötigen ÖsterreicherInnen für den Besitz bzw. das Führen von Waffen eine behördliche Genehmigung (Waffenbesitzkarte oder Waffenpass) und müssen sich dazu - völlig zu Recht - einer psychologischen Verlässlichkeitsuntersuchung unterziehen. Das gilt nicht für die Jägerschaft: Jäger erlangen den Waffenschein entweder ohne Nachweis über ihre psychologische Eignung oder jagen überhaupt - ganz legal - ohne Waffenpass. Für die Erlangung einer Jagdkarte reicht die bestandene Jagdprüfung.
 
Diese Ungleichbehandlung ist laut Hölzl nicht nachvollziehbar: "Für die Ausstellung einer Waffenbesitzkarte oder eines Waffenpasses spielt die sog. "Verlässlichkeit" des Antragstellers eine zentrale Rolle. Das Waffengesetz verlangt von den Antragstellern ein psychologisches Gutachten. Damit muss nachgewiesen werden, dass man z.B. bei Stress nicht dazu neigt, mit Waffen unvorsichtig umzugehen oder diese leichtfertig zu verwenden. Es ist sachlich nicht gerechtfertigt, dass Jäger davon ausgenommen sind."
 
Gesetzgeber und Behörde öffnen hiermit dem Missbrauch Tür und Tor - ein Skandal!
 
Neben der "Verlässlichkeit" müssen Antragsteller nach dem Waffengesetz als weitere Voraussetzung noch einen "Bedarf am Führen einer Schusswaffe der Kategorie B" nachweisen. Ein Waffenpass kann demnach grundsätzlich nur Personen ausgestellt werden, die einer entsprechenden Bedrohung, also besonderen Gefahren ausgesetzt sind (z.B. Wachdienst).
 
Dieses letzte Hindernis auf dem Weg zur Erlangung eines Waffenpasses und somit zum legalen Führen genehmigungspflichtiger Waffen räumt mittlerweile ein Erlass des Bundesministeriums für Inneres den Jägern aus dem Weg. Nach diesem Erlass können Jäger diesen "Bedarf" auch glaubhaft machen, wenn sie "die Jagd zumindest zeitweise ausüben und dafür auch genehmigungspflichtige Schusswaffen der Kat. B für eine zweckmäßige Jagdausübung benötigen".
Für die Waidmannschaft ist somit die sonst geforderte "Bedrohung" keine Voraussetzung mehr. In der Praxis reicht eine Bestätigung des zuständigen Landesjagdverbandes, wonach der antragstellende Jäger diese Schusswaffen für die zweckmäßige Jagd benötigt.
 
Eine aktuelle Studie der Universität New York stellt fest, dass viele Waffen eine Nation nicht sicherer machen. Im Gegenteil: Die Todesrate steigt mit der Anzahl der im Umlauf befindlichen Waffen. Auffallend: In Österreich ist die Todesrate ist  drei Mal so hoch wie in Deutschland.
 
Das von Jägern ausgehende Gefahrenpotential ist enorm
 
Hölzl weiter: "Was wir wollen, ist eine sachlich geführte Diskussion, selbstverständlich auch mit der Jägerschaft. Diese zeigte sich aber trotz der nicht abreißenden Serie an Vorfällen mit Jägern nicht gesprächsbereit."
 
Die Bevölkerung und die Politik sind sich nicht bewusst, dass es offenbar weit mehr schwarze Schafe unter den Jägern gibt, als bisher angenommen. "Manche sind krank, andere wiederum wollen auf Alkohol bei der Jagd nicht verzichten. Immerhin hat besaß auch im aktuellen Fall der Täter sechs Schusswaffen legal. Dabei muss es doch gerade den Jägern, die Vernunft walten lassen, ein Anliegen sein, psychisch Kranke oder Unbelehrbare aus dem Verkehr zu ziehen", schüttelt Hölzl den Kopf.
 
Aufgrund des von schießwütigen Jägern ausgehenden Gefährdungspotentials für Menschen und Tiere fordert der Österreichische Tierschutzverein:
 
<>···office@tierschutzverein.at,  www.tierschutzverein.at


12.09.2013

Vogeldrama um Angelleine

„Assisi-Hof“ Tierrettung rückte aus, doch die Hilfe kam zu spät.

Der gestrige Einsatz des Österreichischen Tierschutzvereins galt einer Möwe, die sich in einer Angelleine verheddert hatte. Trotz größter Eile und aller Mühe konnte die Tierärztin das Tier nur noch von seinen Qualen erlösen. „Dies ist leider kein Einzelfall“, kommentiert Susanne Hemetsberger, die Geschäftsführerin des Österreichischen Tierschutzverein den Fall. Sie ist überzeugt, dass keine böse Absicht hinter der Schlampigkeit steckt. „Viele Menschen können sich gar nicht vorstellen, was das für die Tiere bedeutet. Es wurden schon Schwäne gefunden, die an den Füßen mit  Angelschnur aneinander gefesselt waren. Nicht nur die Bewegungsfähigkeit leidet darunter, oft schneidet die Schnur in das Fleisch ein und führt zu schlimmen Entzündungen. Ohne unsere Hilfe wären diese Tiere gestorben. In einem anderen Fall hatte ein Haubentaucher die Angelleine dagegen eng um den Schnabel gewickelt, er ist verhungert.“

Niemand weiß, wieviele Wildvögel jährlich durch achtlos weggeworfenes Angelzubehör Schaden nehmen oder gar sterben. Es geht dabei auch nicht nur um Nylonschnüre, sondern auch um Kunstoffköder oder Haken. Obwohl meist Wasservögel betroffen sind, gab es auch schon viele Fälle von Sing- und Greifvögeln, die an Anglerzubehör elendig zugrunde gingen. „Wir appellieren ganz dringend an alle Angler, am Ende ihres Ausflugs alles, auch ihren Müll, wieder säuberlich einzupacken und darauf zu achten, dass nichts liegen bleibt“, ist Hemetsberger um Aufklärung der Petri-Jünger bemüht. Sie bittet auch Spaziergänger darum, für Wildtiere derart gefährlichen Müll aufzusammeln und zu entsorgen, da z.B. Plastik viele Jahrzehnte nicht verrottet.


Wien, 11.09.2013

Elefantennachwuchs in Schönbrunn: nächstes Opfer von Misshandlung?
Österreichischer Tierschutzverein erinnert an Misshandlung von Elefantin Mongu

Während medial über die Geburt eines künstlich gezeugten Elefantenbabys im Tiergarten Schönbrunn gejubelt wird, mahnt der Österreichische Tierschutzverein zur Objektivität. Die generell sehr unkritische, weichgespülte Berichterstattung lässt leicht vergessen, wie es dem bisherigen Elefantennachwuchs im Tiergarten erging. Im April 2001 kam der Elefantenbulle "ABU" in Schönbrunn zur Welt. Auch er wurde damals, wie alle Tierbabies, als "Publikumsliebling", "putzig" und "niedlich" vermarktet. Was nachts, abseits von Kameras und Publikum geschah, darüber lässt sich nur spekulieren.

Im Frühjahr 2003 folgte die nächste "tierische Sensation": Elefantenbaby "MONGU" wurde geboren. Putzig, süß und knuddelig wurde sie von der PR-Maschinerie des Zoos präsentiert.

Anfang 2005 geschah das (vorhersehbare) Unglück: tötete "ABU" seinen Wärter bei der Morgendusche und wurde daraufhin 2006 mit seiner Mutter an einen anderen Zoo abgeschoben.

Damit mit "MONGU" nicht ähnliche "Pannen" passieren, ging man gleich ans Werk, ihren Willen noch als Baby zu brechen. Wie der Österreichische Tierschutzverein 2005 aufdeckte, wendete der Tiergarten Schönbrunn brutale Ausbildungsmethoden an. Ein Video zeigt, wie das Elefantenmädchen "Mongu" misshandelt wurde: Das gefesselte Tier wird von mehreren Männern mit einem Seil umgerissen, während es von einem weiteren "Pfleger" immer wieder mit dem spitzen Elefantenhaken traktiert wird. Zu sehen ist auch, wie der kleine Elefant, der aus Angst und Schrecken laut schreit, mit dem schweren Haken auf den Kopf geschlagen wird.

Zahlreiche Elefantenexperten sprachen angesichts der schockierenden Bilder von Brutalität und Folter. Die Schönbrunner Tiergartenführung bezeichnete diese Misshandlungen jedoch freimütig als "normale Trainingsmethoden".

Nur aufgrund der anhaltenden Kritik und des Protests des Österreichischen Tierschutzvereins wurde die Elefantenhaltung im Tiergarten schließlich auf "geschützten Kontakt" umgestellt. Dies bedeutet, dass Elefanten stets durch stabile Gitter vom Menschen getrennt sind, was die Gefahr einer Verletzung für Mensch und Tier erheblich verringert. Eine "Dressur" ist natürlich trotzdem nötig, damit die Tiere an das Gitter treten und sich untersuchen lassen. Für den noch namenlosen Babyelefanten hofft der Österreichische Tierschutzverein allerdings, dass diese Tortur sich nicht wiederholt und schlägt als Namen "Dolores" vor.

Das Video der brutalen Misshandlung ist auf www.tierschutzverein.at zu sehen.


Tag der offenen Tür am Tierfriedhof Waldesruh“ am 14.09.2013 in 2011 Sierndorf
Österreichischer Tierschutzverein lädt alle Interessierten, Neugierigen und Tierfreunde ein

„Herzlichen Dank für die liebevolle Betreuung des Grabes meiner Katze Amelie. Ihr Tierfriedhof ist ein so friedvoller und gepflegter Ort,  ich glaube, dass jeder Besucher ein wenig getröstet und zufrieden nach Hause geht.“ Tierfreundin Isolde S.

Der Österreichische Tierschutzverein betreibt seit vielen Jahren den idyllisch gelegenen „Tierfriedhof Waldesruh“ in 2011 Sierndorf. Eine Vielzahl an Bestattungsmöglichkeiten erlaubt jedem Haustierbesitzer auf dem schönsten Tierfriedhof für Wien und Umgebung einen Ort des Trostes und der Erinnerung. „Waldesruh“ ist zudem der einzige Tierfriedhof, der nicht auf Profit ausgelegt ist, sondern dessen Überschüsse in den Tierschutz fließen. Für Tierfreunde ein sehr tröstlicher Gedanke.

Am Samstag, 14. September öffnet der „Tierfriedhof Waldesruh“ von 11:00 bis 15:00 Uhr seine Pforten für alle Interessierten. Unsere kompetenten und einfühlsamen Mitarbeiter informieren Sie gerne über unser Angebot. Spazieren Sie über das weitläufige und liebevoll gepflegte Areal. Auch Hunde sind herzlich Willkommen!

Anfahrt per PKW oder S-Bahn möglich. Ein kostenloser Shuttledienst (Tel. 0664/1017522) verkehrt zwischen dem S-Bahnhof Sierndorf und dem „Tierfriedhof Waldesruh“. Weitere Informationen unter www.wienertierfriedhof.at


Salzburg, 03. September 2013

Weiße Schafe in Jägerschaft die Ausnahme?
Österreichischer Tierschutzverein erneuert Forderungen nach Alkoholverbot und psychologischem Gutachten für Jäger

Nach dem kürzlich bekannt gewordenen Vorfall der grausam zu Tode gequälten Gämse in Tirol und dem tätlichen Angriff von Jägern auf einen Wanderer in Kärnten, lässt der nächste Skandal in der Jägerschaft nicht lange auf sich warten.

Erst gestern erfuhr die Öffentlichkeit von einer weiteren, erschreckenden Begebenheit: Anfang August hatte im Salzburger Pinzgau ein Jäger nur zehn Meter vom nächsten Haus entfernt vom Wald aus in eine Siedlung geschossen. Sein Ziel: ein 16-jähriger Hirsch mit dementsprechend großem Geweih. Es ist zu befürchten, dass diese lohnende Trophäe für den Jäger eine so große Verlockung darstellte, dass er das ausdrückliche Schießverbot bei möglicher Gefährdung von Menschen ignorierte.

Mag. Christian Hölzl, Jurist des Österreichischen Tierschutzvereins ist empört: „Erst Anfang des Jahres war, anlässlich des tragischen Todes eines jungen Treibers, eine heftige Debatte um die Sicherheit bei der Jagd  entbrannt. Doch anscheinend waren alle Beteuerungen und Versprechungen zur Besserung seitens der Jägerschaft nur Schall und Rauch.  Dieser unbekannte Jäger besitzt offensichtlich nicht die nötige psychologische Verlässlichkeit.“ Damit verweist Hölzl auf eine krasse Diskrepanz im österreichischen Waffengesetz.

Grundsätzlich wird für den Besitz bzw. das Führen von Waffen eine behördliche Genehmigung benötigt, in deren Rahmen auch eine psychologische Verlässlichkeitsuntersuchung verpflichtend ist. Diese soll sicherstellen, dass die Antragsteller (z.B. bei Stress) nicht dazu neigen, mit Waffen unvorsichtig umzugehen oder diese leichtfertig zu verwenden. Unglaublich: Das WaffG nimmt Jäger hiervon aus. Jäger erlangen entweder den Waffenschein ohne Nachweis über ihre psychologische Eignung oder jagen überhaupt - ganz legal - ohne Waffenpass.

Typisch ist für Hölzl an dem Vorfall, dass der Name des Schützen nicht preisgegeben wird und eine Mauer des Schweigens den Vorfall wochenlang vertuschte.

„Solange die Jägerschaft sich selbst kontrolliert, wird es weiterhin zu derartigen Vorfällen kommen. Der Österreichische Tierschutzverein hat sich zur Anlaufstelle für verunsicherte Menschen entwickelt, die ihre Sicherheit durch Jäger wiederholt bedroht sehen. Rund tausend Menschen haben in den letzten Tagen unsere Forderung nach Alkoholverbot und einem verpflichtenden psychologischen Test für alle Waffenbesitzer, einschließlich der Jäger, bereits unterzeichnet.“


Wien, 27.8. 13

Jägerschaft um einen Skandal reicher

Ein Jäger quält eine angeschossene Gams in Tirol brutal zu Tode. Österreichischer Tierschutzverein übermittelt eine Sachverhaltdarstellung an die Staatsanwaltschaft Innsbruck.

Ein auf YouTube online gestelltes Video eines Urlaubers aus Holland entlarvt einen Jäger als brutalen Tierquäler. Nahe dem Scharnitzjoch in der Leutasch (Tirol) zieht ein Mann eine angeschossene, noch lebende Gams über einen felsigen Abhang hinunter. Anstatt das Tier mit einem Fangschuss von seinem Leiden zu erlösen, schleift der Peiniger das stark blutende und vor Schmerzen schreiende Tier an den Beinen über spitze Felsen hinunter. Im Todeskampf hinterlässt die Gams eine lange Blutspur.

Der Österreichische Tierschutzverein übermittelte der Staatsanwaltschaft Innsbruck eine Sachverhaltsdarstellung und zeigte das brutale Vorgehen des Jägers auch bei der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde an. Dazu Christian Hölzl, Sprecher des Vereins: „mit der Anzeige wollen wir sicherstellen, dass der Tierquäler seinen Jagdschein verliert, strafrechtlich verfolgt und auch verurteilt wird. Wir wissen, dass die Tragödie in Tirol kein Einzelfall ist. Vor wenigen Monaten zeigten wir einen Jäger bei der Staatsanwaltschaft an, der in Oberösterreich vor Zeugen einen kranken Rehbock mit Revolver und Messer zu Tode quälte. Aus unverständlichen Gründen wurde dieser Tierquäler vom Richter schließlich freigesprochen. Dabei ist ein konsequentes Vorgehen der Behörden und Gerichte in derartigen Fällen unumgänglich, um schwarze Schafe innerhalb der Jägerschaft vor ähnlichen Straftaten in Zukunft abzuhalten.“

Frage der strafrechtlichen Verantwortung der untätigen Jagdkollegen muss geprüft werden

Nach Meinung des Österreichischen Tierschutzvereins ist in diesem Zusammenhang auch das Verhalten der Jagdkollegen des mutmaßlichen Täters kritisch zu hinterfragen. Das Video dokumentiert nicht nur die schockierende Tat, sondern zeigt auch, dass die anwesenden Jäger der rohen Misshandlung der Gams untätig zusahen. Das Video hält auch fest, dass ein Jagdkollege dem Tierquäler nach der Tat den blutigen Gamsbart des Tieres überreicht – auf eine Art und Weise, als hätte es im Vorfeld keine Tierquälerei gegeben.

Hölzl weiter: „ Die Jagdkollegen haben den mutmaßlichen Tierquäler tagelang gedeckt, bis das Video online gestellt wurde. Außerdem kann meines Erachtens aus den in den diversen Jagdgesetzen festgeschriebenen Verboten und dem generellen Gebot der sog. weidgerechten Jagdausübung abgeleitet werden, dass die anwesenden Jäger die spezielle Verpflichtung getroffen hätte, die strafbare Handlung – also die rohe Misshandlung des Tieres durch den mutmaßlichen Täter - zu verhindern. Auch im Jagdrecht kann es keinen Freibrief für Tierquälereien geben. Ihr Untätigbleiben müsste im konkreten Fall ausnahmsweise als Tatbeteiligung zu qualifizieren sein.“

Aus diesem Grund hat der Österreichische Tierschutzverein die Staatsanwaltschaft aufgefordert, die Ermittlungen nicht nur auf den unmittelbaren Tierquäler zu beschränken, sondern auch auf die mutmaßlichen Beitragstäter auszudehnen.

