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Wieder Unfall mit Tiertransporter

Die Hölle auf unseren Strassen
Wieder Unfall mit Tiertransporter

Ein besonders schrecklicher Unfall ereignete sich Ende April 2006 im Gemeindegebiet Pama im Burgenland mit einem Kälbertransport. 234 Kälber waren mit einem italienischen Transporter auf dem Weg nach Italien, im Burgenland kam es zu dem folgenschweren Unfall, bei dem sich die Ladeflächen öffneten und die Tiere herausgeschleudert wurden.

Vier Kälber starben unmittelbar an den Folgen des Unfalls, zehn Kälbchen mussten vom Tierarzt eingeschläfert werden, 26 Tiere irrten auf der Fahrbahn umher und mussten mühevoll eingefangen werden.

Die bedauernswerten Jungtiere wurden dann zu einer Lagerhalle der Grenzpolizeistation Kittsee gebracht, das bedeutete jedoch nicht das Ende der Horrorfahrt, schon am Abend ging es mit einem Ersatztransporter weiter nach Italien.

Wie dem Österreichischen Tierschutzverein seitens der Bezirkshauptmannschaft Neusiedl am See mitgeteilt wurde, werden wegen zu langer Transportdauer, Wochenendfahrverbot, Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit, zu hoher Ladedichte und Verdacht auf Tierquälerei Erhebungen durchgeführt.

Die Angst und der Schock der Tiere ist den Transporteuren egal, es geht ums Geld und eine schnelle Lieferung, auf der Strecke bleiben im wahrsten Sinne des Wortes die Tiere. Tiertransporte gehören mit zu den schlimmsten Quälereien, die Tieren angetan werden und leider ist kein Ende abzusehen.

Der Österreichische Tierschutzverein bekommt immer wieder Hinweise von wachsamen Informanten, die mitteilen, dass die Zahl der Frächter gerade aus den Ostländern stetig zunimmt. Immer mehr Jungtiere werden transportiert, Kälber und Ferkel, die noch zu klein sind, um von den Nippeltränken zu trinken und die eigentlich noch Milch trinken müssten. Mängel an den Entlüftungen, zu lange Fahrtzeiten sind an der Tagesordnung.

Kontrolliert wird kaum und wenn, dann fehlt es an wirksamen Sanktionen. Der Österreichische Tierschutzverein fordert eine rigorose Verringerung der Gesamttransportdauer, ständige Kontrollen und länderübergreifende Sanktionen, allem voran steht jedoch die Forderung von Fleisch- statt Lebendtiertransporten.
 



06.03.2008 12:55

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