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"Neue Kärntner Tageszeitung"

vom 22.01.2012
Artikel: "Mann bei Stiertreiben aufgespießt"


Dass ein Stier, dem man brennende (Feuerwerks-)Utensilien auf die Hörner steckt, jede Fassung verliert, ist nicht verwunderlich. Das Tier hat nichts weniger als Todesangst inmitten einer jaulenden Menschenmenge. Die Tiere haben viele Nervenzellen in den Hörnern, die Brandkörper verursachen große Schmerzen. An diesen "Ritualen und Traditionen" manifestiert sich, wie dumm und barbarisch der Mensch sein kann. Zuerst "belustigt" man sich am grausigen Treiben, danach werden dutzende Rinder geschlachtet. Die Katalonen waren da schon etwas klüger, viele BürgerInnen haben sich erfolgreich für ein Ende der Stierkämpfe eingesetzt. Aber auch dort ist die "Stierhatz" durch Straßen und Dörfer nach wie vor erlaubt. Der Tod eines Mannes im spanischen Navajas ist bedauerlich, aber nicht verwunderlich. Bei der tierquälerischen Praxis werden laufend Menschen verletzt oder getötet. Erschütternd ist, dass diese barbarische Sitte ein von der EU anerkanntes und gefördertes Kulturgut ist. Durchschnittliche 90 Prozent der Zuschauer sind übrigens Touristen. Der Österreichische Tierschutzverein appelliert daher eindringlich: bitte gehen Sie nicht hin!



Susanne Hemetsberger
Geschäftsführerin



26.01.2012 12:54

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