Hundeheim Rumänien
Rumänien ist nun auch EU-Mitglied geworden, fährt man durch das Land, merkt man besonders in den Städten schon eine Anpassung an den "Westen". Doch Rumänien ist auch immer noch ein armes Land und besonders die Streunerhunde leben nicht selten unter wenig tierfreundlichen Umständen.
Entstanden ist die Problematik eigentlich durch den Diktator Ceausescu, der einen großen Teil der Landbevölkerung in städtische Plattenbauten verfrachtete, die mitgebrachten Hunde mussten jedoch auf der Strasse landen, wo sie sich unkontrolliert vermehrten. Nun werden sie gnadenlos verfolgt, eingefangen, getötet - meist Erschlagen oder mit Gift, das unsachgemäß ins Herz gespritzt wird.Frau Lidia Maier ist eine tapfere, ältere Dame in der Stadt Reghin in Siebenbürgen, am Stadtrand betreibt sie auf einem Grundstück, das ihr gehört, ein Hundeheim. Über hundert Hunde haben dort ein zumindest sicheres Zuhause gefunden, doch es fehlt an vielem.
Hundehütten wären dringend notwendig und ganz besonders ein Stromanschluss, denn das Futter für die Hunde muss in einem Erdloch beim Brunnen aufbewahrt werden. Viele der Hunde sind noch unkastriert, Attila, ein junger Tierarzt tut was er kann, freiwillig und kostenlos, aber auch seine Mittel sind beschränkt.
Frau Lidia ist bereits 70 Jahre alt, von ihren 152 Euro Rente gibt sie fast alles den Hunden, sie verzichtet selbst auf jeglichen Komfort.
Trotzdem ist sie eine Dame geblieben, im bunten Sommerkleid, das Strohhütchen keck am Kopf, kümmert sie sich jeden Tag um die Hunde.
Diese sind auch durchwegs gut genährt und fast alle gesund, doch es wird so vieles benötigt.
Der Österreichische Tierschutzverein hat dieses Tierheim unterstützt, denn man konnte sich vergewissern, dass dort alles ausschließlich den Hunden zugute kommt. Eine Mitarbeiterin war selbst vor Ort und brachte Sachspenden und Geld, damit können nun neue Zäune gebaut und ganz wichtig - endlich alle Rüden kastriert werden.
Der Österreichische Tierschutzverein hat auch die finanziellen Mittel für den Stromanschluß dank unserer treuen Spender aufbringen können, nun liegt es an der Stadtverwaltung, diesen auch endlich zu installieren.
Nur ein Tropfen Hilfe, mag sein, aber woraus besteht das Meer? Doch aus vielen Tropfen…
Der Österreichische Tierschutzverein war im Mai 2007 vor Ort, lesen sie HIER den Reisebericht.
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