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Neue Kampagne des Österreichischen Tierschutzvereins
Tierbabys sorgen dafür, dass in Zoos die Kassen klingeln.
Aus aktuellem Anlass -Geburt des Elefanten- und Pandababys in Schönbrunn- hat der Österreichische Tierschutzverein ein aussagekräftiges Sujet umgesetzt.

Die Tatsache, dass Zoos Wildtiere unter dem Vorwand des Artenschutzes in Gefangenschaft halten, damit die Zookassen klingeln, kommt hier deutlich zum Ausdruck. Das Elefantenbaby, mit dem Schönbrunn jetzt in den nächsten Wochen und Monaten wieder die Werbetrommel rühren wird, um zusätzliche Besucher anzulocken, hat nach Überzeugung des Österreichischen Tierschutzvereins ein Leben in Elend und Gefangenschaft vor sich. Noch nicht vergessen ist der Skandal des letzten Schönnbrunn-Elefantenbabys "Mongu", das wie ein Video des Österreichischen Tierschutzvereins bewies, brutal geprügelt wurde. In Erinnerung ist auch noch der Jungbulle "Abu", der nach ebenfalls brutalen Erziehungsmethoden in Schönbrunn einen seiner Peiniger tötete.

Wann werden die Schönbrunn-Verantwortlichen endlich begreifen, dass sie mit jedem Jungtier immer nur neues Leid und Elend in die Welt setzen?

Andere Zoos haben das schon begriffen und die Elefantenhaltung eingestellt.

Diese Kampagne ist dem Österreichischen Tierschutzverein wichtig, um die Bevölkerung zu sensibilisieren und aufzuzeigen, dass Tierbabys in Zoos nie ein artgerechtes Leben führen können. Im Gegenteil, die Tiere sind lebenslänglich eingesperrt und werden nie in ihrer natürlichen Umgebung leben dürfen. Die Wahrheit über Zootiere muss aufgezeigt werden. Zootiere werden mit der Zeit verhaltensgestört, weil sie unter permanentem Stress stehen. Sie müssen mit viel zu engen Grenzen leben, wittern oft ihre Feinde ohne flüchten zu können, sind nicht artgerechtem Klima und ständigem Lärm ausgesetzt, werden zwangsverpaart und können ihre natürlichen Verhaltensweisen nicht ausleben. Alle Zootiere werden für immer unter den negativen Folgen ihrer Gefangenschaft leiden. Wozu, außer um die finanzielle Gier der Zooleute zu stillen, werden künstlich im Zoo nachgezüchtete Tierarten erhalten? Es muss doch langsam wirklich jedem vernünftig denkenden und fühlenden Menschen einleuchten, dass endlich Schluss sein muss mit der Kommerzmaschine Tier.
Der Österreichische Tierschutzverein appelliert daher an Tierfreunde, keine Tiergärten zu besuchen. Zu hoffen ist, dass sich das 21. Jahrhundert auch in Fragen der Gefangenhaltung von Tieren weiterentwickelt, nämlich hin zum Schutz der natürlichen Lebensräume, in denen Wildtiere frei, dort wo sie hingehören, artgerecht leben können.
 



08.09.2010 22:12

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