Stoppt den Haustierabschuss! 21.03.2014

Anlässlich der Messe „Jagd & Fischerei - Erlebnis Natur“ in der  Messe Wieselburg von 21.-.23. März machte der Österreichische Tierschutzverein erneut auf einen großen Missstand in der Jagd aufmerksam.

Haustiere werden wegen „Wilderns“ erschossen

Alljährlich werden geschätzte dreißigtausend (!) Hunde und Katzen von JägerInnen erschossen. Dies ist unter bestimmten Voraussetzungen legal und fällt in den Jagdgesetzen unter den Begriff „Jagdschutz“. Die Jägerschaft wird in diesem Kontext nicht müde, Hunde als Bestien hinzustellen, die das wehrlose Wild grausam töten würden. Ihre Motivation ist jedoch keineswegs der Wildtierschutz, sondern die Wahrung eigener Interessen. Freilaufende Hunde könnten das durch Fütterungen im Revier gehaltene Wild aufscheuchen und vertreiben. Ein kapitaler Hirsch könnte in ein anderes Revier abwandern und stünde dann nicht mehr für den eigenen Abschuss zur Verfügung.

Verbot des Haustierabschusses gefordert

Im Jahr 2011 kamen ca. 80.000 Wildtiere im Straßenverkehr zu Tode, durch landwirtschaftliches Gerät werden jährlich Tausende Rehkitze und junge Feldhasen getötet und alle 35 Sekunden stirbt ein Wildtier durch Jägerhand. Im Vergleich dazu ist die Anzahl der tatsächlich durch Hunde gewilderten Tiere verschwindend gering.

Obwohl der Österreichische Tierschutzverein Hundehalter keineswegs aus der Verantwortung für ihr Tier (Leinen- bzw. Aufsichtspflicht) entlassen will, ist der Abschuss des geliebten Vierbeiners ein tiefer Einschnitt und für Kinder oftmals eine traumatische Erfahrung. Daher fordert der Österreichische Tierschutzverein ein Verbot des Haustierabschusses.

Aktion zur Jagdmesse Wieselburg

Um die Öffentlichkeit auf dieses Thema hinzuweisen, startete der Österreichische Tierschutzverein eine Aufklärungsaktion. Wie schon anlässlich des Jägerballs in Wien und der Jagdmesse in Salzburg, fuhren sogenannte Promo-Bikes durch Wieselburg. Die großen Fahrradanhänger mit dem aktuellen Sujet „Stoppt den Haustierabschuss“ wurden von vielen Menschen gesehen. Die darauf gezeigten Fotos vermisster Hunde und Katzen machen deutlich, dass der Verbleib unzähliger vierbeiniger Familienmitglieder wegen des legalen Haustierabschusses ungeklärt ist. Auch Flyer wurden an interessierte Passanten verteilt, um viele Unterstützer für das Abschussverbot zu gewinnen. Das Unterzeichnen der Petition ist unter www.stopptdenhaustierabschuss.at möglich.

Weitere Informationen erhalten Sie hier

 

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Österreichischer Tierschutzverband
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