Die Tat selbst und das fragwürdige Verhalten der anwesenden Jagdkollegen zeichnet ein bedenkliches Sittenbild der Jägerschaft und muss verheerende Signalwirkung auf den nicht-jagenden Teil der Bevölkerung haben.

In diesem Zusammenhang wiederholt der Österreichische Tierschutzverein seine Forderung nach

>> der Festlegung einer Null-Promille-Grenze bei der Jagd in den einzelnen Jagdlandesgesetzen; ein Zuwiderhandeln muss den sofortigen Entzug der Jagdkarte zur Folge haben;

>> einer Gleichstellung von Jägern mit anderen Waffenbesitzern im Waffengesetz; somit die Einführung einer verpflichtenden psychologischen Verlässlichkeitsprüfung für Jagdanwärter und Jäger, die die psychologische Eignung offensichtlich nicht mehr besitzen.

>> regelmäßigen Augenkontrollen bei Jägern ab einem Alter von 50 Jahren

Rückfragehinweis:                                                                                                                                                                   

Mag. Christian Hölzl, Sprecher/Jurist                                                                                                       
Österreichischer Tierschutzverein                                                                                                                            
0664-5200344, ch@ch-com.com


Wien, 20. August 2013

Tödliche Gefahr für Hauskatzen:
Österreichischer Tierschutzverein rettet Stubentiger aus Kippfenster

Obwohl immer wieder davor gewarnt wird, ignorieren manche Katzenbesitzer die große Gefahr, die für ihre Lieblinge durch Kippfenster besteht. So rückte erst heute Nachmittag wieder einmal die „Assisi-Hof“ Tierrettung aus, um bei Salzburg eine eingeklemmte Katze zu befreien. Durch lautes Maunzen alarmiert, waren Nachbarn der Katzenhalterin auf die Schmerzen der Samtpfote aufmerksam geworden. Sie verständigten die Freiwillige Feuerwehr, welche wiederum den Österreichischen Tierschutzverein um Mithilfe bat. Mit der Leiter konnten die Einsatzkräfte schließlich auf den Balkon der Dame im dritten Stockwerk gelangen und die Katze bergen.

„Gerade noch rechtzeitig“, schildert Susanne Hemetsberger, Geschäftsführerin des Österreichischen Tierschutzvereins, ernst die Lage. „An den Hinterläufen der Katze hatten bereits Lähmungserscheinungen eingesetzt. Unsere Tierrettung brachte die Katze schnellstmöglich zur tierärztlichen Versorgung.“

Hemetsberger versteht das Dilemma der Katzenbesitzer: „Viele Menschen möchten die Fenster in ihrer Abwesenheit weder vollständig verschließen, noch vollständig öffnen, aus Angst vor Einbrüchen oder einem Unwetter.“ Doch Katzen sind von Natur aus neugierig und langweilen sich, wenn ihr Zweibeiner sie alleine lässt. Ein gekipptes Fenster stellt daher praktisch eine Einladung dar. Was also tun? Hemetsberger rät: „Im Fachhandel gibt es z.B. den sogenannten Katzenfreund. Ein Keil wird einfach in den Spalt des geöffneten Kippfensters geschoben. Er verhindert, dass die Katze im Spalt eingeklemmt wird und erstickt oder, wie im heutigen Fall, die Nerven so gequetscht werden, dass eine Lähmung eintritt.“


Wien, 14.08.2013

Lebensgefahr für Besucher des Tiergartens Schönbrunn

Österreichischer Tierschutzverein warnt vor Tuberkuloseansteckung

Heute wurde bekannt, dass die erst wenige Wochen alte Mähnenrobbe ALADA im Tiergarten Schönbrunn eingeschläfert werden musste, weil sie anscheinend an einem angeborenen Herzfehler litt.

Bereits 2011 wurde das Mähnenrobbenbaby DIEGO mit der Begründung eines angeborenen Herzfehlers euthanasiert, 2012 starb auch seine Mutter ENYA, angeblich ebenfalls an ihrem angeborenen Herzfehler. Spätestens nach DIEGOS Tod hätte der Tiergarten ENYA untersuchen und sie von der weiteren Zucht ausschließen müssen. Es ist ethisch verwerflich und auch tierschutzwidrig, ein unter einem Herzfehler leidendes Tier in die Zucht aufzunehmen und somit weiteren ungesunden Nachwuchs zu zeugen. Und das in einem angeblich wissenschaftlich geführten Zoo! Nun wurde ein weiteres Jungtier Opfer eines angeborenen Herzfehlers. Für den Österreichischen Tierschutzverein ist dies entweder ein deutliches Anzeichen für ein Inzuchtproblem, oder die Verschleierung eines großen Hygieneproblems.

Beim Tod der Robbe MONEDA im Dezember 2012 in Schönbrunn war als Todesursache Tuberkulose festgestellt worden. Im Mai 2013 wurden zwei weitere Mähnenrobben wegen Tuberkulose (TBC) eingeschläfert. Liegt hier also in Wirklichkeit ein weiterer Fall von TBC vor? Warum sollte die Öffentlichkeit davon nichts erfahren? Susanne Hemetsberger, Geschäftsführerin des Österreichischen Tierschutzvereins vermutet: „Tuberkulose kann auch beim Menschen tödlich enden. Das Übertragungsrisiko ist sehr hoch. Vielleicht wurde deshalb der erneute Ausbruch der Krankheit verschwiegen. Tuberkulose tritt übrigens bei freilebenden Tierarten nicht auf und ist demzufolge, wie viele andere Zoo-Krankheiten auch, nur auf die nicht-artgerechte Zoo-Gefangenschaft zurückzuführen.“

Wildtiere werden in Zoos also nicht nur ihrer Freiheit beraubt, sondern auch Gesundheitsrisiken ausgesetzt, die sie in freier Wildbahn nicht fürchten müssten. Der berühmte Eisbär KNUT starb an einem Pferde-Herpesvirus. Die Übertragung von Krankheiten von einer Tierart auf die andere kommt nur bei derartig unnatürlichen Tiersammlungen vor und auch Menschen sind davor nicht sicher. Tuberkulose-Erreger werden nämlich am häufigsten durch das Einatmen infektiöser Tröpfchen übertragen. Solche Tropfen entstehen durchaus auch bei der so genannten „Robben-Show-Fütterung“, beim Reinigen der Anlage mit Hochdruckreinigern oder beim direktem Kontakt zu Tierwärtern oder Besuchern.

Der Österreichische Tierschutzverein fordert eine unabhängige Untersuchung der TBC-Erkrankung in Schönbrunn, auch an weiteren TBC-anfälligen Tierarten und die Information der Öffentlichkeit über jeden Schritt. Den Steuerzahlern, die den Zoo in Milliardenhöhe unterstützen, steht es zu, selbst über die Sinnhaftigkeit dieser Institution zu entscheiden. Dazu müssen endlich Unterlagen über Sterbefälle und Krankheiten im Tiergarten öffentlich zugänglich gemacht werden.


Wien, 13.08.2013
 
 Entsetzliche Tierquälerei im Weinviertel:
Österreichischer Tierschutzverein lobt Ergreiferprämie aus

 
Soeben wurde bekannt, dass in Hausleiten im Weinviertel erneut bestialische Tierquäler unterwegs sind.  6 Hühner und ein Hahn wurden grausam verbrannt. Der oder die Täter hatten dazu mit großer Wahrscheinlichkeit eine Lötlampe benutzt. Die Körper der Tiere waren vollständig verkohlt, doch weder auf dem Stroh, noch auf dem Holz hatten sich Brandspuren befunden. Die gleiche Tat war schon vor einem Jahr auf demselben Bauernhof begangen worden. Damals waren die Opfer 3 Hennen und ein Hahn.
Der Österreichische Tierschutzverein hat sich daher entschlossen, der Polizei unter die Arme zu greifen und für Hinweise, die zur Ergreifung des oder der Täter führen, eine Prämie von
€ 500 auszuschreiben. Weitere € 500 kommen von Förderern des Österreichischen Tierschutzvereins, die sich ob derartiger Grausamkeit entsetzt zeigen. Susanne Hemetsberger, Geschäftsführerin des Vereins appelliert an die Bevölkerung: „Wer wehrlose Tiere quält und tötet, ist eine Bedrohung für die gesamte Gesellschaft. Viele Gewaltverbrecher begannen ihre `Karriere` mit Tieren, bis diese ihnen nicht mehr genug waren. Wer etwas gehört oder gesehen hat, soll sich bitte bei der Polizeiinspektion Hausleiten unter 059 133 3245 melden.“
 


Wien, 08.08.2013

Streit um Ponykarussell:

Tierarzt bestätigt Kritik des Österreichischen Tierschutzvereins

Im aktuellen Konflikt zwischen dem Österreichischen Tierschutzverein und der MA 60, zuständig für Veterinärwesen und Tierschutz(!), gibt es nun auch fachliche Rückendeckung vom durch seine Bücher und Kolumnen bekannten Tierarzt Dr. Hans Christ. Seine Kritikpunkte am Ponykarussell im Wiener Prater:

durch die fortgesetzte einseitige Kreisbewegung kommt es unweigerlich, ungeachtet etwaiger Erholungspausen, im Laufe der Zeit zu Schäden im Bewegungsapparat (ungleiche Beanspruchung der Gelenke, Bänder und der Wirbelsäule)
die Sägespäne auf der Bahn führen auf Dauer zu einer starken Feinstaubbelastung der Atemwege
Die Stereotypie des Tätigkeitsmusters und die damit verbundene Reizarmut stellt für die Tiere eine zusätzliche, psychische Belastung dar!
Der Pflegezustand der Pferde (Hufe) lässt zu wünschen übrig!

Dr. Christ weiter: „Die Kontrollen durch die MA 60  besagen überhaupt nichts! Es gibt genügend Beispiele auch aus anderen Bereichen (z.B. Jugendschutz), wo trotz behördlicher Aufsicht jahrelang Missstände ignoriert oder verharmlost wurden.“

Walter Reisp, Leiter der MA 60, erteilte dem Österreichischen Tierschutzverein kürzlich eine herbe Abfuhr. Für ihn sei die Kritik „viel Wind um nichts“ und „unberechtigt“. Janina Koster, Pressesprecherin des Vereins dazu: „Der Österreichische Tierschutzverein kennt Reisp seit vielen Jahren als einen typischen Beamten, der auf Beschwerden stets reflexartig dieselben Beschwichtigungen herunterleiert. Dass jemand, der so eindeutig nicht auf der Seite der Tiere steht, überhaupt auf diesem Posten sitzt, ist ein Skandal.“

Als Schande bezeichnet sie auch, dass die massiven Proteste, die beim Österreichischen Tierschutzverein gegen das Ponykarussell eintreffen, unbeachtet bleiben. „Die Abschaffung des Ponykarussells stellt keinen Imageschaden für die Stadt Wien dar, dessen Weiterführung jedoch sehr wohl“, so Koster. Hintergrund sind die über 4000 Proteststimmen und täglichen Beschwerdemails von Tierfreunden. „Dieses Erlebnis hat unseren Wien-Aufenthalt stark getrübt und wir werden sicherlich nicht die einzigen Touristen bleiben, die daran Anstoß nehmen. Tierquälerei im Prater, das wird auf lange Sicht auch den Ruf der Tourismus-Stadt Wien schädigen. Solange dieses Problem nicht gelöst ist, werden wir Wien jedenfalls nicht mehr besuchen“, schreibt z.B. eine Schweizerin dem Österreichischen Tierschutzverein.

Rückfragehinweis:

Österreichischer Tierschutzverein
Janina Koster – Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mobil: 0664/84 68 247


Salzburg, 30. Juli 2013

Herzlos dem Tod ausgeliefert
Krankes Kätzchen im Wald ausgesetzt

Ein 6 Wochen altes, krankes Kätzchen wurde am Samstag zwischen Thalgau und Mondsee im Wald aufgefunden.

Eine Tierfreundin hatte das Häufchen Elend beim Spaziergang mit ihrem Hund im Wald gefunden. Ohne zu zögern hob sie das Kätzchen behutsam auf und stellte einen großen, eitrigen Abszess am Hals fest. Daraufhin wurde die Samtpfote zur Tierärztin gebracht. Diese versorgte die Verletzung und kontaktierte sofort den Österreichischen Tierschutzverein.

Dort ist man erleichtert, dass die Rettung für das Kätzchen rechtzeitig kam. Doch Susanne Hemetsberger, Geschäftsführerin des Österreichischen Tierschutzvereins, ist auch empört über die Kaltherzigkeit mancher Menschen. „Allein und verletzt im Wald hätte die Samtpfote nicht lange überlebt. Ein so kleines Kätzchen kann noch nicht jagen und schon gar nicht, wenn der Körper ohnehin sehr geschwächt ist. Welcher Unmensch tut so etwas?“ Doch für die Katze gibt es jetzt ein Happy End: „Ludwig, wie wir ihn nennen, wird nun auf einem unserer „Assisi-Höfe“ liebevoll gepflegt. Sobald er soweit ist, suchen wir einen guten Platz für ihn“, so Hemetsberger abschließend.  

Rückfragehinweis:

Österreichischer Tierschutzverein
Janina Koster
koster@tierschutzverein.at
0664/84 68 247


Wien, 23.07.2013

Die Katze auf dem heißen Blechdach:
Österreichischer Tierschutzverein gibt Tipps

Katzen haben keine Schweißdrüsen und können daher nicht schwitzen. Aus diesem Grund erleiden Katzen leichter einen Hitzschlag als Menschen.

Grundsätzlich können sich Katzen auch selbst helfen: Bei hohen Temperaturen suchen sie schattige Plätzchen auf lecken sich das Fell. Wenn das nasse Fell trocknet, entsteht dadurch Verdunstungskälte und diese hilft der Katze beim Abkühlen.

Daher bitte immer ausreichend sauberes Trinkwasser zur Verfügung stellen! Nassfutter am Besten nur in kleinen Portionen ausgeben, es verdirbt in der Hitze schnell.

Man kann der Katze aber auch Gutes tun:

In der Wohnung zumindest einen Raum abdunkeln

Wäscheständer aufstellen, das Prinzip der Verdunstungskälte funktioniert auch hier und sorgt in der Umgebung des Wäscheständers für kühlere Temperaturen. Es ist auch möglich, die Katze mit einem feuchten Tuch zu streicheln, doch Vorsicht, mit heftiger Gegenwehr muss gerechnet werden! Eine Wasserschüssel mit schwimmenden Korken animiert viele Katzen zum Spielen und kühlt gleichzeitig.

Rückfragehinweis:

Österreichischer Tierschutzverein
Janina Koster
koster@tierschutzverein.at
0664/84 68 247


Wien, 17. Juli 2013

Tierquälerei im Prater!
Der Österreichische Tierschutzverein fordert Verbot des Ponykarussels

Zur Zeit gehen beim Österreichischen Tierschutzverein wieder einmal unzählige Anrufe und E-Mails besorgter Tierfreunde ein. Sie alle thematisieren das traurige Los der Pferde beim Ponykarussell in Wiens Vergnügungsviertel Nummer 1, dem weltberühmten Prater.

„Die Leute wenden sich an uns, weil sie von den Behörden keine zufrieden stellende Antwort erhalten“, so Susanne Hemetsberger, Geschäftsführerin des Vereins. „Beschwerden und Anzeigen über die unwürdigen Zustände beim Ponykarussell prallen bei den Behörden ab. Es wird lediglich darauf verwiesen, dass die Tiere angeblich regelmäßig kontrolliert würden und die Betreiber alle Vorschriften gemäß dem österreichischen Tierschutzgesetz einhalten würden“.

Der Österreichische Tierschutzverein dokumentiert jedoch seit Jahren das Gegenteil: Pferde werden viele Stunden durchgehend eingesetzt und nicht ausgetauscht, Tränkungen erfolgen viel zu selten und auch Richtungswechsel zur gleichmäßigen Belastung der Gelenke werden nicht durchgeführt. Daher fordert der Verein im Sinne der leidenden Ponys ein Verbot der Tierquälerei.

„Wir vertreten die Ansicht, dass es absolut nicht mehr zeitgemäß ist, fühlende Lebewesen unnötig im Kreis laufen zu lassen, nur damit ein paar Touristen ihre Kinder für wenige Minuten auf den Rücken dieser bedauernswerten Lebewesen setzen können, um dann (meist) selbst zu der Erkenntnis zu gelangen, dass die Tiere leiden. Ein Wien-Besuch hinterlässt daher leider einen bitteren Beigeschmack bei Tierfreunden, von denen etliche daher keine weiteren Aufenthalte in Wien unternehmen möchten“, so Susanne Hemetsberger, Geschäftsführerin des Österreichischen Tierschutzvereins.

