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"Oberösterreichische Nachrichten"

vom 24.01.2012
Artikel: "Anwalt für Mensch und Tier"

Der Österreichische Tierschutzverein ist schon seit Jahren bemüht, auf die Missstände in (heimischen) Zoos hinzuweisen. Neben Haltungsbedingungen, die nicht der Natur der Tiere entsprechen, Inzest unter den Tieren, Austausch der Tiere unter der Zoos für Nachzuchten und damit verbundenen langen Transportwegen gibt es noch vieles mehr, was nicht im Sinne der Tiere ist. Und das Argument der "Arterhaltung" dient vielfach nur der Legitimation der Einrichtungen und der Subventionierung seitens der öffentlichen Hand.
Das Engagement von Tierpfarrer Franz Zeiger in Ehren, aber: geführte Reisen zu (deutschen) Zoos sind kein probates Mittel, um den Tierschutz voranzutreiben. Ganz im Gegenteil! Zu viele Menschen sind der irrigen Meinung, dass es den Tieren gut geht. Weit gefehlt. Eingesperrte Tiere werden ihrer Würde beraubt und viele BesucherInnen halten "Tierbaby´s" für niedlich. Dass diese ihr Leben in Gefangenschaft fristen müssen finden wir weniger nett. Daher die höfliche, aber dringliche Bitte an Pfarrer Franz Zeiger: nehmen Sie Abstand von dem kolportierten Angebot der geführten Zoobesuche. Es bleibt die Hoffnung, dass sich im 21. Jahrhundert endlich die Erkenntnis durchsetzt: Auch Tiere haben ein Recht auf ein artgerechtes Leben in Freiheit und sollten niemals in Zoos eingesperrt werden.



Susanne Hemetsberger
Geschäftsführerin
 



25.01.2012 10:46

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