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Tiergarten Schönbrunn: Giraffentod wirft viele Fragen auf

Österreichischer Tierschutzverein fordert Offenlegung des Obduktionsberichtes!

Den plötzlichen Tod des Giraffenbabys Arusha sieht der Österreichische Tierschutzverein mit gemischten Gefühlen. Nach aktueller Auffassung des Vereins sollten jetzt die beengten und veralteten Haltungsbedingungen der Giraffen gerade in der kalten Jahreszeit überprüft, kritisch hinterfragt und als mögliche Krankheits- und Todesursache ausgeschlossen werden.


Auch fordern die Tierschützer eine Offenlegung des Obduktionsergebnisses um auszuschließen, dass die verstorbene Giraffe nicht auch der vom Welt-Zooverband (WAZA) erlaubten Tötung von überschüssigem Nachwuchs zum Opfer fiel. Immerhin war Arusha nicht reinrassig und eine Abgabe solcher Tiere an andere Zoos erweist sich als sehr schwierig.

Das alte Giraffenhaus ist viel zu klein. Stress und Infektionen können dann bei einem noch jungen und immunschwachen Individuum schnell zu einem tödlichen Krankheitsverlauf führen. Laufstereotypien, die die Giraffen noch im Dezember im engen Haus zeigten sind oft Ausdruck von Stress und ein Tiergarten der selbst zugibt, überschüssigen Nachwuchs zu töten, muss sich auch bei diesem Todesfall eine Forderung nach Transparenz gefallen lassen. Die Öffentlichkeit, die über Steuergelder millionenschwere Großprojekte in Schönbrunn mitfinanziert, hat auch ein Anrecht auf Transparenz. Arushas Obduktionsbericht muss offen gelegt werden.



03.02.2012 13:57

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