Rückfragehinweis:

Österreichischer Tierschutzverein
Janina Koster
koster@tierschutzverein.at
0664/84 68 247


Wien, 15.07.2013

Betrüger nützen Tierliebe schamlos aus
Im Raum Steyr wurden im Namen des Österreichischen Tierschutzvereins ausstehende Mitgliedsbeiträge gesammelt

Vor kurzem erhielt der Österreichische Tierschutzverein einen Anruf von einem Mitarbeiter des betreuten Wohnens in Steyr. Der Sachwalter etlicher Bewohner war darauf aufmerksam geworden, dass sich ein dubioser Mann auf dem Gelände herumtrieb. Der Mann behaupte, im Auftrag des Österreichischen Tierschutzvereins ausstehende Mitgliedsbeiträge einzusammeln und habe dabei bereits einige Hundert Euro erschlichen. Die Überraschung beim Verein war groß, verlangt der Österreichische Tierschutzverein doch von seinen Unterstützern keine Mitgliedsbeiträge und unternimmt auch keinerlei derartige Geldsammlungen.

„Wir sind schockiert und empört darüber, dass Tierliebe hier betrügerisch ausgenützt wird“, so die Geschäftsführerin, Susanne Hemetsberger. Wir bitten die Bevölkerung um besondere Vorsicht und distanzieren uns von derartigen unseriösen Geschäften“.

Jener Anrufer hat bei der Polizei Münichholz bereits Anzeige erstattet. „Bitte warnen Sie Familie und Bekannte und melden Sie weitere Sichtungen unbedingt der Polizei, damit der Betrüger geschnappt werden kann“, appelliert Hemetsberger abschließend.

Zum Österreichischen Tierschutzverein:

Der Österreichische Tierschutzverein ist eine der größten Einrichtungen für den Schutz und die Hilfe für Tiere im Bundesgebiet. Er betreibt nach dem Schutzheiligen benannte „Franz von Assisi-Höfe“, wo ausgesetzte, verletzte und gequälte Tiere ein sicheres Zuhause finden, eine 24h einsatzbereite Tierrettung sowie den „Tierfriedhof Waldesruh“ vor den Toren Wiens. Spendenkonto: PSK 93.115.500 BLZ 60.000

Weitere Informationen, Bilder & Videos finden Sie auf www.tierschutzverein.at!

Rückfragehinweis:

Österreichischer Tierschutzverein
Janina Koster
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 0662-84 32 55-20
Mail: koster@tierschutzverein.at

 


15. Juli 2013

3. Charity-Golfturnier für den Österreichischen Tierschutzverein
powerd by Komperdell

Viele namhafte Sponsoren unterstützen den Tierschutz

Am Samstag, dem 13. Juli 2013 fand das bereits 3. Charity-Golfturnier zugunsten des Österreichischen Tierschutzvereins statt, diesmal im renommierten „Golfclub Am Mondsee“.

Hauptsponsor des Golfturniers war die Firma Komperdell/Camaro. Die Firmeninhaber, Herr und Frau Roiser stellten nicht nur zahlreiche schöne Preise wie Golfbags und Schläger zur Verfügung sondern übernahmen auch die gesamte Verpflegung beim Halfway und bei der Abendveranstaltung.

Die 96 tierlieben Damen und Herren folgten der Einladung des Österreichischen Tierschutzvereins und gingen auf Birdie-Jagd. Auch der Wettergott zeigte sich gnädig und versetzte mit Sonnenschein und blauem Himmel alle Teilnehmer in beste Laune.

Wie es sich für ein Golfturnier unter Tierfreunden gehört, war auch ein Vierbeiner anwesend und eroberte die Herzen der Turnierteilnehmer im Sturm. Der 1-jährige Parson Russel Terrier „Bubu“ erwies sich somit als unangefochtener Star der Veranstaltung.

10.000 EUR für ein „Hole In One“ auf Loch 3

Höhepunkt der Runde war der ausgelobte Preis für ein „Hole in One“ auf Loch 3:
Wem dies gelingt, soll EUR 10.000,-- erhalten – mit dem Wunsch, die Hälfte für den Österreichischen Tierschutzverein zu spenden. Doch am Ende fehlten einem Spieler nur wenige Zentimeter ...

Unterstützung für die „Franz von Assisi-Höfe“

„Im Rahmen der Abendveranstaltung im Clubrestaurant gab es auch noch eine Tombola. Wertvolle Preise, darunter etliche Golfreisen in Österreich und im Ausland winkten und somit konnten dank der spendenfreudigen Turniersponsoren und TeilnehmerInnen noch zusätzliche Euros für den Österreichischen Tierschutzverein gesammelt werden, freut sich Geschäftsführerin Susanne Hemetsberger.“

Der Reinerlös aus diesem Charity-Golfturnier wird nun für Futtereinkauf, tierärztliche Betreuung sowie artgerechte Um- und Ausbauarbeiten auf den „Franz von Assisi-Höfen“ des Vereins verwendet. Auf diesen Höfen finden ausgesetzte oder aus der Not gerettete Tiere ein vorbildliches Zuhause mit großzügigen Freiräumen.

Zum Österreichischen Tierschutzverein:

Der Österreichische Tierschutzverein ist eine der größten Einrichtungen für den Schutz und die Hilfe für Tiere im Bundesgebiet. Er betreibt nach dem Schutzheiligen benannte „Franz von Assisi-Höfe“, wo ausgesetzte, verletzte und gequälte Tiere ein sicheres Zuhause finden, eine 24h einsatzbereite Tierrettung sowie den „Tierfriedhof Waldesruh“ vor den Toren Wiens. Spendenkonto: PSK 93.115.500 BLZ 60.000

Weitere Informationen, Bilder & Videos finden Sie auf www.tierschutzverein.at!

Rückfragehinweis:

Österreichischer Tierschutzverein
Susanne Hemetsberger
Geschäftsführerin
Telefon: 0662-84 32 55-20
Mail: hemetsberger@tierschutzverein.at


9. Juli 2013

„Hunde-Malaria“ und „Zeckenfieber“ im Vormarsch
Der Österreichische Tierschutzverein empfiehlt, in der Zeckensaison Hunde regelmäßig auf Zecken zu untersuchen

Die Wetterkapriolen der letzten Wochen haben Mensch und Tier arg zugesetzt. Abgesehen davon, dass die großen Temperaturschwankungen den Kreislauf massiv belasten, werden Zecken insbesondere für Hunde zur Plage. „In den letzten Wochen kam es zu einem massiven Anstieg von Zeckenbissen bei Hunden und damit einhergehend zu teils lebensbedrohlichen Krankheitsverläufen“, berichtet Susanne Hemetsberger, Geschäftsführerin des Österreichischen Tierschutzvereins.

Ungewöhnlich dabei ist der Umstand, dass Hunde vermehrt an der sog. „Ehrlichiose“ und „Babesiose“ erkranken. Die von Zecken übertragenen Krankheiten -umgangssprachlich auch „Zeckenfieber“ bzw. „Hundemalaria“ genannt - waren bisher weniger bei uns, sondern vor allem im Mittelmeerraum verbreitet. „Hundebesitzer müssen sich darauf einstellen, dass diese Krankheitsarten in Zukunft leider auch bei uns vermehrt auftreten werden“, ist sich Hemetsberger sicher.

Zeckenfieber

Die „Ehrlichiose“ wird durch Bakterien ausgelöst, die mit dem Zeckenstich übertragen werden. Die Zecke muss dabei mindestens 24 Stunden am Hund saugen, damit es zu einer Infektion kommen kann. Der Hund kommt ca. 3 Wochen nach dem Zeckenstich in die akute Krankheitsphase. Die Symptome sind dabei u.a. ständig wiederkehrendes Fieber, Erbrechen, Atemnot und Schwellung der Lymphknoten. Auch Nervenstörungen wie Muskelzucken sind nicht selten. Der Hund wirkt apathisch. In Phase 2 ist das Tier dann symptomfrei; hat sich allerdings der Erreger im Körper des Hundes eingenistet, kommt es zur chronischen Ehrlichiose. Schwere Verläufe führen zu Hirnschäden, Muskelschwund oder Blindheit und schließlich zum Tod des Hundes.

Hundemalaria

Die Babesiose ähnelt in ihrem Verlauf der Malaria und wird von Protozoen ausgelöst, die mit dem Zeckenstich übertragen werden. 12 Stunden muss die Zecke saugen, um Hund oder Mensch zu infizieren. Zwischen dem 4. und 21. Tag nach dem Stich setzt hohes schubartiges Fieber ein. Von der Krankheit befallene Tiere sind matt, appetitlos und verlieren an Gewicht. In der akuten Phase kann die Hundemalaria auch zum Tod des Tieres führen. Im chronischen Stadium der Krankheit treten u.a. Verdauungs- und Kreislaufstörungen auf. Unbehandelt endet eine Babesiose meist tödlich.

Der Österreichische Tierschutzverein rät Hundebesitzern, ihre Vierbeiner täglich nach Zecken zu untersuchen. Mit einem Bluttest kann der Tierarzt feststellen, ob Zecken Krankheitserreger übertragen haben. Die Behandlung der Ehrlichiose erfolgt mittels Antibiotika, eine vorbeugende Impfung ist derzeit nicht möglich.

Für einige Formen der Hundemalaria ist ein Impfstoff zugelassen, wobei jedoch eine generelle Impfung nicht empfohlen wird. Da die Hundemalaria in diesen Breiten bis dato eher selten auftrat, sind nur wenige Medikamente gegen Babesiose zugelassen.

Rückfragehinweis:
Susanne Hemetsberger
Geschäftsführerin
Österreichischer Tierschutzverein
Tel.: 0662/843255-14
hemetsberger@tierschutzverein.at


8. Juli 2013

Endstation Autobahn

Österreichischer Tierschutzverein bringt ausgesetzte Hundefamilie auf einen
„Franz von Assisi-Hof“

Urlaubszeit ist bestimmt für viele Menschen die schönste Zeit im Jahr.

Doch ist sie es auch für Haustiere?

Jedes Jahr zu Beginn der Reisezeit ist die „Assisi-Hof“ Tierrettung des Österreichischen Tierschutzvereins verstärkt im Dauereinsatz.

„Am vergangenen Samstag wurde unsere Tierrettung von der Exekutive zu einem Einsatz gerufen, weil eine Pekinesenhündin mit ihren zwei ca. 6 Wochen jungen Welpen in einem Waldstück ganz nahe der A1 Westautobahn in Höhe Raststation Mondsee von einer Tierfreundin entdeckt wurde, berichtet Susanne Hemetsberger, Geschäftsführerin des Österreichischen Tierschutzvereins“.

Wie kaltherzig manche Menschen sind, zeigt dieses Beispiel einmal mehr.

„Die Anschaffung eines Haustieres muss gut überlegt sein! Oft stellt sich vor Antritt einer Urlaubsreise heraus, dass das einst liebgewonnene Tier zur Belastung wird und dann kommt es schnell zu Kurzschlusshandlungen, wie in diesem Fall! Tiere sind Lebewesen, die es verdienen, dass man respektvoll mit ihnen umgeht und kein Spielzeug, ermahnt Susanne Hemetsberger“.

Nach einem Gesundheitscheck bei unserer Tierärztin stellte sich heraus, dass die junge Hundefamilie gesund ist. Sie werden die nächsten Tage auf einem unserer „Franz von Assisi-Höfe“ bleiben und dann an gute Plätze vermittelt, so Hemetsberger abschließend.“

Rückfragehinweis:
Susanne Hemetsberger
Geschäftsführerin
Österreichischer Tierschutzverein
Tel.: 0662/843255-14
hemetsberger@tierschutzverein.at

 


28. Juni 2013

Kein Platz für Katzenbabys?
Österreichischer Tierschutzverein hilft wirklich!

 Eine Katzenmama hat vor wenigen Tagen im Lichtschacht eines Kellers im Bundesasylamt in St. Georgen i.A. ihre vier Babys zur Welt gebracht. Da es sich offenbar um eine Streunerkatze handelt und diese Bleibe keine Dauerlösung sein kann, bemühte man sich im Asylamt für die Katzenfamilie einen guten Platz zu finden.

Nach vielen erfolglosen Telefonaten und ungehörten Bitten landete der Hilferuf schließlich beim Österreichischen Tierschutzverein. Unsere „Assisi-Hof“ Tierrettung fuhr sofort los und nahm die Katzenmutter samt ihren Babys auf“, kommentiert Susanne Hemetsberger vom Österreichischen Tierschutzverein. Die routinemäßige tierärztliche Untersuchung ergab, dass alle Wohl auf sind. „Jetzt werden sie von unseren fürsorglichen Tierpflegern am „Assisi-Hof“ in Frankenburg bestens versorgt und in ein paar Wochen, wenn die Katzenkinder von der Mutter getrennt werden können, suchen wir für die Samptpfoten neue gute Plätze bei Tierfreunden, so Hemetsberger.

24 Stunden x 365 Tage = gelebte Tierliebe!

Die „Assisi-Hof“ Tierrettung des Österreichischen Tierschutzvereins ist zu jeder Tages- und Nachtzeit unermüdlich im Einsatz, bei jedem Wetter, an 365 Tagen im Jahr. Die höchst engagierten und einfühlsamen MitarbeiterInnen stellen ganzjährig ihre persönlichen Interessen hintan, wenn es darum geht, Tieren in Not zu Hilfe zu eilen. Wenn möglich werden Haus- und Wildtiere nach notwendiger Behandlung und Pflege wieder ausgewildert bzw. an ein neues, liebevolles Zuhause vermittelt. „In jedem Fall sind die Rettungsteams darum bemüht, Tierleid in jeglicher Form zu mildern bzw. abzustellen. Davon profitieren alle Tiere - egal welcher Art und Größe - tagtäglich“, so Hemetsberger abschließend.

Mehr Informationen, Bilder & Videos finden Sie auf www.tierschutzverein.at!

Rückfragehinweis:

Österreichischer Tierschutzverein
Susanne Hemetsberger
Telefon: 0662-84 32 55-14
Mail: hemetsberger@tierschutzverein.at


Salzburg, 20. Juni 2013

Ausgesetzt oder entwischt?
Bartagame (Echse) von „Assisi-Hof“ Tierrettung eingefangen

„Hier sitzt eine exotische Echse in der prallen Sonne“, teilte der Anrufer der „Assisi-Hof“ Tierrettung des Österreichischen Tierschutzvereins am späten Nachmittag des 19. Junis mit. Tierfreunde hatten die Bartagame vor ihrem Haus in Mattsee entdeckt und nach erster erfolgloser Abklärung in der Nachbarschaft nach einem Besitzer sofort um Hilfe gerufen. Die Tierrettung eilte daraufhin zur Fundstelle, um die vermutlich ausgesetzte oder entwischte Echse in Sicherheit zu bringen.

Die tierärztliche Untersuchung ergab glücklicherweise, dass die Bartagame nur einen von Baumharz stark verklebten Fuß hat, aber ansonsten gesund ist.

Bartagamen kommen in freier Natur ausschließlich in Australien vor.

Leider werden Agamen sehr gerne unüberlegt für Kinder als „Spielgefährten“ angeschafft, weil sie relativ handzahm sind. Daher appelliert die Geschäftsführerin des Österreichischen Tierschutzvereins einmal mehr eindringlich an die Vernunft von Tierfreunden: Exoten sind keine Haustiere!

Der Österreichische Tierschutzverein

„Der Österreichische Tierschutzverein rettet Tierleben. Die Tiere werden auf den „Franz von Assisi-Höfen“ artgerecht untergebracht, medizinisch betreut und liebevoll gepflegt. Spendenkonto: PSK 93.115.500 BLZ 60.000

Weitere Informationen, Bilder & Videos finden Sie auf www.tierschutzverein.at!

Rückfragen:

Österreichischer Tierschutzverein
Susanne Hemetsberger
Geschäftsführerin
hemetsberger@tierschutzverein.at
0662/84 32 5514

 


Wien, 19.06.2013

Mit einem Beim im Schlachthof
Tierischer Neuzugang auf „Assisi-Hof“

Seit er damals beinahe den gesamten Bestand von domestizierten Tieren aus dem aufgelösten Safaripark Gänserndorf übernahm, beherbergt der Österreichische Tierschutzverein auch Lamas auf seinen „Franz von Assisi-Höfen“. Als jedoch kürzlich auf dem „Assisi-Hof II“ ein Lama an Altersschwäche verstarb, blieb Lamahengst Hermes alleine übrig. „Lamas sind Herdentiere, Einzelhaltung ist daher nicht mit dem Tierschutzgedanken zu vereinbaren“, weiß Susanne Hemetsberger vom Österreichischen Tierschutzverein. Das war Glück im Unglück für Lama Axel.

Der Lamawallach Axel hatte einst als Zuchthengst für seinen Besitzer gute Arbeit geleistet. Doch um Inzucht zu vermeiden, holte sich dieser einen zusätzlichen Hengst. Axel wollte den jungen Konkurrenten keineswegs akzeptieren, auch nicht nach seiner Kastration. Der Lamazüchter wollte ihn daher schlachten lassen. „Glücklicherweise überzeugte ihn ein anderer Züchter, das schöne und gesunde Tier am Leben zu lassen und vermittelte den Kontakt zum Österreichischen Tierschutzverein“, so Hemetsberger abschließend.

