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Tiertransporte

Die Europäische Union ist eine Wirtschaftsunion, in der die Beschäftigung mit Tierschutzfragen fast ausschließlich den Zweck hat, im europäischen Binnenmarkt gleiche Wettbewerbsbedingungen herzustellen. So soll Tierschutzdumping verhindert werden und kostensparende Produktionsweisen keine Kostenvorteile gegenüber jenen Marktteilnehmern bringen, die strengere nationale Vorschriften erlassen haben.

Im gemeinsamen Markt gelten lebende Tiere als landwirtschaftliche Erzeugnisse. Dies zeigt sich besonders beim traurigen Kapitel der Exportsubventionen von Schlachttieren aus der EU in Drittstaaten. Subventionen...

Der Österreichische Tierschutzverein setzt sich EU-weit für die Abschaffung von den mit unseren Steuergeldern subventionierten Tierexporten ein.
Nur wenn sich die Tierexporte finanziell nicht mehr lohnen werden die Transporteure die eigentlich kostengünstigeren Fleischexporte durchführen. Und nur so könnte unzähliges Tierleid verhindert werden.

tiertra2Bedeutet ein Transport  für Tiere schon an sich eine extreme psychische Belastung, ist es kaum vorstellbar, welche Transportzeiten in der EU festgeschrieben sind. Offiziell gibt es ein Zeitlimit für eine ununterbrochene Transportzeit von acht Stunden, die jedoch, je nach Ausstattung des Fahrzeuges, enorm überschritten werden kann. Kälber und Ferkel dürfen maximal neun Stunden, Schweine und Rinder maximal 24 Stunden ununterbrochen transportiert werden. Diese ununterbrochenen Transportzeiten können im Interesse der Tiere noch um zwei Stunden verlängert werden!!
Aufgrund der Tatsache, dass sich viele Transporteure nicht einmal an diese Richtlinien halten und die Tiere viel länger und ohne ausreichend Ruhephasen, Tränkung und Verpflegung unterwegs sind, ist das Tierleid unermesslich.

Aufgrund der lukrativen Einnahmen und der kaum stattfindenden Kontrollen ist ein Überschreiten oder Manipulieren der Transportzeit ein sich lohnendes Risiko. Dies wird auch noch in der Richtlinie begünstigt, indem bei - auch mehrmaligen - Verstößen gegen die Transportbestimmungen oder bei Verstößen, die den Tieren schwere Leiden verursachen, lediglich die erforderliche Genehmigung für Tiertransporte entzogen werden kann!

Auch innerhalb der EU blüht das einträgliche Geschäft mit dem Tierleid. So ist es keine Seltenheit, dass ein Ferkel in den Niederlanden geboren, in Deutschland gemästet und in Italien geschlachtet wird, um schließlich als "echter" Parmaschinken in Österreich verkauft zu werden.

Forderungen des Österreichischen Tierschutzvereines zum Thema Tiertransport

  1. Keine Subventionen für Zuchtrinder, also generell keine Subventionen mehr (Gefahr des Umdeklarierens von Schlacht- in Zuchtrinder) link einbauen aus Mail "link Subventionen"
  2. Maximale Transportdauer von 4 Stunden für alle Tiere, das bedeutet
  3. Anfahren des nächstgelegenen Schlachthofes - Verbot Anfahren von billigstem Schlachthof
  4. EU-weit einheitliches Kontrollsystem mit dementsprechenden Sanktionen. Es werden immer noch zu junge Tiere transportiert, also solche, die nicht an den Nippeltränken trinken können und die noch gar kein Wasser trinken (zu junge Kälber). Anhebung des Mindestalters nach Absprache mit fundierten Tierärzten (Dr.Rabitsch in Kärnten).   Strenge Kontrollen von trächtigen Tieren (90% der Gravidität dürfen nicht überschritten sein ist eine zu schwammige Formulierung)

    Genaue Aufzeichnungen über Beanstandungen, derzeit gibt es keine, nur über die Zahl der Beanstandungen, nicht aber den Grund.

    National:
    Kontrollore für alle Bundesländer
    Labestationen für alle Bundesländer

    Übernahme der Kontrollen eventuell durch ASFINAG nach dementsprechender Schulung

  5. Generelle Förderung der Fleischtransporte statt Lebendtiertransporte

Der Österreichische Tierschutzverein demonstrierte im Juli 2007 vor Verabschiedung des neuen Tiertransportgesetzes:

Demo...

Das unbefriedigende Ergebnis:

Das neue österreichische Tiertransportgesetz gilt ab 1. August 2007, es besagt eine Transportdauer von 4,5 Stunden, was auf den ersten Blick als Erfolg verbucht werden mag.

Blickt man genauer hin, erkennt man, dass nach einer Pause von 45 Minuten weitere 4 Stunden folgen, macht 9,25 Stunden, in der Zeit sind weder Be- noch Entladezeiten enthalten - eine massive Verschlechterung für die leidgeplagten Tiere!
Außerdem werden in Ausnahmefällen Transporte mit LKWs erlaubt, die gar nicht für längere Transporte geeignet sind - Missbrauch ist hier wieder einmal Tür und Tor geöffnet.

Mit einem TV-Spot versucht der ÖTV, auf diese Problematik aufmerksam zu machen und die Menschen noch mehr zu sensibilisieren. TV-Spot...

Thema TIERTRANSPORTE:


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