EU-Tötungslager
Der Österreichische Tierschutzverein fordert das Auflassen der Tötungsstationen als unakzeptables Mittel um sich der Streunerhunde und Streunerkatzen zu entledigen. Aufklärung der Bevölkerung insbesondere der Kinder, dass auch diese ausgestossenen Tiere liebenswerte Geschöpfe sind und Kastrationsprogramme in den Ländern, sind die einzig wirksame Waffe gegen die Probleme der streunenden, ausgesetzten Tiere.
In vielen EU-Mitgliedsländern, und nicht nur dort, sind so genannte Tötungsstationen das Mittel der Wahl, um herrenlose oder unerwünschte Hunde, aber auch Katzen loszuwerden.
In Spanien nennt man sie Perrera, in Rumänien Basa ecarisaj, aber egal wie sie heißen, ihr Ziel ist überall das Gleiche: Hunde werden abgeben oder durch bezahlte Hundefänger brutal meist mit Drahtschlingen eingefangen, in winzige Zwinger gesteckt und nach etwa 5-14 Tagen getötet.
Die Hundezwinger sind oft ohne Dach, ohne geeignete Liegemöglichkeit, an Futter und Wasser wird bei diesen Todeskandidaten gespart, kranke Tiere sehen niemals einen Tierarzt. Kontrolle durch Behörden gibt es so gut wie nie, somit wird den Angestellten in den Tötungsstationen freie Hand gelassen - ein "normales, schmerzloses" Einschläfern findet selten statt, nicht selten werden die Tiere vergiftet oder erschlagen.
An diesen Orten der Hoffnungslosigkeit ist alles vertreten, alte, kranke Hunde, junge Kätzchen, Rassehunde wie Huskies, Dalmatiner, Schäferhunde, Mischlinge aller Art. Welpen werden auf Drahtgitter geboren um kurze Zeit später zu sterben, niemand interessiert sich für diese Tiere in Spanien, Ungarn, Rumänien, Bulgarien. Griechenland, Polen, aber auch Irland!
Einige beherzte Tierfreunde können oftmals nicht wegsehen, holen Hunde aus der Tötungsstation, um sie in Österreich oder Deutschland zu vermitteln, doch das kann nicht die Lösung sein! Im jeweiligen Land muss endlich ein Umdenken geschehen, für die EU-Staaten kann es nicht angehen, dass derartige Tierquälereien an der Tagesordnung sind, Tierquälereien, die eine Menge Geld kosten! Mit diesem Geld könnten auch Kastrationsprojekte gestartet werden und ganz wichtig, Aufklärung in Schulen. Die Kinder müssen lernen, dass auch ein Streuner ein wertvoller Freund ist, dass ein Hund kein Modegag ist, den man nach Belieben wieder auswechseln kann.
Der Österreichische Tierschutzverein bemüht sich sehr, hier eine Änderung für die Tiere herbeizuführen. Wir haben bei den Botschaften vorgesprochen, uns an die EU-Parlamentarier gewendet, jeder zeigt sich interessiert, doch noch ist ein Verbot der Tötungsstationen in weiter Ferne, aber wir kämpfen weiter! Ein Hoffnungsschimmer zeichnet sich nun endlich ab, im Mai haben sich mehr als zwanzig Tierschutzvereine aus den EU-Ländern zu der Allianz "Pets in Europe" zusammengeschlossen, dies soll die Basis für EU-weites Lobbying im Bereich Heimtiere sein. Die meisten EU-Abgeordneten begrüßten diesen Zusammenschluss und haben ihre Hilfe angeboten - eine Forderung von "Pets in Europe" wird das Verbot der Tötungsstationen sein.
Der Österreichische Tierschutzverein hat bereits sehr viele Unterschriften gesammelt, die EU-Kommissarin Vassilou übergeben werden, damit soll die Wichtigkeit der Forderung noch unterstrichen werden.
Kommissar Kyprianou hat uns nun geschrieben, dass es nicht Sache der EU ist, sondern den einzelnen Mitgliedsländern obliegt, wie sie mit den Tieren verfahren, eine für uns absolut unakzeptable Aussage!
Der Österreichische Tierschutzverein beginnt nun in Ungarn und hat bereits einen Termin beim Soproner Bürgermeister, weitere Bürgermeistertermine in allen Städten mit Tötungsstationen werden folgen, sowie ein Termin beim ungarischen Umweltminister.
Natürlich wird sich die Kampagne nicht nur auf Ungarn beschränken, in sehr vielen EU-Mitgliedsländern werden immer noch Hunde und Katzen am laufenden Band getötet, dies kann nicht länger akzeptiert werden!
Ziel ist es, ein Verbot der Tötung von Hunden und Katzen per Gesetz EU-weit zu verankern, ein langer Weg, doch es ist höchste Zeit, damit zu beginnen!
Bitte unterstützen Sie uns dabei!
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Es dürfen nicht nur Wirtschaftswachstum und Fortschritt in der EU zählen, auch Tierschutz muss Ziel für alle Mitgliedsländer sein, ohne Ausnahme - dies gilt es so schnell wie möglich umzusetzen.
Thema Tötungslager
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