Rückfragehinweis:

Susanne Hemetsberger - Geschäftsführerin
Österreichischer Tierschutzverein
hemetsberger@tierschutzverein.at
0664/41 27 388


Wien, 18. Juni 2013

Endlich Sommer – ab ins kühle Nass!
Österreichischer Tierschutzverein gibt Tipps

Der Sommer ist da und nicht nur der Mensch, besonders die Hunde freuen sich über eine Abkühlung im Wasser. Für Tierfreunde gibt es dabei Einiges zu beachten:

Wenn es kühl und windig ist, können durch das Wasserbad Nieren- oder Blasenentzündung entstehen.
Hunde nie unbeaufsichtigt ins Wasser lassen.
Nach dem Fressen mindestens eine Stunde mit dem Wasserbad warten.
Die meisten Hunde schlucken beim Herumtoben viel Wasser, daher nach dem Badespaß einen kurzen Spaziergang machen, so kann sich Bello noch entleeren und das Fell kann abtrocknen.
Hunde sollten kein abgestandenes Wasser aus Teichen oder Pfützen trinken, schwere Vergiftungen drohen. Am Besten, man führt Frischwasser mit sich und bietet es dem Hund an.
Sollte Ihr Hund wasserscheu sein, zwingen Sie ihn bitte nicht zum Schwimmen und werfen Sie ihn nicht ins Wasser.

Der Österreichische Tierschutzverein appelliert an Hundebesitzer, Rücksicht auf andere Badegäste und Tiere zu nehmen und den Hund nur an ausgewiesenen Badeplätzen ins Wasser zu lassen. Dann steht einem tollen Sommer für Alle Nichts mehr im Weg!

Rückfragehinweis:

Österreichischer Tierschutzverein
Susanne Hemetsberger
hemetsberger@tierschutzverein.at
Tel. 0664/41 27 388


Wien, 13.06.2013

Was haben Pussy Riot, Bradley Manning und österreichische Tierschützer gemeinsam?
Österreichischer Tierschutzverein kritisiert neuen Tierschützerprozess

Jeder Staat hat seinen „Feind“. Dieser zeichnet sich stets dadurch aus, dass er hartnäckig Dinge tut und sagt, die nicht im Interesse der Mächtigen sind. Solche Helden der Demokratie werden häufig verleumdet und unter absurden Vorwürfen unschuldig weggesperrt. In Russland betraf dies die Mitglieder der Frauenband Pussy Riot, in Amerika Menschen wie Bradley Manning oder den erst kürzlich in Hong Kong untergetauchte Ed Snowden. Auch Österreich hat seinen eigenen Staatsfeind, den Tierschutz.

Die Neuauflage des Tierschützerprozesses ist für Erich Goschler, langjähriger Präsident des Österreichischen Tierschutzvereins, ein Beweis, dass Tierschützer in Österreich unerwünscht sind. „Das zeigt sich schon daran, dass im jährlichen Verfassungsschutzbericht eine eigene Sparte für sogenannte militante Tierschützer existiert“, ist Goschler empört. „Der eigentliche Skandal ist, dass die 2012 entdeckte „Schießgeste“ des damaligen Staatsanwalts ohne Konsequenzen blieb, das Strafverfahren wegen gefährlicher Drohung eingestellt wurde. Offensichtlich soll nun erneut versucht werden, Tierschützer mundtot zu machen und einzuschüchtern “, so Goschler abschließend.

Rückfragehinweis:

Österreichischer Tierschutzverein
Janina Koster – Öffentlichkeitsarbeit
koster@tierschutzverein.at
0664/84 68 247


Salzburg, 11.06.2013

Mordlüsterner Katzenhasser gesucht
Österreichischer Tierschutzverein lobt Prämie aus

Halbtoter Kater auf einem Privatgrund am Wallersee gefunden und der Obhut der „Assisi-Hof“ Tierrettung übergeben.

Es war ein jämmerlicher Anblick. Der schwer verletzte Streunerkater hatte sich unter einem Strauch verkrochen. Seit 2 Jahren war der heimatlose Kater regelmäßig zu Besuch bei den Wochenendhäuschen am Wallersee Nähe Salzburg. Alle Nachbarn hatten die verschmuste Samtpfote ins Herz geschlossen und gefüttert. Jetzt wäre es ihrem tierischen Freund um ein Haar an den Kragen gegangen. Die entsetzten Tierfreunde riefen sofort die „Assisi-Hof“ Tierrettung des Österreichischen Tierschutzvereins, die das Tier barg. Die tierärztliche Untersuchung ergab auf dem Röntgenbild etliche Schrotkugeln in Schwanz, Beinen und Bauch. Diese wurden in einer Notoperation sofort entfernt.

„Unserem Patienten geht es soweit gut. Ihm wurde Ruhe verordnet, damit die Verletzungen heilen können. Wir hoffen natürlich, dass Moritz, wie wir ihn nennen, bald wieder ganz gesund ist“, erzählt Tierpflegerin Sonja Trailovic. „Moritz ist sehr verschmust, daher suchen wir einen super Platz mit Freigang für ihn. Bei Interesse melden Sie sich bitte unter 0664/88 43 40 20.“

Leider werden immer wieder in ganz Österreich Katzen und Hunde Opfer von Tierhassern und Jägern. „Einem unschuldigen und wehrlosen Tier nach dem Leben zu trachten, ist das Letzte“, ist Janina Koster vom Österreichischen Tierschutzverein empört. „Für Hinweise, die zur Ergreifung des Tierquälers führen, setzen wir daher eine Belohnung in der Höhe von

€ 1000,00 aus. Bitte richten Sie Hinweise an die Polizeistation Henndorf unter 05/9133-5116.“

Rückfragehinweis:

Österreichischer Tierschutzverein
Janina Koster
koster@tierschutzverein.at
0664/ 84 68 247


Wien, 03.06.2013

Reißende Bestien mitten unter uns?
Mediale Überspitzung von Wildtiertötungen durch Hunde in der Kritik

„Trächtige Rehgeiß von streunenden Hunden gerissen“, „Streunende Hunde töteten Reh“, „Wildernder Hund riss Reh mitten im Ort“. So und ähnlich lauten viele Zeitungsmeldungen der letzten Wochen. Der Österreichische Tierschutzverein kritisiert nun die fehlende Verhältnismäßigkeit solcher Meldungen.

„35.865 Rehe fielen laut Statistik Austria im Jagdjahr 2011/2012 Verkehrsunfällen zum Opfer. Die Jäger selbst erschossen in diesem Zeitraum sogar 270.000 Rehe. Angesichts solcher Bilanzen sind die Opferzahlen von Hunden geradezu lächerlich“, hat Janina Koster vom Österreichischen Tierschutzverein wenig Verständnis für aufgebauschte Berichte. „Selbstverständlich ist es tragisch, wenn Hunde z.B. eine trächtige Rehgeiß töten, doch das ist der Lauf der Natur“, gibt Koster zu bedenken. „Rehe sind die klassische Beute von Wölfen und Bären. Durch ihren ausgezeichneten Geruchs- und Hörsinn und ihre flinken Beine sind diese Tiere bestens an die Flucht vor Fressfeinden angepasst. Aber manchmal wird eben doch eines erwischt.“

Die Jägerschaft nützt die wenigen Vorfälle als Rechtfertigung für den Abschuss meist völlig unschuldiger frei laufender Hunde und Katzen. Ein solcher ist nicht einmal meldepflichtig. „Haustierbesitzer bangen oft tage- und wochenlang, bis es zur traurigen Gewissheit wird, dass ihr Liebling nie wieder heimkehrt. Schätzungsweise werden in Österreich jährlich ca. 40.000 Katzen und 3000 – 4000 Hunde wegen angeblichen Wilderns erschossen“, kritisiert Koster. Die Zahlen wurden von einem deutschen Vergleichswert umgerechnet, wo die Jägerschaft eines Bundeslandes bis vor Kurzem freiwillig Angaben über die Zahl der getöteten Haustiere machte.

Dennoch appelliert der Österreichische Tierschutzverein an Hundehalter, mit ihren tierischen Begleitern gute Hundeschulen zu besuchen, um die Spürnasen anderweitig zu fordern und den Hund damit geistig auszulasten. „Denn selbstverständlich gilt unser Mitgefühl auch den Wildtieren“, so Koster abschließend.

Auch der Österreichische Tierschutzverein bietet seit vielen Jahren derartige Hundetrainings erfolgreich an.

Rückfragehinweis:

Österreichischer Tierschutzverein
Janina Koster – PR
0664/84 68 247
koster@tierschutzverein.at


Salzburg, 28.05.2013

Tierische Autostopperin? - Griechische Landschildkröte an Autobahn gefunden

„Hier kriecht eine Schildkröte an der Autobahn“, teilte der Anrufer der „Assisi-Hof“ Tierrettung des Österreichischen Tierschutzvereins gestern Abend mit. Tierfreunde hatten das Tier nahe der A1 auf Höhe Mondsee entdeckt und sofort um Hilfe gerufen. Die Tierrettung eilte daraufhin zur Fundstelle, um die Schildkröte, die sich in großer Gefahr befand, in Sicherheit zu bringen.

„Ihr dicker Panzer schützt die Schildkröte natürlich nicht vor Fahrzeugen. Auch für die Fahrzeuglenker ist es gefährlich, wenn ein Tier auf die Autobahn gelangt und einen Unfall auslöst“, weiß Tierretter Uwe Gottschalk vom Österreichischen Tierschutzverein. „Glücklicherweise traf ich rechtzeitig ein, sonst wäre sie vielleicht schon per Autostopp nach Griechenland unterwegs gewesen“, scherzt der Tierretter.

Ausreißerin unverletzt

Die tierärztliche Untersuchung ergab glücklicherweise, dass die Schildkröte unverletzt und auch ansonsten gesund ist. Ihr Alter dürfte bei ca. 30-40 Jahren liegen. Vermutlich ist das Tier aus einem Garten entwischt oder sogar ausgesetzt. Es ist offensichtlich an Menschen gewöhnt und genießt Streicheleinheiten am Kinn. „Wer sie vermisst, meldet sich bitte unter der Telefonnummer 0664/88 43 40 20“, so Gottschalk abschließend. Inzwischen genießt Mathilda, wie sie nun genannt wird, auf dem „Franz von Assisi-Hof VII“ in Frankenburg die Ruhe nach all den Aufregungen.

Der Österreichische Tierschutzverein

„Der Österreichische Tierschutzverein rettet Tierleben. Die Tiere werden auf den „Franz von Assisi-Höfen“ artgerecht untergebracht, medizinisch betreut und liebevoll gepflegt. Spendenkonto: PSK 93.115.500 BLZ 60.000

Weitere Informationen, Bilder & Videos finden Sie auf www.tierschutzverein.at!

Rückfragen:

Österreichischer Tierschutzverein
Janina Koster – Sprecherin
koster@tierschutzverein.at
0664/84 68 247


Salzburg, 24. Mai 2013

Tödliche Gefahr durch maroden Stacheldrahtzaun

Österreichischer Tierschutzverein kritisiert gesetzeswidrige Koppeleinzäunung

Am Donnerstagabend bat die Polizei die „Assisi-Hof“ Tierrettung des Österreichischen Tierschutzvereins erneut um Hilfe. Zwei Pferde waren im Bezirk Vöcklabruck von ihrer Koppel entkommen. Es bestand akute Gefahr, dass die Tiere einen schweren Verkehrsunfall verursachen.

Stacheldraht als Einzäunung

Bei Eintreffen der „Assisi-Hof“ Tierrettung, war bereits ein Unglück geschehen. Ein Pferd war gestürzt und hatte sich zwischen zwei Bäumen verkeilt. Bei seinen verzweifelten Versuchen, wieder aufzustehen, starb es an Entkräftung. Das zweite Pferd lief inzwischen aufgeregt im Wald auf und ab. „Sowohl für das Pferd, als auch für Autolenker kann ein Zusammenstoß tödlich enden“, weiß Janina Koster vom Österreichischen Tierschutzverein. „Unsere „Assisi-Hof“ Tierrettung und die Exekutive konnten dies glücklicherweise verhindern. Das Pferd ist nun wieder bei seinem Besitzer.“

Dieser muss jetzt mit einer Anzeige rechnen. „Die Einzäunung mit Stacheldraht ist tierschutzwidrig weil sie ein hohes Verletzungsrisiko für die Tiere bringt. Die fahrlässige Konstruktion konnte auch die Flucht der Pferde nicht verhindern, was eine Gefährdung der Allgemeinheit und den Tod eines Lebewesens mit sich brachte“ ist Koster empört.

Der Österreichische Tierschutzverein

„Der Österreichische Tierschutzverein rettet Tierleben. Die Tiere werden auf den „Franz von Assisi-Höfen“ artgerecht untergebracht, medizinisch betreut und liebevoll gepflegt. Bitte helfen Sie uns helfen!“, appelliert Koster abschließend. Spendenkonto: PSK 93.115.500 BLZ 60.000

Weitere Informationen, Bilder & Videos finden Sie auf www.tierschutzverein.at!

Rückfragen:

Österreichischer Tierschutzverein
Janina Koster – Pressesprecherin
koster@tierschutzverein.at
0664/84 68 247


Salzburg, 21.05.2013

Der Hund als natürlicher Feind des Kindes?
Österreichischer Tierschutzverein besorgt über unnötigen Konflikt

Beim Österreichischen Tierschutzverein gehen derzeit vermehrt Anrufe und E-Mails von besorgten Eltern und hundefeindlich eingestellten Menschen ein.

„Der Hund wird zur Bestie stilisiert. Horrormeldungen über gerissene Rehe und gebissene Kinder dominieren die Schlagzeilen“, ist Susanne Hemetsberger vom Österreichischen Tierschutzverein entsetzt. „Das ist natürlich Unsinn. Im öffentlichen Diskurs werden Hunde und Kinder häufig gegeneinander ausgespielt und ein scheinbar unlösbarer Konflikt zwischen Eltern und Hundehaltern heraufbeschworen. Dass es sich hierbei um keine „entweder-oder-Situation“ handelt, vergessen viele.“

Der Österreichische Tierschutzverein setzt sich für ein respektvolles Miteinander ein, damit Kinder und Hunde in Frieden leben können. Denn Kinder und Hunde harmonieren grundsätzlich sehr gut. Die zu diesem Zweck vom Österreichischen Tierschutzverein angebotene Therapiehundeausbildung findet großen Anklang.

Kürzlich bestanden auch die Salzburger Kindergärtnerin Angelina Gimmelsberger und ihr Hund Lennox die Prüfung. Lennox begleitet die Pädagogin seit seiner Welpenzeit regelmäßig in den Kindergarten und sowohl Kinder als auch Eltern sind davon begeistert. Gimmelsberger setzt bei der Arbeit auf tiergestützte Pädagogik und konnte damit auch schüchterne und ängstliche Kinder überzeugen. "Lennox wurde schnell zum Mitspieler, Verbündeten, Zuhörer, Freund und Herzenswesen", erzählt die Pädagogin.

Ihr und den anderen Therapiehunde-Teams ist es ein Anliegen, Kindern Respekt vor anderen Lebewesen und das nötige Wissen im Umgang mit Hunden mitzugeben. Genauso sei es aber wichtig, dass Eltern ihre Kinder weder in grundlose Panik vor Hunden versetzen, noch sie dazu ermutigen, fremde Hunde ohne Erlaubnis des Besitzers zu streicheln. „Vielleicht hat der Hund irgendwo Schmerzen und schnappt plötzlich zu, falls er unvermutet dort berührt wird“, fügt Hemetsberger abschließend hinzu.

Sie appelliert an alle Hundebesitzer, ihre Tiere in der Nähe von Kinderspielplätzen oder von Familien stark frequentierten Parks an der Leine zu führen.

Mehr Informationen, Bilder & Videos finden Sie auf www.tierschutzverein.at!

Rückfragehinweis:

Österreichischer Tierschutzverein
Susanne Hemetsberger
Geschäftsführung
0662/84 32 55-14
hemetsberger@tierschutzverein.at


An das
Bundesministerium f. Land- u. Forstwirtschaft, Umwelt u. Wasserwirtschaft
zH. Herrn Bundesminister DI Nikolaus Berlakovich
Stubenring 1
1010 Wien

per E-Mail: service@lebensministerium.at

Wien, 8. Mai 2013

OFFENER BRIEF

Sehr geehrter Herr Bundesminister Berlakovich,

ich gehe davon aus, dass man Ihren abenteuerlichen Auftritt in Brüssel samt der Weigerung, gegen ein Verbot von drei Pflanzenschutzmitteln zugunsten der Bienen zu stimmen, nicht damit erklären kann, dass Sie in Ihrer Jugend in einen Bienenschwarm geraten sind. Auch kann ich zu Recht annehmen, dass Sie Ihre eigenen Studien, die den Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Giften und dem Bienensterben beweisen, kennen. Dennoch stimmten Sie in Brüssel gegen ein Pestizid-Verbot und wollten im Anschluss der Öffentlichkeit weismachen, dass kein Zusammenhang zwischen den Neonicotinoiden und dem Sterben ganzer Bienenvölker bestehe.

Nur ein Masochist würde es vorsätzlich in Kauf nehmen, durch derart haarsträubendes Agieren seinen eigenen Ruf in der Öffentlichkeit langfristig zu demolieren und sich fortan als inkompetent abstempeln lassen zu müssen. Wenn  Sie als Bundesminister – obwohl Sie sicherlich kein Masochist sind - trotzdem jede Gelegenheit nutzen, in ein Fettnäpfchen zu treten, dann müssen Sie jemanden im Nacken sitzen haben, den man nicht zum Feind haben möchte. Als Umweltminister haben Sie sich diesmal in Geiselhaft der Agrarlobby nehmen lassen. Am Beispiel der Bienen wird auch ein Systemfehler offensichtlich, der dringend repariert gehört: Umweltschutz und Landwirtschaft müssen dringend voneinander getrennt werden. Auch der Deckname „Lebensministerium“ kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Interessen von Umweltschutz und Landwirtschaft nicht unter einen Hut passen.

Eine Umweltpolitik, die Ihnen von Pestizidherstellern und Bauernkammer vorgeschrieben wird, führt mit Sicherheit in eine Sackgasse – für Sie als Person und auch in der Sache selbst, weil vernünftige Sachentscheidungen ausgeschlossen werden. Ihr Ansatz, Pflanzengifte erst dann zu verbieten, wenn deren Gefährlichkeit nachgewiesen wird, ist nicht nur unverständlich, sondern auch unlogisch. Als Umweltminister hätten Sie exakt den seitenverkehrten Weg beschreiten müssen: nämlich Pflanzengifte erst zu erlauben, wenn deren Ungefährlichkeit wissenschaftlich festgestellt ist. Leider dreht sich die Politik nach dem Wind – und kann somit wenig bewegen. Die Kehrtwende Ihrer Partei, die erst kam, als die öffentliche Empörung zu groß wurde, zeigt, dass so lange ohne Vernunft und Logik gehandelt wird, bis sich der eingeschlagene Weg der Bevölkerung nicht mehr „verkaufen“ lässt – was für ein politisches Armutszeugnis! 

Ihre Herangehensweise kann unmöglich Ihre eigene Überzeugung sein. Ein Umweltminister, der ein Bienensterben in Kauf nimmt, nur um diverse Interessensvertretungen nicht zu vergrämen, ist wie ein Staatsanwalt, der klaut. Und somit untragbar.

Insofern fordert Österreichs größte Interessensvertretung für Tiere Ihren Rücktritt. Nicht nur, um Umwelt und Tiere vor Ihnen zu schützen, sondern auch zu Ihrem Selbstschutz: abgesehen davon, dass es Ihnen unter diesen Umständen keinen Spaß machen kann, einen Bundesminister zu spielen, gefährden Sie mit Ihrem Job auch Ihre Gesundheit. Jemand, der ständig gegen seine eigene Überzeugung handeln und als Marionette abwechselnd für Bauern oder Industrie herhalten muss, nur um Macht und Amt zu erhalten, tut sich selber nichts Gutes. Und ist außerhalb der Politik sicher besser aufgehoben.

Mag. Christian Hölzl
Sprecher des Österreichischen Tierschutzvereins


Salzburg, 07.05.2013

Schwerer Autounfall: Österreichischer Tierschutzverein bittet um Unterstützung!

Am Wochenende erlitt die Hundetrainerin des Österreichischen Tierschutzvereins auf dem Weg zum Trainingsplatz bei Mondsee schuldlos einen schweren Verkehrsunfall. „Sie wurde durch einen rechtskommenden wartepflichtigen Fahrer von der Mondseer Landesstraße abgedrängt und überschlug sich in der Folge mehrfach in der Wiese. Glücklicherweise waren keine Tiere an Bord und auch unsere Mitarbeiterin ist bis auf einige Prellungen wohlauf“, weiß Janina Koster, Sprecherin des Vereins. „Leider ist das Fahrzeug jedoch ein Totalschaden.“

Der Österreichische Tierschutzverein bittet nun die Bevölkerung um Mithilfe, denn ein Ersatzfahrzeug wird dringend benötigt. „Wer von einem kostengünstigen Kombi-Kraftwagen weiß oder einen zum Verkauf anbietet, soll sich bitte unter 0662/84 32 55 melden“, appelliert Koster abschließend.

Der Österreichische Tierschutzverein

Der Österreichische Tierschutzverein ist eine der größten Einrichtungen für den Schutz und die Hilfe für Tiere im Bundesgebiet. Er betreibt nach dem Schutzheiligen benannte „Franz von Assisi-Höfe“, wo ausgesetzte, verletzte und gequälte Tiere ein sicheres Zuhause finden und eine 24h einsatzbereite Tierrettung sowie den „Tierfriedhof Waldesruh“ vor den Toren Wiens. Spendenkonto: PSK 93.115.500 BLZ 60.000

Weitere Informationen, Bilder & Videos finden Sie auf www.tierschutzverein.at!

Rückfragen:

Österreichischer Tierschutzverein
Janina Koster – Sprecherin
koster@tierschutzverein.at
0662/843255-20


Salzburg, 2. Mai 2013

11 einst verwahrloste Hunde suchen Zuhause

Wie berichtet, waren Anfang März in Seekirchen 11 Hunde auf Anordnung des Amtstierarztes beschlagnahmt worden. „Die Hunde fristeten im eigenen Kot völlig verfilzt und verdreckt ein trauriges Dasein und vermehrten sich unkontrolliert“, schildert Janina Koster vom Österreichischen Tierschutzverein die verheerenden Zustände damals.

Die Mischlinge wurden inzwischen auf dem „Assisi-Hof III“ bei Mondsee aufgepäppelt und geschoren. „Unsere Tierpfleger und Hundetrainer haben viel mit ihnen gearbeitet, jedoch sind die Vierbeiner noch immer ängstlich und verstört, aber nicht aggressiv“, so Koster weiter.

Wenn die Halterin innerhalb einer Frist von 60 Tagen für akzeptable Bedingungen sorgt,  sieht das Gesetz eine Rückgabe der Hunde vor. „Die Dame ist jedoch sowohl psychisch als auch physisch schwer krank. Obwohl sie sich immer wieder nach den Hunden erkundigt hat, ist die Dame unserer Ansicht nach nicht in der Lage, die Hunde zu versorgen.“ Nach Ablauf der Frist sind die Vierbeiner nun in den Besitz des Österreichischen Tierschutzvereins übergegangen und suchen gute Plätze bei geduldigen und liebevollen Menschen. Sie sind geimpft, gechippt und kastriert. Weitere Informationen zur Vergabe erhalten Sie unter 0664/22 10 717. Ihre Spende finanziert die Pflege und Betreuung dieser armen Geschöpfe. PSK-Konto 90.012.022, BLZ 60.000

Der Österreichische Tierschutzverein

Der Österreichische Tierschutzverein ist eine der größten Einrichtungen für den Schutz und die Hilfe für Tiere im Bundesgebiet. Er betreibt nach dem Schutzheiligen benannte „Franz von Assisi-Höfe“, wo ausgesetzte, verletzte und gequälte Tiere ein sicheres Zuhause finden sowie den „Tierfriedhof Waldesruh“ vor den Toren Wiens.

Weitere Informationen, Bilder & Videos finden Sie auf www.tierschutzverein.at!

Rückfragen:

Österreichischer Tierschutzverein
Janina Koster – Leiterin PR
koster@tierschutzverein.at
0662/843255-20


Wien, 25. April 2013

TEAM STRONACH FÜR TIERFREUNDE NICHT WÄHLBAR

Frank Stronach, der offenbar auch unter Tierfreunden nach Wählerstimmen angeln wollte, hat sich ein festes Eigentor geschossen. Abgesehen davon, dass Stronach Pferderennen veranstaltet, was an sich schon tierquälerisch ist, hat er sich ausgerechnet mit Michael Aufhauser von Gut Aiderbichl ins Bett gelegt. Einem Mann, der mit seinem „Hollywood-Tierschutz“  dem echten Tierschutz massiv schadet, da er ein Bild suggeriert, dass im Tierschutz Millionen fließen und er so den Tierschutz in ein völlig falsches Licht rückt.

Obwohl es sehr wünschenswert wäre, dass endlich jemand die versteinerten Strukturen der österreichischen Politik aufbricht, ist Frank Stronach für Tierfreunde nicht wählbar. Das offenbart sich nicht zuletzt auch beim Thema „Jagd“:

Die Initiative des Österreichischen Tierschutzvereins für die gesetzliche Verankerung eines Alkoholverbots bei der Jagdausübung wird vom Team Stronach – trotz der drastischen Anhäufung von Jagdunfällen in den vergangenen Monaten - nicht unterstützt. Obwohl die traurige Serie von Vorfällen mittlerweile ein Todesopfer forderte, als ein alkoholisierter Jäger einen 21-jährigen Niederösterreicher mit einem Wildschwein verwechselte, will das Team Stronach immer noch auf die „Selbstbestimmung eines jeden Menschen“ setzen. Die von Stronach geforderte Eindämmung von Gesetzen und Verordnungen muss spätestens dann an ihre Grenzen stoßen, wenn es darum geht, Tiere und in weiterer Folge auch Menschen vor betrunkenen Jägern zu schützen.

Sieht sich ein alkoholisierter Jäger erst mit staatlichen Sanktionen konfrontiert, wenn es zu einem Unfall gekommen ist, ist es für das Opfer freilich viel zu spät. Alleine die – vom Team Stronach abgelehnte - gesetzliche Verankerung der Null-Promille-Grenze für die Jagd kann zu einem – wenn auch erzwungenen – Bewusstseinswandel im Umgang mit Alkohol bei der Jagd führen. Im Gegensatz zu Stronach ist der Österreichische Tierschutzverein der Meinung,  dass Verbote selbstverständlich auch dann sinnvoll sind, wenn diese nicht lückenlos kontrolliert werden können. So war auch die Einführung einer Promille-Grenze im Straßenverkehr zum Schutz der Allgemeinheit vor betrunkenen Autofahrern eine Erfolgsgeschichte.

Rückfragehinweis:

Österreichischer Tierschutzverein
Susanne Hemetsberger
Geschäftsführerin
Tel. 0662 / 84 32 55-14
www.tierschutzverein.at


Wien, 23.04.2013

Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche: Österreichischer Tierschutzverein ruft Tierfreunde zur Aktion

Anlässlich des internationalen Tages zur Abschaffung von Tierversuchen möchte der Österreichische Tierschutzverein auf folgenden Missstand aufmerksam machen:

Bereits 1996 gab es ein Volksbegehren zur Aufnahme des Tierschutzes in die Verfassung. Knappe 500.000 Tierfreunde unterzeichneten. 2004 stimmten alle Parteien für den Antrag, den Tierschutz als Staatsziel in die Verfassung aufzunehmen. Seit Oktober 2012 gibt es einen Unterausschuss, der dieses Ziel verwirklichen soll. Geschehen ist bisher leider nichts.

Solange die Freiheit der Wissenschaft in der Österreichischen Verfassung verankert ist, der Tierschutz jedoch nicht, wird das Leid der Tiere nicht enden.

Beinahe alle österreichischen Tierschutzvereine setzen sich auf der Internetseite www.tierschutz-in-die-verfassung.at dafür ein, jetzt, noch vor der Sommerpause des Parlaments und dem herbstlichen Wahlkampf, dieses wichtige Ziel zu verwirklichen. Der Österreichische Tierschutzverein appelliert an alle Tierfreunde: Bitte unterschreiben auch Sie die Petition und verschicken Sie Proteste an die zuständigen Politiker.

Der Österreichische Tierschutzverein

Der Österreichische Tierschutzverein ist eine der größten Einrichtungen für den Schutz und die Hilfe für Tiere im Bundesgebiet. Er betreibt nach dem Schutzheiligen benannte „Franz von Assisi-Höfe“, wo ausgesetzte, verletzte und gequälte Tiere ein sicheres Zuhause finden, sowie den „Tierfriedhof Waldesruh“ vor den Toren Wiens.

Spendenkonto: PSK 93.115.500 BLZ 60.000

Weitere Informationen, Bilder & Videos finden Sie auf www.tierschutzverein.at!

Rückfragen:

Österreichischer Tierschutzverein
Janina Koster – Sprecherin
koster@tierschutzverein.at
0664/84 68 247


Salzburg, 15.04.2013

"Assisi-Hof“ – Tierrettung auch um 3 Uhr morgens zur Stelle

In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde die „Assisi-Hof“ – Tierrettung  von der Autobahnpolizei Anif zu Hilfe gerufen. Ein verwirrt wirkender Lenker hatte mit seinem Auto die Leitschiene touchiert und wurde von den Einsatzkräften in Gewahrsam genommen. Allerdings musste auch der 60 Kilo schwere Rottweiler des Lenkers versorgt werden.  „Die verunsicherte Hündin ließ sich von unserem erfahrenen Mitarbeiter ohne Probleme verladen und auf den „Franz von Assisi-Hof III“ bei Mondsee bringen“, schildert Janina Koster vom Österreichischen Tierschutzverein die Sachlage.  Dort wartet sie nun in der Gesellschaft von friedlichen Artgenossen, bis ihr Herrchen sie wieder abholen kann. „Wir sind über die gute Zusammenarbeit mit den Behörden sehr froh“, stellt Koster abschließend fest. „Davon profitieren Tiere und Menschen tagtäglich“.

Der Österreichische Tierschutzverein

Der Österreichische Tierschutzverein ist eine der größten Einrichtungen für den Schutz und die Hilfe für Tiere im Bundesgebiet. Er betreibt nach dem Schutzheiligen benannte „Franz von Assisi-Höfe“, wo ausgesetzte, verletzte und gequälte Tiere ein sicheres Zuhause finden, sowie den „Tierfriedhof Waldesruh“ vor den Toren Wiens.

Spendenkonto: PSK 93.115.500, BLZ 60.000

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Österreichischer Tierschutzverein
Janina Koster – Sprecherin
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Salzburg, 12. April 2013

Welpe aus Animal-Hoarding Fall wurde zurückgegeben

Das Schicksal scheint es nicht gut mit dem kleinen Welpen zu meinen. Mitten in Dreck und Chaos geboren, lebten er und seine Schwester mit 9 erwachsenen Hunden auf engstem Raum. Nie sah er das Tageslicht, geschweige denn eine saftige Wiese. Als er und die anderen vom Österreichischen Tierschutzverein aus der schrecklichen Tierhortung gerettet wurden, wendete sich erstmals sein Schicksal. In mühevoller Arbeit gewöhnte die Hundetrainerin des Österreichischen Tierschutzvereins die beiden Welpen an Frischluft bis sie schließlich stubenrein und angstfrei waren.

Strolchi, der männliche der beiden Welpen wurde kurz darauf ebenso wie seine Schwester Susi an freundliche Menschen als Pflegeplatz vermittelt. Offenbar wurde jedoch völlig unterschätzt, dass ein Welpe kein Stofftier ist und viel Aufmerksamkeit braucht, auch wenn er stubenrein ist. Weil er zu lebhaft war, wurde der Welpe nun zurück gebracht. Die behördliche Frist, innerhalb derer die beschlagnahmten Hunde noch ihrer Halterin gehören, ist noch nicht abgelaufen. Bis dahin kann Strolchi nur zur Pflege vermittelt werden. Sobald der Österreichische Tierschutzverein von der Behörde die Hunde übertragen bekommt, spricht nichts dagegen, den Welpen seinen Pflegeeltern ganz zu überlassen. Wer hat ein Herz für den kleinen Kerl? Informationen erhalten Sie unter 0664/22 10 717.

Der Österreichische Tierschutzverein

Der Österreichische Tierschutzverein ist eine der größten Einrichtungen für den Schutz und die Hilfe für Tiere im Bundesgebiet. Er betreibt nach dem Schutzheiligen benannte „Franz von Assisi-Höfe“, wo ausgesetzte, verletzte und gequälte Tiere ein sicheres Zuhause finden sowie den „Tierfriedhof Waldesruh“ vor den Toren Wiens. Spendenkonto: PSK 90 012 022.

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Janina Koster – Sprecherin
koster@tierschutzverein.at
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Salzburg, 10.04.2013

Österreichischer Tierschutzverein rettet vernachlässigten Welpen

Ein Tier ist kein Spielzeug. Diese Einsicht ist leider jedoch nicht selbstverständlich. Erst vor wenigen Tagen schritt der Österreichische Tierschutzverein erneut in einem Fall von schlechter Haltung ein.

Eine Familie hatte als Beschäftigung für ihren kleinen Sohn einen Mischlingswelpen angeschafft, sich aber nicht weiter um den Hund gekümmert. Die Hündin „Lotta“ durfte nicht in den Wohnräumen schlafen und wenn sie nachts aus Einsamkeit winselte, bekam sie Prügel. „Als Lotta zu uns kam, war sie so verängstigt, dass sie zwickte, wenn man sie streichelte. Liebevolle Behandlung kannte sie nicht. Ihre herausstehenden Rippen weisen auch darauf hin, dass sie zu wenig Futter bekam“, schildert Janina Koster vom Österreichischen Tierschutzverein die Situation. „Eine Bekannte der Familie meldete uns die Missstände. Im Gespräch erklärte sich die Familie bereit, „Lotta“ in unsere Obhut zu geben“. Nun ist die elf Monate alte Hündin auf dem „Assisi-Hof III“ bei Mondsee und lernt dort erstmals ein richtiges Hundeleben kennen.

Der Österreichische Tierschutzverein

Der Österreichische Tierschutzverein ist eine der größten Einrichtungen für den Schutz und die Hilfe für Tiere im Bundesgebiet. Er betreibt nach dem Schutzheiligen benannte „Franz von Assisi-Höfe“, wo ausgesetzte, verletzte und gequälte Tiere ein sicheres Zuhause finden, sowie den „Tierfriedhof Waldesruh“ vor den Toren Wiens. Spendenkonto: PSK 90 012 022.

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Salzburg, 09.04.2013

Österreichischer Tierschutzverein päppelt Feldhasenbaby auf

Auf dem „Assisi-Hof III“ des Österreichischen Tierschutzvereins bei Mondsee befindet sich seit gestern ein besonderer Schützling: ein ganz junger Feldhase. Bekanntlich haben es Angehörige seiner Art derzeit nicht leicht. Die Intensivierung der Landwirtschaft überlässt ihnen immer weniger Lebensraum, der Straßenverkehr fordert viele Opfer und der lange Winter zehrt an ihren Kräften.

So erging es wohl auch dem jüngsten Bewohner der „Franz von Assisi-Höfe“. Der ca. 10 Tage alte Hase war von tierlieben Kindern zusammengekauert und völlig durchnässt am Feldrand entdeckt worden. „Die Kinder haben erst brav abgewartet, ob die Mutter auch wirklich nicht zurück kommt“, lobt Janina Koster vom Österreichischen Tierschutzverein die kleinen Tierfreunde. „Zum Glück ist der kleine Hase unverletzt, wenn auch etwas unterernährt.“ Meister Lampe wird nun von seiner Tierpflegerin alle zwei Stunden mit spezieller Milch liebevoll aufgepäppelt. Auch nachts muss dieser Rhythmus eingehalten werden, soll das Jungtier an Kräften zulegen. Oft nützt alle Mühe nichts, wenn die Tierkinder die Nahrung nicht annehmen. „Glücklicherweise frisst der Kleine aber fleißig. In ca. 3-4 Wochen wird er dann auf seine Auswilderung vorbereitet“, so Koster abschließend.

Der Österreichische Tierschutzverein

Der Österreichische Tierschutzverein ist eine der größten Einrichtungen für den Schutz und die Hilfe für Tiere im Bundesgebiet. Er betreibt nach dem Schutzheiligen benannte „Franz von Assisi-Höfe“, wo ausgesetzte, verletzte und gequälte Tiere ein sicheres Zuhause finden sowie den „Tierfriedhof Waldesruh“ vor den Toren Wiens. Spendenkonto: PSK 90 012 022

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Österreichischer Tierschutzverein
Janina Koster – Sprecherin
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Wien, 02.04.2013

Ehrengrab für den verunglückten Polizeihund „Dasty“ am Tierfriedhof „Waldesruh“

Der sechsjährige Polizeihund „Dasty“ war mit seinem Diensthundeführer am Samstagabend auf Einbrecherjagd, als das Unglück geschah. Die beiden waren in der Nähe von Münzbach im Bezirk Perg zu einem Firmengebäude gerufen worden. „Dasty“ nahm die Verfolgung auf, doch dann stürzte er vom Dach des Firmengebäudes sieben Meter in die Tiefe. Er erlag noch an Ort und Stelle seinen schweren Verletzungen.

Der Österreichische Tierschutzverein bietet nun ein Ehrengrab für „Dasty“ auf seinem Tierfriedhof „Waldesruh“ vor den Toren Wiens. Die Geschäftsführerin Susanne Hemetsberger ist der Überzeugung, dass der tapfere und bedingungslose Einsatz von „Dasty“ gewürdigt werden muss.

„Jeder Tierfreund weiß, wie schwer der Verlust eines geliebten tierischen Freundes ist. Ein Grab spendet Trost und bietet einen Ort der Erinnerung“, weiß Hemetsberger. „Wir freuen uns, dass wir in diesem traurigen Moment helfen können, Dasty´s Andenken zu bewahren“.

Rückfragehinweis:

Österreichischer Tierschutzverein
Susanne Hemetsberger
Geschäftsführerin
Tel. 0664 / 4127388
www.wienertierfriedhof.at
www.tierschutzverein.at


Wien, 25.03.2013

Zum Wohl von Mensch und Tier: Kooperation zwischen Österreichischem Tierschutzverein und Caritas

Es war das erste Projekt seiner Art als es 2003 verwirklicht wurde. Nach einigen Jahren, wo aufgrund der speziellen Geschichte der wechselnden menschlichen Bewohner keine Tiere dort betreut werden konnten, gibt es wieder tierische Bewohner auf dem Moserhof der Caritas in Waldkirchen an der Weser (OÖ). „Das einzigartige an dieser Kooperation ist, dass Menschen mit besonderen Bedürfnissen die Pflege und Betreuung ausgesetzter und vernachlässigter Tiere übernehmen“, erklärt Janina Koster vom Österreichischen Tierschutzverein das Projekt.

Die vielen positiven Effekte der Tiere auf die Menschen sind seit langem bekannt. „Es stärkt das Selbstwertgefühl und das Verantwortungsbewusstsein, Tiere zu versorgen. Vertrauen und Nähe kommen zwischen Mensch und Tier leichter zustande“, ist Koster überzeugt. So treffen Menschen mit teilweise schwerem Schicksal mit ebensolchen Tieren zusammen, zu beiderseitigem Wohl.

Der Österreichische Tierschutzverein errichtete damals einen großen Stall für Zwergziegen, Hasen, Hühner und Enten und kommt seither für deren Futter- und Tierarztkosten auf. In diesem Rahmen der damals erfolgten, feierlichen Eröffnung, wurde die Anlage zum „Franz von Assisi-Hof IV“ ernannt. „Bei der Auswahl der Tiere wurde besonderes Augenmerk auf die Bedürfnisse der betreuten Menschen gelegt, sodass die Verletzungsgefahr so gering wie möglich ist. Aktuell leben die zwei Zwergziegen „Pezi“ und „Gusti“, sowie einige Enten auf dem Areal“, erklärt Koster.

Die Erfolge sprechen für sich: einige der Caritas-Klienten gingen erstmals durch den Kontakt zu den Tieren aus sich heraus und begannen wieder zu sprechen oder nehmen wieder deutlich bewusster und freudiger am Leben teil. Es ist dem Österreichischen Tierschutzverein ein Anliegen, aufzuzeigen, dass Hilfsprojekte für Tiere Menschen nicht ausschließen müssen. „Wir bitten für diese außergewöhnliche Partnerschaft um Spenden und bedanken uns herzlich im Namen der Menschen und der Tiere!“ so Koster abschließend.

Weitere Informationen, sowie Fotos und Videos finden Sie unter www.tierschutzverein.at

Rückfragen:

Österreichischer Tierschutzverein
Janina Koster
0664/84 68 247
koster@tierschutzverein.at


Salzburg, 18.03.2013

Frohe Ostern auch für die Tiere? Österreichischer Tierschutzverein gibt Tipps

Kaum ein Fest wird so stark mit Tieren assoziiert, wie Ostern. Da gibt es Osterhasen, Ostereier, den berühmten Osterschinken und natürlich auch das Lamm, sei es aus Kuchen oder ein echtes.

Der Österreichische Tierschutzverein appelliert an die Konsumenten, beim Einkauf für das Osteressen auf eine artgerechte Tierhaltung zu achten. Das Osterfest war früher einer der wenigen Anlässe, an denen es genug Fleisch für alle zu essen gab. Da Fleisch heute sehr billig produziert wird, ist die Wertschätzung dafür leider gesunken und viel Fleisch landet, noch verpackt, im Müll. Daher bitten wir darum, bewusst einzukaufen und sich für Biofleisch von möglichst artgerecht gehaltenen Tieren zu entscheiden!

Beim Kauf von gekochten und gefärbten Eiern heißt es Achtung! Es gibt keine Kennzeichnungspflicht für sie. Vielleicht kaufen Sie also ein ausländisches Produkt mit schlechteren Tierschutzstandards, welches in Österreich nur verarbeitet wurde. Bitte unterstützen Sie heimische Eierbauern mit dem Kauf von Spitzenprodukten aus Freiland- und Biohaltung. 

Die vielerorts ausgestellten Kaninchen und Meerschweinchen wecken in vielen Kindern den Wunsch nach einem eigenen Haustier. Kinder sehnen sich nach der Natur und Tieren und diese wirken sich eindeutig positiv auf ihre Entwicklung aus. Tiere sind jedoch keine Geschenke und Spielzeuge, sondern fühlende Lebewesen mit Bedürfnissen. Die ganze Familie sollte mit der Anschaffung einverstanden sein, es sollten keine Allergien vorliegen und die Verantwortung muss jedem Familienmitglied bewusst sein. Kaninchen und Meerschweinchen sollten nur mit Artgenossen gehalten werden, die Arten verstehen sich nicht gut. Beide sind jedoch von ihrer Natur aus Fluchttiere und daher scheu und wenig zutraulich. Das kann sich zwar bessern, doch auch Kinder müssen dafür Verständnis zeigen.

Der Österreichische Tierschutzverein

Der Österreichische Tierschutzverein ist eine der größten Einrichtungen für den Schutz und die Hilfe für Tiere im Bundesgebiet. Er betreibt nach dem Schutzheiligen benannte „Franz von Assisi-Höfe“, wo ausgesetzte, verletzte und gequälte Tiere ein sicheres Zuhause finden sowie den „Tierfriedhof Waldesruh“ vor den Toren Wiens.

Weitere Informationen, Bilder & Videos finden Sie auf www.tierschutzverein.at!

Rückfragehinweis:

Österreichischer Tierschutzverein
Janina Koster
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Salzburg, 15.03.2013

Welpen aus Animal- Hoarding Fall suchen Zuhause!

Ihre Bilder wühlten die Menschen auf. Elf verstörte  Hunde, eng zusammen gekauert in der einer völlig verdreckten Wohnung. Doch trotz ihrer tierquälerischen Haltung entwickeln sich die vom Österreichischen Tierschutzverein geretteten Hunde gut. Die beiden ca. sechs Wochen alten Mischlings-Welpen, „Susi“ und „Strolch“ wurden gleich zu Beginn von der Mutter getrennt, damit sie nicht das Verhalten der erwachsenen Hunde annehmen. „Das klingt hart und wird grundsätzlich  vom Tierschutzgesetz verboten. Für Fälle wie diese, wo die Trennung für eine normale Entwicklung aber unerlässlich ist, gibt es jedoch Ausnahmen“, erklärt Janina Koster vom Österreichischen Tierschutzverein die Maßnahme.

Mit viel Liebe und Geduld bemühte sich die zuständige Tierpflegerin, den Kleinen die Angst vorm Freien zu nehmen. „Inzwischen toben die beiden angstfrei über das Areal des „Franz von Assisi-Hofes III“ bei Mondsee und sind bereits stubenrein. Das ist ein sehr großer Erfolg, wenn man bedenkt, dass sie bisher im eigenen Kot schlafen und fressen  mussten“, freut sich Koster.

Nun suchen „Susi“ und „Strolch“ ein neues, liebevolles Zuhause. „Sie sind jetzt in der Prägungsphase, wo sie sich besonders eng an ihre neue Familie binden. Da sie aber noch sehr jung sind, sollten die zukünftigen Besitzer jedoch viel Zeit aufbringen können“, so Koster weiter. Ideal wäre für die beiden ein gemeinsamer Platz, das ist jedoch keine Voraussetzung. Die Welpen werden geimpft und gechippt vergeben, aber nur zum gleichen Zeitpunkt, da es für den zurückbleibenden Welpen ansonsten zu einsam wird. Wer sich für die beiden interessiert, meldet sich bitte unter 0664/22 10 717.

Der Österreichische Tierschutzverein

Der Österreichische Tierschutzverein ist eine der größten Einrichtungen für den Schutz und die Hilfe für Tiere im Bundesgebiet. Er betreibt nach dem Schutzheiligen benannte „Franz von Assisi-Höfe“, wo ausgesetzte, verletzte und gequälte Tiere ein sicheres Zuhause finden sowie den „Tierfriedhof Waldesruh“ vor den Toren Wiens.

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Österreichischer Tierschutzverein
Janina Koster – Sprecherin
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Salzburg, 14.03.2013

Schutzheiliger der Tiere als päpstlicher Namensgeber: Österreichischer Tierschutzverein begrüßt Entscheidung

Über lange Zeit betrachtete die katholische Kirche den Menschen als Krone der Schöpfung, der sich die Tiere Untertan machen sollte, anstatt Verantwortung und Fürsorge für sie zu übernehmen. Im Sinne der Tiere hofft der Österreichische Tierschutzverein, dass der neue Papst mit der Wahl des Namens Franziskus eine Wende beabsichtigt. Schließlich wurde Franz von Assisi, der Schutzheilige der Tiere nie zuvor in der Geschichte der Kirche als Namensgeber eines Papstes erwählt. Unter dem Namen des Heiligen betreibt der Österreichische Tierschutzverein seit vielen Jahren seine Gnadenhöfe als „Assisi-Höfe“. Unzählige Haus- und Wildtiere in Not wurden auf den im ganzen Bundesgebiet verteilten, umstrukturierten Bauernhöfen, bereits liebevoll gesund gepflegt, an große Tierfreunde vermittelt, wieder ausgewildert oder verbrachten dort ihren Lebensabend.

Rückfragehinweis:

Österreichischer Tierschutzverein
Janina Koster - Public Relations
Mobil: 0664/84 68 247
E-Mail: koster@tierschutzverein.at
www.tierschutzverein.at


Salzburg, 11.03.2013

Vom Tierschutzfall zum Therapiehund: Österreichischer Tierschutzverein bildet ungewollten Hund aus

Als der Labradorrüde Barry auf dem „Franz von Assisi-Hof II“ im niederösterreichischen St. Georgen abgegeben wurde, weil er nicht allein sein konnte und das Inventar zerbiss, dachte wohl keiner, dass aus Barry einmal ein Star werden würde. Doch der Salzburger Pädagoge Christian Huber, der an einer Salzburger Schule für „schwierige“ Kinder unterrichtet, hatte eine Idee und kontaktierte den Österreichischen Tierschutzverein auf der Suche nach einem geeigneten Hund für seine Idee.

Und so wurde eine fantastische Kooperation geboren: Beim Österreichischen Tierschutzverein wurde Barry kostenlos zum Therapiehund ausgebildet und dieser übernahm auch die OP-Kosten für einen Kreuzbandriss. „Jeder Hund, unabhängig von der Rasse, eignet sich zum Therapiehund“, weiß die Hundetrainerin Sonja Trailovic vom Österreichischen Tierschutzverein. „Wichtig ist nur, dass er gutmütig und freundlich ist“.

Mit der bestandenen Prüfung darf der Vierbeiner nun sein Herrchen in die Arbeit begleiten und sorgt dort für ein deutlich verbessertes Klima: „Früher kam es schon mal vor, dass ein Fenster kaputtging, doch seit Barry mich begleitet, sind die Kinder auch untereinander viel rücksichtsvoller“, schildert Christian Huber die Erfolge. Dank seinem typischen Hunde-Gespür für menschliche Emotionen weiß Barry genau, welches Kind gerade sehr aufgewühlt ist und legt sich ihm zu Füßen. Das Streicheln des Hundes senkt den Puls und wirkt beruhigend. Auch die Eltern sind von den großen Fortschritten dank der tiergestützten Therapie begeistert.

Für Projekte wie diese bittet der Österreichische Tierschutzverein um Spenden auf das PSK-Konto 93.215.400, BLZ 60000

Rückfragehinweis:

Österreichischer Tierschutzverein
Janina Koster - Public Relations
Mobil: 0664/84 68 247
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Wien, 06.03.2013

Vor Nervenzusammenbruch: Österreichischer Tierschutzverein übernimmt Hund von überforderter Fünffach-Mutter

Der Österreichische Tierschutzverein hilft nicht nur Tieren, sondern immer wieder auch Menschen. Denn hinter vielen Tierschicksalen stehen auch menschliche Notfälle. So wurde kürzlich auf Bitten einer Familienbetreuerin der Caritas ein Hund auf einem „Franz von Assisi-Hof“ aufgenommen.

Benji, ein junger Mischlingsrüde lebte mit einer siebenköpfigen Familie zusammen und war den fünf Kindern bester Freund und Spielgefährte. „Die Mutter war durch die Betreuung der fünf Kinder jedoch überfordert und konnte sich nicht auch noch um Benji kümmern“, erläutert Janina Koster vom Österreichischen Tierschutzverein die Situation. „Die Familie war kürzlich umgezogen. Auf die Veränderung und den Stress durch den Umzug reagierte Benji damit, Möbel und Gegenstände zu zerbeißen.“ Die Betreuerin der Familie erkannte den nahenden Nervenzusammenbruch der Mutter und fragte nach, ob der kinderfreundliche Familienhund auf einem „Assisi-Hof“ vielleicht einen Platz bekäme. „Der Österreichische Tierschutzverein zögerte nicht und nahm den freundlichen Hund gerne auf“, so Koster weiter.

Sie appelliert jedoch an Hundefreunde: „Überlegen Sie sich gut, ob ein Hund in Ihrem Leben genug Raum hat. Dass dies z.B.  in einer siebenköpfigen Familie eher nicht der Fall ist, sollte den Leuten vorher klar sein.“ Benji ist 3,5 Jahre alt, gesund und versteht sich gut mit Katzen und Kindern. Er freut sich sehr auf einen liebevollen Platz, wo auch auf seine Bedürfnisse eingegangen wird. „Wenn Sie Benji gerne kennenlernen möchten, wenden Sie sich bitte an die Hofleiterin Frau Riegler unter 0664/8468246“, informiert Koster abschließend.

Der Österreichische Tierschutzverein

Der Österreichische Tierschutzverein ist eine der größten Einrichtungen für den Schutz und die Hilfe für Tiere im Bundesgebiet. Er betreibt nach dem Schutzheiligen benannte „Franz von Assisi-Höfe“, wo ausgesetzte, verletzte und gequälte Tiere ein sicheres Zuhause finden sowie den „Tierfriedhof Waldesruh“ vor den Toren Wiens.

Weitere Informationen, Bilder & Videos finden Sie auf www.tierschutzverein.at!

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Janina Koster - Assistentin der Geschäftsführung
Tel.: 0662 – 843 255-20
Mail: koster@tierschutzverein.at


Salzburg, 04.03.2013

Seekirchener Animal Hoarding-Fall: Gemeinde schaute tatenlos zu!

Wie berichtet, waren am Freitag 11 Hunde auf Anordnung des Amtstierarztes einer Seekirchnerin behördlich beschlagnahmt worden. „Dass den Hunden sofort geholfen werden konnte, ist dem schnellen Handeln des ATA Buchner und der Firma Fressnapf in Eugendorf zu verdanken, die für den Transport schnell und unbürokratisch Busse und Hundehänger zur Verfügung stellte“, bedankt sich Janina Koster vom Österreichischen Tierschutzverein für die gemeinsame Aktion. „Gerade rechtzeitig, denn einige der Hündinnen sind bereits läufig und die Rüden nicht kastriert. In Kürze wären es noch mehr Hunde gewesen.“

„Die Zustände waren für die Frau und die Tiere unzumutbar. Ich habe den Kot- und Uringeruch das ganze Wochenende nicht aus der Nase bekommen“ ist Tierretterin Sonja Trailovic schockiert. Die tierärztliche Untersuchung ergab starke Unterernährung, völlig verfilztes Fell (die Hunde mussten in ihren eigenen Exkrementen schlafen) und teilweise eingewachsene Krallen.

Dennoch sieht der Österreichische Tierschutzverein die Schuld woanders. „Die Dame ist psychisch krank und wurde in die Nervenheilanstalt eingewiesen. Unseres Wissens nach kannten Gemeinde und die Angehörige die Situation. Anscheinend hatten die Nachbarn bereits mehrfach Beschwerde eingereicht. Unfassbar, dass erst jetzt reagiert wurde“, so Janina Koster, Sprecherin des Vereins. „Wir hoffen nun, dass die Tiere nicht zurückgegeben werden müssen.“ Innerhalb einer gesetzlichen Frist von 60 Tagen muss die Halterin nun akzeptable Zustände schaffen, dann erhält sie die Tiere zurück, andernfalls könnten die Vierbeiner an liebevolle Plätze vergeben werden.

Die Mischlinge werden auf dem „Assisi-Hof III“ bei Mondsee aufgepäppelt und demnächst unter Narkose geschoren. Viel Arbeit wartet: sie müssen Vertrauen fassen und alles lernen, wie ihr Geschäft draußen zu verrichten oder an der Leine zu gehen. Nach wie vor sind die Vierbeiner verstört, aber nicht aggressiv. Die beiden Welpen mussten von ihrer Mutter getrennt werden, damit sie nicht das Verhalten der erwachsenen Tiere annehmen. Der Österreichische Tierschutzverein bittet um Spenden für Einsätze wie diesen auf das PSK-Konto 90.012.022, BLZ 60.000

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Janina Koster – Sprecherin
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Salzburg, 01.03.2013

„Assisi-Hof“ Tierrettung permanent im Einsatz: Hilfe für Waldkauz

Zur Zeit kommt die „Assisi-Hof“ Tierrettung kaum zur Ruhe. Nachdem die Tierrettung des Österreichischen Tierschutzvereins erst vor wenigen Tagen einer jungen Gams zu Hilfe geeilt war, wurde heute ein Waldkauz gerettet.

Spaziergänger hatten einen vermutlich verletzten Waldbewohner in Guggenthal gesichtet und die Berufsfeuerwehr verständigt. „Dank der hervorragenden Zusammenarbeit der „Assisi-Hof“ Tierrettung mit Einsatzkräften und Behörden wurde der Kauz schnell gefunden und den Mitarbeitern der Tierrettung übergeben“ freut sich Janina Koster vom Österreichischen Tierschutzverein. „Unsere Tierärztin konnte glücklicherweise keine Knochenbrüche feststellen, der Vogel scheint leichte Prellungen und einen Schock zu haben.“ Zur Beobachtung und Pflege wird der Kauz nun einige Tage auf dem „Franz von Assisi-Hof III“ bei Mondsee verbringen, bis er wieder ausgewildert werden kann.

Die „Assisi-Hof“ Tierrettung des Österreichischen Tierschutzvereins ist zu jeder Tages- und Nachtzeit unermüdlich im Einsatz, bei jedem Wetter, an 365 Tagen im Jahr. Nach ihrer tierärztlichen Behandlung werden die Tiere auf einem der „Franz von Assisi-Höfe“ liebevoll gepflegt. Wenn möglich werden die Tiere danach wieder an ein neues, liebevolles Zuhause vermittelt bzw. ausgewildert. „In jedem Fall sind die Rettungsteams darum bemüht, Tierleid in jeglicher Form zu mildern bzw. abzustellen. Davon profitieren Wild- und Haustiere – egal welcher Art und Größe - tagtäglich!“, so Tierretter Gottschalk.

Rückfragen:

Österreichischer Tierschutzverein
Janina Koster
koster@tierschutzverein.at
0662/843255-20


Salzburg, 27.02.2013

Junge Gams in großer Not: „Assisi-Hof“ Tierrettung unermüdlich im Einsatz

Vor einigen Tagen wurde der Österreichische Tierschutzverein erneut zu einem Notfall gerufen. Spaziergänger hatten eine junge Gams apathisch in einer Wiese liegend gefunden. Die Tierfreunde brachten das arme Jungtier in ihre warme Stube und riefen die „Assisi-Hof“ Tierrettung zu Hilfe. Als der ÖTV-Tierretter eintraf, konnte die Gams vorübergehend wieder auf eigenen Beinen stehen. In dem speziell ausgebauten Fahrzeug wurde das geschwächte Tier sofort zu einer Tierärztin des Österreichischen Tierschutzvereins gebracht, wo eine starke Unterkühlung und Unterernährung festgestellt wurde. Offenbar wirkt sich der lange Winter besonders für die Jungtiere nachteilig aus. Trotz der schnellen Hilfe und bester ärztlicher Betreuung war die Gams leider zu schwach und verstarb an Ort und Stelle.

Die „Assisi-Hof“ Tierrettung des Österreichischen Tierschutzvereins ist zu jeder Tages- und Nachtzeit unermüdlich im Einsatz, bei jedem Wetter, an 365 Tagen im Jahr. Nach ihrer tierärztlichen Behandlung werden die Tiere auf einem der „Franz von Assisi-Höfe“ liebevoll gepflegt. Wenn möglich werden die Tiere danach wieder an ein neues, liebevolles Zuhause vermittelt bzw. ausgewildert. „In jedem Fall sind die Rettungsteams darum bemüht, Tierleid in jeglicher Form zu mildern bzw. abzustellen. Davon profitieren Wild- und Haustiere – egal welcher Art und Größe - tagtäglich!“, so Tierretter Gottschalk.

Rückfragen:

Österreichischer Tierschutzverein
Janina Koster – Sprecherin


Wien, 27.02.2013

Österreichischer Tierschutzverein kritisiert Reptilienmesse Exotica

Leider nimmt die Beliebtheit sogenannter exotischer Haustiere stetig zu. Die Problematik dabei: „Schlangen und Co. sind zwar ziemlich günstig auf Messen wie der Exotica zu erwerben, ihre artgerechte Haltung ist jedoch deutlich kostenintensiver. Vielen Käufern ist das nicht bewusst“, so Janina Koster vom Österreichischen Tierschutzverein.

Die artgerechte Haltung von Gekkos, Spinnen, usw. ist außerdem sehr schwierig. Erkrankungen bei Reptilien sind, anders als bei Säugetieren, für Laien schwer festzustellen, da die Tiere generell selten Laute von sich geben. Viele Reptilien sterben über Monate einen stummen, hilflosen Tod.

"Viele Besitzer fühlen sich irgendwann überfordert und setzen die Tiere dann aus. Die „Franz von Assisi-Höfe“ des Österreichischen Tierschutzvereins und viele Tierheime im ganzen Land laufen über, weil den Menschen nicht klar ist, dass z.B. Schlangen viele Meter lang werden", weiß Koster

Deshalb sollte eine Kaufentscheidung wohlüberlegt sein und auf keinen Fall spontan getroffen werden. Die Exotica wirbt jedoch mit einer zweistündigen Schulung in Terraristik und erweckt so den Eindruck, dass in dieser kurzen Zeit alles zu erlernen sei, was nötig ist. „Damit man gleich auf der Messe eines der zahllosen Tiere, die dort in viel zu engen Verpackungen dahinvegetieren, erwirbt“, kritisiert Koster die Veranstalter.

Der Österreichische Tierschutzverein appelliert an wahre Tierfreunde: Erfreuen Sie sich an den Schlangen, Fröschen und Spinnen am Besten im Rahmen einer Naturdokumentation im Fernsehen oder in den heimischen Wäldern und bleiben Sie einer solchen kommerziellen Veranstaltung fern!

Rückfragehinweis:

Österreichischer Tierschutzverein
Janina Koster – Leitung Öffentlichkeitsarbeit
0662/843255-20
koster@tierschutzverein.at


Salzburg, 26.02.2013

Tierwaise „Cindy“ auf dem Weg der Besserung – Liebevolle Betreuung und Kompetenz auf den „Assisi-Höfen“ zeigen Wirkung

Die Mischlingshündin, deren Frauchen kürzlich tragisch ums Leben kam, wurde von der „Assisi-Hof“ Tierrettung abgeholt, tierärztlich versorgt und auf einem „Franz von Assisi-Hof“ des Österreichischen Tierschutzvereins untergebracht. Obwohl die Hündin mit ihren drei Jahren noch ein langes Leben vor sich hat, ist sie derzeit von den Ereignissen und dem Ortswechsel so traumatisiert, dass sie noch nicht vergeben werden kann. „Wir haben viel mit ihr gearbeitet und langsam freut sie sich, wenn jemand kommt“, schildert Uwe Gottschalk von der „Assisi-Hof“ Tierrettung Cindy´s Zustand. Er und die Hundetrainerin Sonja Trailovic vom Österreichischen Tierschutzverein versuchen nun, Cindy langsam an fremde Personen, Orte und Situationen zu gewöhnen. Die Hündin kannte bisher nur den Hof, auf dem sie Zuhause war, und ihr Frauchen.

Die „Assisi-Hof“ Tierrettung des Österreichischen Tierschutzvereins ist zu jeder Tages- und Nachtzeit unermüdlich im Einsatz, bei jedem Wetter, an 365 Tagen im Jahr. Wenn möglich werden die Tiere nach notwendiger Behandlung und Pflege wieder an ein neues, liebevolles Zuhause vermittelt bzw. ausgewildert. „In jedem Fall sind die Rettungsteams darum bemüht, Tierleid in jeglicher Form zu mildern bzw. abzustellen. Davon profitieren Wild- und Haustiere – egal welcher Art und Größe - tagtäglich!“, so Uwe Gottschalk abschließend.

Mehr Informationen, Bilder & Videos finden Sie auf www.tierschutzverein.at!

Rückfragehinweis:

Österreichischer Tierschutzverein
Janina Koster, Bakk. Phil.
Telefon: 0662 – 843 255 – 20
Mail: koster@tierschutzverein.at


Wien/Japons (NÖ), 20.02.13

Jäger schießt aus Auto – Hündin Leijka tot

Die Serie von „Jagdunfällen“ in Niederösterreich reißt nicht ab: nach einem Toten und mehreren schwer verletzten Menschen fiel nun ein Cocker Spaniel Mischling einem schießwütigen Jäger zum Opfer: Er erschoss das wehrlose Haustier unweit des Wohnhauses seiner Besitzer am Ortsrand von Oberthumeritz/Gemeinde Japons (NÖ) – vom Auto aus.

 Der aktuelle Vorfall reiht sich nahtlos in eine nicht enden wollende Serie von Gesetzesverstößen von Jägern aus Niederösterreich ein. Vergangenen Freitag musste die Cocker Spaniel Mischlingshündin Leijka ihr Leben lassen – weil ein Jäger in unmittelbarer Nähe zum Ortsgebiet seine „Jagdhitze“ nicht unter Kontrolle hatte.  Die Umstände, wie Hündin Leijka erschossen wurde, waren skandalös.

Jäger erschoss Hund vom Auto aus

Wie immer gegen 19.00 Uhr war Hündin Leijka zum Äußerln unterwegs, dieses Mal allerdings ohne ihre Besitzerin, die noch keine Zeit für einen gemeinsamen Spaziergang hatte. So ist der Hund selber los, um auf gewohnter Strecke unweit von seinem Zuhause „sein Geschäft“ zu verrichten. Die Wildwest-Praktiken unter Niederösterreichs Jägerschaft kennen offenbar keine Grenzen. Nicht einmal 100 Meter vom Wohnhaus der Hundebesitzerin entfernt nahm das Unglück seinen Lauf. Jäger Harald S. lauerte im Auto (!) auf Beute. Kurz nach 19.00 Uhr – es war bereits dunkel - verwechselte der Schütze den Hund offenbar mit einem Fuchs und schoss vom Auto aus auf das Tier. Der Hund schleppte sich noch einige Meter weiter, ehe er seinen Verletzungen erlag.

Christian Hölzl, Sprecher des Österreichischen Tierschutzvereins: „Der Fall zeigt, dass einige innerhalb der Jägerschaft mit der Jagd und dem Waffengebrauch völlig überfordert sind. Jagdprüfung, Schulungen und Übungsschießen reichen nicht aus; es müssen diejenigen, die aufgrund übertriebender Jagdhitze jegliche Vernunft über Bord werfen und sämtliche Verbote missachten, schon im Vorfeld herausgefiltert, staatlich sanktioniert und von der Jagd ausgeschlossen werden. Aus diesem Grund fordern wir nicht nur eine gesetzlich festgelegte Null-Promille Grenze bei der Jagd, sondern auch eine verpflichtende  psychologische Verlässlichkeitsprüfung für Jagdanwärter und Jäger, die die psychologische Eignung offensichtlich nicht mehr haben.“

Die Übergabe des toten Hundes an die geschockte Hundebesitzerin, die  am zuständigen Polizeiposten in Geras Anzeige erstattete, hinterließ einen falen Beigeschmack. Gabriele W.: „ Der Schütze und dessen Vater meinten, wir sollten froh sein, dass sie den Hund nicht anders entsorgt haben. Mein Vater musste unsere Leijka dann nach Hause tragen.“

Auch die Erstattung der Anzeige gestaltete sich anfangs schwierig. „Die Beamten am Polizeiposten in Geras haben mir anfangs die Aufnahme der Anzeige verweigert. Erst als ich den Verdacht äußerte, dass der Schütze vielleicht gar keinen Jagdschein hätte, wurde der Sachverhalt zu Protokoll genommen.“

Obwohl ganz im Osten gelegen, agiert die Jägerschaft Niederösterreichs offenbar immer mehr in „Wildwestmanier“.  Hölzl kritisiert: „Im konkreten Fall hat der Jäger gleich gegen mehrere Vorschriften des NÖ. Jagdgesetzes verstoßen. Jagen in nächster Umgebung einer Ortschaft ist ebenso verboten wie die Jagd aus (fahrenden) Autos. Außerdem herrschte  nach 19.00 Uhr Dunkelheit – damit steht die Verwendung von künstlichen Lichtquellen im Raum, die wiederum auch verboten sind.“ 

Über einen Alkotest bei Harald S. ist nichts bekannt. Jedenfalls hat Gabriele W. nach dem tragischen Tod ihres Hundes eine Facebookseite ins Netz gestellt. Die Postings werfen ein katastrophales Licht auf die Jägerschaft.


Salzburg, 18.02.2013

„Assisi-Hof“ Tierrettung hilft Tierwaisen nach tragischem Tod des Frauchens

Am vergangenen Freitag wurde die „Assisi-Hof“ Tierrettung des Österreichischen Tierschutzvereins von der Polizei um dringende Hilfe gebeten. Eine Frau aus Tiefgraben kam unter bisher ungeklärten Umständen bei einem Wohnungsbrand tragisch ums Leben. Ihre Mischlingshündin und 8 bis 10 Katzen blieben Gott sei Dank unversehrt zurück. Da vorerst keine Angehörigen bekannt sind und sich niemand für die Versorgung der Tiere zuständig fühlte, kümmerte sich der Österreichische Tierschutzverein sofort um die Vierbeiner. „Die Tiere wurden umgehend von unserer Tierrettung abgeholt, vorsorglich von unserer Tierärztin untersucht und auf einen unserer `Franz-von-Assisi-Höfe` gebracht“, kommentiert Janina Koster vom Österreichischen Tierschutzverein den traurigen Fall.

Die Mischlingshündin „Cindy“ ist ca. drei Jahre alt und momentan verständlicherweise sehr verstört. Bisher kannte sie nur ihr Frauchen und den heimatlichen Hof. „Alles Fremde jagt ihr Angst ein und sie versucht ständig, das Gelände zu verlassen, um nach Hause zu gelangen“ schildert Koster den Zustand der Hündin. Trotz der Tragik der Umstände ist man beim Österreichischen Tierschutzverein froh, für die Tiere konkret Hilfe leisten zu können.

Derzeit prüft das Gericht, ob eventuell existierende Angehörige auf die Tiere Anspruch erheben. „Wenn rechtlich alles geklärt ist, werden wir für die süße Hündin und die Katzen ein liebevolles, neues Heim suchen, in dem sie ihr weiteres Leben genießen können“, so Janina Koster abschließend.

Der Österreichische Tierschutzverein

Der Österreichische Tierschutzverein ist eine der größten Einrichtungen zum Schutz und der Hilfe für Tiere im Bundesgebiet. Er betreibt nach dem Schutzheiligen benannte „Franz-von-Assisi-Höfe“, wo ausgesetzte, verletzte und gequälte Tiere ein sicheres Zuhause finden. Die „Assisi-Hof“-Tierrettung ist zu jeder Tages- und Nachtzeit im Einsatz. Die engagierten und einfühlsamen MitarbeiterInnen stellen ganzjährig ihre persönlichen Interessen hintan, wenn es darum geht, Tieren in Not zu Hilfe zu eilen.

Rückfragehinweis:

Österreichischer Tierschutzverein
Janina Koster
Tel.: 0662 - 84 32 55 - 20
Mail: koster@tierschutzverein.at


30.01.2013

Österreichischer Tierschutzverein unterstützt Initiative zur Abschaffung der Hundesteuer

Die Anfang der Woche gestartete Initiative zur Abschaffung der Hundesteuer der Tierfreunde Österreich wird vom Österreichischen Tierschutzverein begrüßt und auf voller Linie unterstützt. „Seit vielen Jahren tragen Hundehalter diesbezüglich Beschwerden an uns heran“, so Janina Koster vom Österreichischen Tierschutzverein. Für sie ist es ein Skandal, dass in unserer kalten und hektischen Welt viele Pensionisten, für die der Hund der einzige Sozialkontakt ist, sich diesen „Luxus“ nicht mehr leisten können. „Menschliches Elend ist jedoch nur die eine Seite“, so Koster weiter. „Viele Tierhalter werden durch die eklatanten Erhöhungen der Hundesteuer dazu gezwungen, ihre Tiere abzugeben. Diese landen dann z.B. auf unseren ‘Assisi-Höfen’ oder in Tierheimen“. Auch dränge die hohe finanzielle Belastung viele Hundehalter in die Illegalität, sodass der Hund nicht gemeldet und registriert werde.

Der positive Effekt von Hunden auf die Entwicklung von Kindern und auch im Büro (wenn alle Mitarbeiter einverstanden sind), sei längst erwiesen und daher seien Hunde für die Gesellschaft wichtig und ihre Halter sollten nicht mit Steuern bestraft werden.

„Insgesamt wäre die Abschaffung der Hundesteuer ein großer Fortschritt in Österreich“, so Koster abschließend, die Hundehalter dazu auffordert, die Petition unter www.stoppt-die-hundesteuer.at zu unterzeichnen.

Rückfragehinweis:

Janina Koster
Österreichischer Tierschutzverein
0662/84 32 55 20
koster@tierschutzverein.at


Wien, 22.1. 2013

21-Jähriger starb durch Kugel eines alkoholisierten Jägers:
Österreichischer Tierschutzverein fordert Null-Promille-Grenze bei der Jagdausübung und verpflichtende psychologische Tests für Jäger

Es war leider nur eine Frage der Zeit: Nach einer Serie von Jagdunfällen mit schweren Schussverletzungen und erschossenen Haustieren starb nun ein 21-Jähriger durch die Kugel eines Jägers. Angesichts des explosiven Gemisches aus Alkohol und mangelnder psychologischer Eignung und des damit einhergehenden Gefährdungspotentials für Menschen und Tiere fordert der Österreichische Tierschutzverein die Null-Promille-Grenze bei der Jagdausübung sowie eine verpflichtende psychologische Verlässlichkeitsprüfung für Jäger.

Die Serie dramatischer Jagdvorfälle – zum Teil auch vom Österreichischen Tierschutzverein an die Öffentlichkeit gebracht – reißt nicht ab und wirft ein katastrophales Licht auf die Waidmänner. „Alkohol bei der Jagdausübung ist aber nur ein Teil des Problems“, berichtet Christian Hölzl vom Österreichischen Tierschutzverein.

Und macht auf einen bemerkenswerten Umstand aufmerksam: „ Ausgerechnet die 120.000 Jagdkartenbesitzer - in Österreich immerhin die größte Gruppe unter den Waffenbesitzern, die auch eine Waffe mit sich führen dürfen –müssen sich keiner psychologischen Verlässlichkeits-untersuchung unterziehen. Und das, obwohl Jäger für die meisten Unfälle im Zusammenhang mit Waffen verantwortlich sind.“

Die Jägerschaft überlegt nun, die Jagdunfälle durch Übungsschießen in den Griff zu bekommen. Für Hölzl der falsche Ansatz. „Das ist so, als würde man einem Führerscheinbesitzer ein Fahrsicherheitstraining anbieten, im Wissen, dass er in der Vergangenheit regelmäßig alkoholisiert am Steuer saß oder –noch schlimmer –nicht die psychologische Eignung besitzt, im Stadtverkehr ein Auto zu lenken. “Da offensichtlich ein explosives Gemisch aus Alkohol und mangelnde psychologische Eignung ein Menschenleben forderte, ist die Festlegung der Null- Promille-Grenze zuwenig.

„Psychologische Wackelkandidaten“ mit Waffenpass sind Gefahr für Mensch und Tier

Grundsätzlich benötigen alle ÖsterreicherInnen für den Besitz bzw. das Führen von Waffen eine behördliche Genehmigung in Form einer Waffenbesitzkarte oder eines Waffenpasses und müssen sich dazu auch - völlig zu Recht - einer psychologischen Verlässlichkeitsuntersuchung unterziehen. Das gilt nicht für die Jägerschaft: Jäger erlangen entweder den Waffenschein ohne Nachweis über ihre psychologische Eignung oder jagen überhaupt - ganz legal - ohne Waffenpass.

Das österreichische Waffengesetz (WaffG) verlangt für den Besitz oder das Führen von z.B. Faustfeuer- oder halbautomatischen Schusswaffen (sog. Waffen der „Kategorie B“) eine behördliche Bewilligung. Für die Ausstellung einer Waffenbesitzkarte (die erlaubt, zwei Waffen samt Munition zu Hause aufzubewahren) oder eines Waffenpasses (die zum Führen dieser Waffen berechtigt) spielt insbesondere die sog. „Verlässlichkeit“ des Antragstellers eine zentrale Rolle. Antragsteller für Waffenbesitzkarten oder Waffenpässe müssen mittels eines psychologischen Gutachtens nachweisen, dass sie (z.B. bei Stress) nicht dazu neigen, mit Waffen unvorsichtig umzugehen oder diese leichtfertig zu verwenden. Unglaublich: Das WaffG nimmt hiervon Jäger aus.

Hölzl führt weiter aus: „Für die Erlangung der Jagdkarte reicht die bestandene Jagdprüfung. Zwar wird auch die „Verlässlichkeit“ des Bewerbers verlangt - sie bleibt aber ob der Tatsache, dass kein Nachweis über die psychologische Eignung verlangt wird, bloße Makulatur.“
Das Beispiel des Landes Vorarlberg zeigt, dass man sich auf der Landes-Webseite die jagdliche Zuverlässlichkeit per Klick sogar selbst bescheinigen kann. So hat man auch als „psychologischer Wackelkandidat“ die Ausstellung des Waffenpasses für die Jagd und damit auch den Revolver (Kategorie B) praktisch in der Tasche.

Das letzte Hindernis auf dem Weg zur Erlangung des Waffenpasses und somit zum legalen Führen genehmigungspflichtiger Waffen wird den Jägern aktuell durch einen Erlass des BMI aus dem Weg geräumt. Nach dem WaffG müssen Antragsteller als weitere Voraussetzung nämlich noch einen sog. „Bedarf am Führen einer Schusswaffe der Kategorie B“ nachweisen. Es dürfen nur Personen legal eine Waffe führen, die einer entsprechenden Bedrohung (lt. WaffG „besonderen Gefahren“) ausgesetzt sind (z.B. Wachdienst).

Durch den Erlass können nun aber auch Jäger diesen „Bedarf“ glaubhaft machen, wenn sie „die Jagd zumindest  zeitweise ausüben und dafür auch Schusswaffen der Kat. B für die Jagd benötigen“. In der Praxis reicht dazu die Bestätigung des zuständigen Landesjagdverbandes aus(!)

Sogar Jagen ohne Waffenpass ist möglich

Auch bei den frei erwerbbaren, nur meldepflichtigen Schusswaffen der Kat. C und D (Büchsen und Flinten) können Jäger mit verstecktem Gefährdungspotential nicht mithilfe des waffenrechtlich vorgeschriebenen psychologischen Eignungstests herausgefiltert werden. Jäger, die bei Stress ihren Finger zu schnell am Abzug haben, umgehen den Psycho-Test auch hier: bereits der Besitz einer gültigen Jagdkarte reicht zum Führen dieser Waffen aus, die Jägerschaft erspart sich für diese Waffen sogar den sonst obligatorischen Waffenpass.

„Dieser Systemfehler öffnet in der Praxis Unfällen dieser Art Tür und Tor. „Mit Schießübungen in den eigenen Reihen wird es der Jägerschaft nicht gelingen, alkoholisierte oder nervöse Jäger zu eliminieren“ warnt Hölzl.

Aufgrund des von schießwütigen Jägern ausgehenden Gefährdungspotentials für Menschen und Tiere fordert der Österreichische Tierschutzverein

> die Festlegung einer Null-Promille-Grenze bei der Jagd in den einzelnen Jagdlandesgesetzen; ein Zuwiderhandeln muss den sofortigen Entzug der Jagdkarte zur Folge haben;

> die Gleichstellung von Jägern mit anderen Waffenbesitzern im WaffG. Somit die Einführung einer verpflichtenden psychologischen Verlässlichkeitsprüfung für Jagdanwärter und Jäger, die die psychologische Eignung offensichtlich nicht mehr besitzen.

> Regelmäßige Augenkontrolle bei Jägern ab einem Alter von 50 Jahren


Wien, 21.01.2013

Österreichischer Tierschutzverein rettet verwirrtes Reh, da sich weder Behörden noch Jäger zuständig fühlten

Vor Kurzem machte Frau H. aus Korneuburg in ihrem Garten eine ungewöhnliche Entdeckung. Durch das Gebell ihrer Hunde aufmerksam geworden, blickte sie aus dem Fenster und sah ein junges Reh, das von den Hunden nicht beeindrucken ließ. „Frau H. ging hinaus, näherte sich dem Tier und es ließ sich sogar streicheln!

Gott sei Dank schien das Reh unverletzt zu sein“, erklärt Janina Koster vom Österreichischen Tierschutzverein die Situation. Doch Bambi machte keinerlei Anstalten, wieder zu gehen. So rief die Tierfreundin bei der zuständigen Amtstierärztin an und wollte wissen, was weiter geschehen solle. Als Auskunft bekam sie, dass der junge Bock vielleicht Raps gefressen habe und sich daher wohl seltsam verhalte. Von der Gemeinde wurde Frau H. an den zuständigen Jäger verwiesen, der ebenfalls keinen Grund sah, einzuschreiten. In Sorge um das offenbar zahme Tier, kontaktierte Frau H. den Österreichischen Tierschutzverein, der sofort seine „Assisi-Hof“-Tierrettung losschickte und das verstörte Wildtier auf einen seiner ‘Franz von Assisi-Höfe’ zur Beobachtung und Pflege brachte, wo es vorerst bleibt. „Unser Verdacht, dass der junge Bock von Menschenhand aufgezogen worden war, bestätigte sich dort. Das Jungtier fiepte vor Einsamkeit, wenn sich unsere Tierpflegerin wieder entfernte und fraß nur in Anwesenheit der Tierpfleger. Welch gedankenloser Mensch erzieht ein Wildtier zur Abhängigkeit vom Menschen und setzt es dann mitten im Winter bei hoher Schneelage aus?“, ist Koster empört. „Ohne das beherzte Eingreifen des Österreichischen Tierschutzvereins wäre das arme Tier zum Hungertod verurteilt gewesen“, so Koster abschließend.

Rückfragehinweis:

Janina Koster
Österreichischer Tierschutzverein
E-Mail: koster@tierschutzverein.at
Tel.:0662/84 32 55 20


 

10.01.2013

Erste Auswirkungen von unüberlegten Weihnachtsgeschenken

Österreichischer Tierschutzverein – wir helfen wirklich!

Kaum sind die Weihnachtsferien vorbei, treffen beim Österreichischen Tierschutzverein die ersten Tiere ein, die als Weihnachtsgeschenke unterm Christbaum lagen und nun „lästig“ geworden sind. „Obwohl wir jedes Jahr aufs Neue in der Vorweihnachtszeit den Menschen klarmachen möchten, dass ein Haustier eine wohlüberlegte Entscheidung der ganzen Familie sein muss, landen auf unseren ‘Franz von Assisi-Höfen‘ viele Tiere bereits am Jahresanfang“, erläutert Janina Koster vom Österreichischen Tierschutzverein.

So auch der junge Kater Bruce. Er sollte den Kindern vermutlich ein Zeitvertreib und Spielgefährte sein. Doch anscheinend war niemandem bewusst, dass ein Tier kein Spielzeug ist und Bedürfnisse hat, welche zu berücksichtigen sind. Es ist verständlich, dass sich z.B. eine Katze dagegen wehrt, wenn allzu grob mit ihr umgegangen wird. „Bruce soll angeblich so wild zu den Kindern gewesen sein, dass die Familie die Fellnase schnellstmöglich loswerden wollte. Als beste Lösung erschien ihnen das Einschläfern des erst 7 Monate alten Katers durch die Tierärztin, wo sie dann auch aufkreuzten“, so Koster weiter.

Gott sei Dank ist es laut dem Österreichischen Tierschutzgesetz verboten, ein gesundes Tier grundlos einzuschläfern. „Die Tierärztin weigerte sich, den völlig harmlosen und zutraulichen Kater einzuschläfern und brachte ihn stattdessen auf einen ‘Assisi-Hof’ des Österreichischen Tierschutzvereins, wo er nun auf ein neues Zuhause, mit Menschen, die mehr Tierliebe und Respekt haben, wartet“, so Koster abschließend. Wer sich für den hübschen, verschmusten Jungkater interessiert, meldet sich bitte unter der Tel. 0664/ 88 43 40 20

Rückfragehinweis:

Österreichischer Tierschutzverein
Janina Koster
Tel.: 0662 / 84 32 55 20


 

8.1.2013

Rindertod durch Hundekot? Österreichischer Tierschutzverein widerlegt Ansicht der Bauern.

1999 trat er in Österreich erstmals in Erscheinung. Neospora Caninum. Der Parasit, der bei infizierten Kühen zu Fruchtbarkeitsstörungen und zu Aborten führt. Schnell war klar, die Infektion der Kühe erfolgt, unter anderem, durch mit Hundekot verschmutztes Gras. Eine pauschale Verurteilung von Hundebesitzern durch die Bauern ist jedoch nicht gerechtfertigt. Der infektiöse Kot stammt nur selten von „Spaziergängerhunden“, sondern meist von den eigenen oder benachbarten Hofhunden. Aus einer 2008 an der Veterinärmedizinischen Fakultät Wien veröffentlichten Studie geht hervor, dass „[…] die Aktionen der Bauernverbände gegen Hundekot auf Weiden und Futterflächen […] nicht gerechtfertigt [sind], da sie nicht maßgeblich zur Verhinderung der Parasitenübertragung beitragen können.“ Der Infektionsdruck durch „Spaziergängerhunde“ wird von den Wissenschaftlern als „wenig bedeutsam“ eingestuft. Die eigenen oder benachbarten Hofhunde, welche mit rohem Fleisch gefüttert werden, in welchem der Parasit vorkommt, seien selbst einem wesentlich höheren Infektionsrisiko ausgesetzt. Die Universität empfiehlt: „Zur Unterbrechung des Infektionszyklus sollte die Aufnahme von Abortmaterial oder Nachgeburten durch Hunde unterbunden werden. Das Verfüttern von Schlachtabfällen oder rohem Fleisch (infizierter Tiere) an Hunde ist strikt zu unterlassen.“

Der Österreichische Tierschutzverein appelliert dennoch an alle Hundebesitzer: Der Kot sollte im Interesse eines friedlichen Miteinanders entfernt werden.

Rückfragehinweis:

Janina Koster
Österreichischer Tierschutzverein
0662/84 32 55 20
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News-Ticker: 24.06.2017

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News-Ticker: 24.04.2017

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